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    Energie & KlimaAnalyse

    Deutschland im neuen Klima

    Drei Jahrzehnte Erwärmung – und eine Klimapolitik, die noch nicht Schritt hält

    Deutschland ist heute deutlich wärmer als vor 30 Jahren. Heiße Tage haben stark zugenommen, Frosttage abgenommen und Vegetationsphasen beginnen früher. Gleichzeitig stagniert der Rückgang der Treibhausgasemissionen. Besonders Verkehr, Gebäude und Landnutzung liegen nicht auf einem sicheren Zielpfad.

    Autor:
    politfacts
    Stand:
    25. August 2026
    Lesedauer:
    ca. 18 Minuten
    • +1,12 °C

      Erwärmung in drei Jahrzehnten

      Unterschied zwischen den Mittelwerten 1995–2004 und 2016–2025

    • 12,2 heiße Tage

      Tage ab 30 °C pro Jahr

      durchschnittlich pro Jahr 2016–2025; 1961–1990 waren es 4,2

    • 648,9 Mio. t CO₂e

      Treibhausgasemissionen

      deutsche Treibhausgasemissionen 2025, vorläufig

    • 2.446 Hitzetote

      Modellschätzung 2025

      RKI-Modellschätzung für 2025, aus den wöchentlichen Punktschätzern berechnet

      Statistische Schätzung der hitzebedingten Übersterblichkeit. Es handelt sich nicht um eine Zählung von Totenscheinen.

    Kurz erklärt

    Der Klimawandel ist in Deutschland messbare Gegenwart. Das Temperaturmittel der Jahre 2016 bis 2025 lag 1,12 Grad über dem Mittel von 1995 bis 2004. Die Zahl heißer Tage hat sich gegenüber 1961–1990 fast verdreifacht, während Frosttage deutlich seltener wurden. Landwirtschaft, Wälder, Städte, Gesundheitssystem und Unternehmen tragen bereits erhebliche Folgen.

    Deutschland hat seine Treibhausgasemissionen seit 1990 um rund 48 Prozent reduziert. Dieser Fortschritt ist real. Im Jahr 2025 sank der Ausstoß allerdings nur noch um 0,1 Prozent. Verkehr und Gebäude verursachten sogar mehr Emissionen als im Vorjahr.

    Das Umweltbundesamt hält das Klimaziel 2030 mit zusätzlichen Maßnahmen weiterhin für erreichbar. Der unabhängige Expertenrat für Klimafragen bewertet den aktuellen Pfad kritischer und erwartet eine Zielverfehlung. Die gesetzlich vorgeschriebene Klimaneutralität 2045 wird mit den derzeitigen Instrumenten deutlich verfehlt.

    Wetter ist nicht Klima

    Wetter beschreibt den kurzfristigen Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort – etwa Temperatur, Niederschlag, Wind oder Bewölkung an einem Tag.

    Klima beschreibt dagegen den mittleren Zustand und die statistischen Eigenschaften des Wetters über einen längeren Zeitraum. Üblicherweise werden dafür mindestens 30 Jahre betrachtet.

    Ein einzelner kalter Winter, ein heißer Sommertag oder ein bestimmtes Unwetter erlaubt deshalb noch keine Aussage über den Klimawandel. Entscheidend sind langfristige Veränderungen von Mittelwerten, Häufigkeiten und Extremereignissen.

    Wetter

    Was wird beschrieben?
    Kurzfristiger Zustand
    Zeitraum
    Stunden bis Tage
    Betrachtungseinheit
    Einzelnes Ereignis
    Leitfrage
    „Wie ist es heute?“

    Klima

    Was wird beschrieben?
    Langfristige statistische Entwicklung
    Zeitraum
    Üblicherweise mindestens 30 Jahre
    Betrachtungseinheit
    Mittelwerte, Schwankungen und Häufigkeiten
    Leitfrage
    „Wie verändert es sich langfristig?“

    Quellen

    Hat sich das Klima nicht schon immer verändert?

    Ja. Das Erdklima war nie unveränderlich. In der Erdgeschichte wechselten sich wärmere und kältere Phasen ab, ausgelöst etwa durch Veränderungen der Erdbahn, vulkanische Aktivität, Verschiebungen der Kontinente oder Schwankungen der Sonnenaktivität.

    Daraus folgt jedoch nicht, dass auch die gegenwärtige Erwärmung natürliche Ursachen hat. Messungen, physikalische Grundlagen und Attributionsstudien zeigen eindeutig: Die aktuelle globale Erwärmung wird durch menschliche Treibhausgasemissionen verursacht. Natürliche Faktoren allein können die beobachtete Entwicklung nicht erklären.

    Dieser Bericht untersucht daher nicht, ob sich das Klima verändert, sondern wie stark sich Deutschland in den vergangenen 30 Jahren verändert hat, welche Folgen bereits messbar sind und wie der menschengemachte Klimawandel begrenzt werden kann.

    Zentraler Fakt

    Dass sich das Klima früher auf natürliche Weise verändert hat, widerlegt nicht die menschliche Ursache der gegenwärtigen Erwärmung.

    Wie stark hat sich Deutschland erwärmt?

    Das Temperaturmittel der Jahre 2016 bis 2025 lag +1,12 °C über dem Mittel der Jahre 1995 bis 2004. Über den Zeitraum 1995 bis 2025 entspricht der Anstieg rund +0,56 °C pro Jahrzehnt.

    Nach der aktuellen Trendberechnung des Deutschen Wetterdienstes ist die Jahresmitteltemperatur in Deutschland seit 1881 statistisch gesichert um rund 2,5 Grad gestiegen. Die neun wärmsten Jahre der Messreihe liegen nach dem Jahr 2000.

    Jahresmitteltemperatur in Deutschland, 1995 bis 2025

    Gebietsmittel des Deutschen Wetterdienstes. Die Ansicht lässt sich zwischen absoluten Werten und der Abweichung vom Referenzmittel 1961–1990 umschalten.

    Grad Celsius

    • Mittel 1995–2004

      9,03 °C

    • Mittel 2006–2015

      9,37 °C

    • Mittel 2016–2025

      10,15 °C

    Einzelne Jahre schwanken natürlich. Der Anstieg über den Gesamtzeitraum bleibt deutlich.

    Quelle: Deutscher Wetterdienst, Gebietsmittel Deutschland · Bezugszeitraum: 1995 bis 2025 · Einheit: Grad Celsius

    Der Trend von 1995 bis 2025 beschreibt die Entwicklung dieses Zeitraums. Er darf nicht als lineare Prognose bis 2100 interpretiert werden. Einzelne Jahre werden durch natürliche Schwankungen beeinflusst. Der langfristige Anstieg bleibt dennoch deutlich.

    Nicht nur wärmer, sondern anders verteilt

    Die Erwärmung zeigt sich nicht nur im Mittelwert. Die gesamte Temperaturverteilung verschiebt sich. Heiße Tage werden häufiger, Frosttage seltener. In dicht bebauten Städten und warmen Regionen fällt die Belastung deutlich höher aus als im Deutschlandmittel.

    Heiße Tage, Sommertage und Frosttage im Vergleich dreier Zeiträume

    Mittlere Anzahl der Kenntage pro Jahr im Deutschlandmittel. Heiße Tage und Sommertage nehmen zu, Frosttage nehmen ab.

    Tage pro Jahr

    • Heiße Tage ab 30 °C

      Tage mit einem Maximum von mindestens 30 Grad, Deutschlandmittel

      4,2 → 12,2

      Zunahme zwischen 1961–1990 und 2016–2025

    • Sommertage ab 25 °C

      Tage mit einem Maximum von mindestens 25 Grad, Deutschlandmittel

      27,3 → 50,4

      Zunahme zwischen 1961–1990 und 2016–2025

    • Frosttage unter 0 °C

      Tage mit einem Minimum unter 0 Grad, Deutschlandmittel

      90,7 → 73,0

      Abnahme zwischen 1961–1990 und 2016–2025

    In dicht bebauten Städten und warmen Regionen liegt die Belastung deutlich über dem Deutschlandmittel.

    Quelle: Deutscher Wetterdienst, Gebietsmittel Deutschland · Bezugszeitraum: 1961–1990, 1991–2020 und 2016–2025 · Einheit: Tage pro Jahr

    Der globale Rahmen

    2015 bis 2025: die elf wärmsten Jahre der globalen Messgeschichte.

    WMO und Copernicus verwenden mehrere beziehungsweise unterschiedliche Datensätze und Auswertungsverfahren. Die geringe Abweichung ändert den Gesamtbefund nicht.

    • +1,60 °C

      2024 (Copernicus)

      über dem Mittel 1850–1900

    • +1,47 °C

      2025 (Copernicus)

      über dem Mittel 1850–1900

    • +1,43 °C

      2025 (WMO, konsolidiert)

      etwa 1,43 °C im Mehrdatensatz-Mittel

    Einordnung zum Pariser Abkommen

    Ein einzelnes Kalenderjahr oberhalb von 1,5 Grad bedeutet noch nicht die formale Überschreitung des Pariser Langfristziels. Dieses bezieht sich auf eine langfristig gemittelte Erwärmung. Die kurzfristige Überschreitung zeigt jedoch, wie nahe die Grenze inzwischen gerückt ist.

    Wetterereignisse, Messwerte und ihre Einordnung

    Die Zeitleiste trennt konsequent zwischen dem beobachteten Ereignis oder Messwert und seiner wissenschaftlichen Einordnung. Ein einzelnes Ereignis darf nicht ohne Attributionsanalyse vollständig dem Klimawandel zugerechnet werden.

    1. 2003Ereignis

      Außergewöhnliche Sommerhitze

      Der Weizenertrag lag rund 14,6 Prozent unter dem Mittel der sechs Vorjahre.

      Einordnung: Hitze und Trockenheit wirken direkt auf Ertragshöhe und Ertragsschwankung. Ein einzelnes Jahr belegt für sich genommen keinen Trend.

    2. 2018–2020Ereignis

      Mehrjährige Hitze und Dürre

      Waldschäden, niedrige Flusspegel und Ernteausfälle über mehrere Jahre hinweg.

      Einordnung: Mehrjährige Trockenheit verstärkt sich selbst: Ausgetrocknete Böden speichern Niederschlag schlechter, höhere Temperaturen erhöhen die Verdunstung.

    3. 2018Modellschätzung

      Hitzebedingte Sterbefälle

      Rund 9.470 hitzebedingte Sterbefälle nach aktueller Auswertung der bereitgestellten RKI-Modellreihe.

      Einordnung: Modellschätzung der hitzebedingten Übersterblichkeit, keine Zählung von Todesursachen.

    4. 2019Modellschätzung

      Hitzebedingte Sterbefälle

      Rund 7.620 hitzebedingte Sterbefälle nach derselben Modellreihe.

      Einordnung: Modellschätzung der hitzebedingten Übersterblichkeit, keine Zählung von Todesursachen.

    5. 2021Ereignis

      Flutkatastrophe an Ahr und Erft

      Mehr als 180 Todesfälle in Deutschland.

      Einordnung: Eine Attributionsstudie kam zu dem Ergebnis, dass die Erwärmung die Wahrscheinlichkeit eines vergleichbaren Niederschlagsereignisses um ungefähr den Faktor 1,2 bis 9 erhöht hat. Die breite Spanne bildet wissenschaftliche Unsicherheit ab.

    6. 2022Ereignis

      Erneute starke Hitze und Dürre

      Das Jahresmittel lag bei 10,52 °C.

      Einordnung: Hitzeextreme sind der Bereich, in dem der Zusammenhang mit der Erwärmung am eindeutigsten belegt ist.

    7. 2023Messwert

      10,63 °C im deutschen Jahresmittel

      Gebietsmittel des Deutschen Wetterdienstes für das Kalenderjahr.

      Einordnung: Messwert der DWD-Gebietsmittelreihe.

    8. 2024Messwert

      Rekordjahr mit 10,89 °C

      Wärmstes Jahr der deutschen Messreihe.

      Einordnung: Messwert der DWD-Gebietsmittelreihe.

    9. 2025Messwert

      10,03 °C, sehr sonnig und insgesamt zu trocken

      Gebietsmittel des Deutschen Wetterdienstes für das Kalenderjahr.

      Einordnung: Messwert der DWD-Gebietsmittelreihe.

    10. Frühjahr 2026Messwert

      9,9 °C und deutlich zu trocken

      Nur etwa 68 Prozent des Niederschlagsmittels 1961–1990.

      Einordnung: Saisonwert; einzelne Jahreszeiten schwanken naturgemäß stark.

    11. Sommer 2026Modellschätzung

      Außergewöhnliche Hitze

      Vorläufig rund 14.000 hitzebedingte Sterbefälle bis Kalenderwoche 32.

      Einordnung: Vorläufige Modellschätzung des laufenden RKI-Berichts; der Wert ist noch unvollständig.

    Was über Extremwetter gesichert ist

    • Hitze steht besonders eindeutig mit der Erwärmung in Verbindung.
    • Höhere Temperaturen erhöhen Verdunstung und Bodentrockenheit.
    • Wärmere Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen und schafft damit ein höheres Potenzial für Starkregen.
    • Hochwasserschäden hängen zusätzlich von Versiegelung, Bebauung, Bodenfeuchte, Gelände und Schutzsystemen ab.
    • Für regionale Trends bei Hagel, Tornados und bestimmten Sturmarten bestehen größere Unsicherheiten.
    • Ein einzelnes Ereignis darf nicht ohne Attributionsanalyse vollständig dem Klimawandel zugerechnet werden.

    Woher wir wissen, dass die Erwärmung menschengemacht ist

    Der wissenschaftliche Befund beruht nicht auf einer einzelnen Temperaturkurve. Er ergibt sich aus Atmosphärenphysik, Messungen der Treibhausgase, Isotopenanalysen, Satellitendaten, Ozeanwärme, räumlichen Erwärmungsmustern und Attributionsmodellen. Der Weltklimarat bewertet den menschlichen Einfluss auf die Erwärmung von Atmosphäre, Ozean und Land als eindeutig.

    1. 1

      Treibhausgase absorbieren Wärmestrahlung.

      Die Strahlungswirkung von CO₂, Methan und Lachgas ist im Labor gemessen und physikalisch beschrieben. Sie ist keine Modellannahme, sondern messbare Atmosphärenphysik.

    2. 2

      Die Konzentrationen von CO₂, Methan und Lachgas sind durch menschliche Aktivitäten stark gestiegen.

      Kontinuierliche Messreihen und Eisbohrkerne belegen den Anstieg und ordnen ihn in die Entwicklung der vergangenen Jahrtausende ein.

    3. 3

      Der zusätzliche Kohlenstoff trägt den chemischen Fingerabdruck fossiler Quellen.

      Isotopenanalysen unterscheiden Kohlenstoff aus fossilen Lagerstätten von Kohlenstoff aus Vulkanismus oder der Biosphäre.

    4. 4

      Das beobachtete Erwärmungsmuster entspricht der Treibhausgaswirkung.

      Erwärmung der unteren Atmosphäre bei gleichzeitiger Abkühlung der Stratosphäre, stärkere nächtliche Erwärmung und zunehmende Ozeanwärme entsprechen dem erwarteten Muster.

    5. 5

      Natürliche Faktoren allein können die Entwicklung seit Mitte des 20. Jahrhunderts nicht erklären.

      Sonnenaktivität, Vulkanismus und interne Schwankungen reichen in Attributionsrechnungen nicht aus, um die beobachtete Erwärmung abzubilden.

    Häufiger Einwand

    „Das Klima hat sich schon immer verändert.“

    Natürliche Klimaänderungen sind bekannt und wissenschaftlich gut untersucht. Sie erklären jedoch weder die Geschwindigkeit noch das Muster der gegenwärtigen Erwärmung.

    Landwirtschaft, Wälder und Wasser

    Landwirtschaft

    • Winterrapsblüte rund 18 Tage früher als 1971–1980
    • Apfelblüte rund 15 Tage früher
    • Früherer Austrieb erhöht regional das Spätfrostrisiko
    • Dürre und Hitze erhöhen Ertragsschwankungen
    • Neue Schädlinge und Krankheiten können sich ausbreiten
    • Längere Vegetationsperioden können regional auch Vorteile bringen

    Tage früher als im Zeitraum 1971–1980

    • Winterrapsblüte18 Tage
    • Apfelblüte15 Tage

    Verschiebung des Blühbeginns gegenüber 1971–1980

    Quelle: Umweltbundesamt: Monitoring zur DAS – Handlungsfeld Landwirtschaft

    Wälder

    • Starke Schäden durch die Trockenjahre seit 2018
    • Steigende Risiken auch für Buchen und andere Laubbaumarten
    • Wald 2025 als Senke: −19,3 Mio. t CO₂e
    • Gesamter LULUCF-Sektor 2025 als Quelle: +26,9 Mio. t CO₂e

    Mio. t CO₂e im Jahr 2025

    • Wald (Senke)−19,3
    • LULUCF gesamt (Quelle)+26,9

    Negative Werte entziehen der Atmosphäre CO₂, positive Werte geben CO₂ ab.

    Wald und gesamter Landnutzungssektor sind nicht identisch. Der Wald ist 2025 wieder eine Senke, während der gesamte LULUCF-Sektor – einschließlich entwässerter Moorböden, Grünland und Siedlungsflächen – weiterhin eine Nettoquelle bleibt.

    Quelle: Umweltbundesamt: Treibhausgasdaten zeigen – Klimaschutz braucht neuen Schwung

    Wasser

    • Steigende Verdunstung bei höheren Temperaturen
    • Regional sinkende Bodenfeuchte
    • Häufigere Nutzungskonflikte zwischen Trinkwasser, Landwirtschaft, Industrie und Ökosystemen
    • Starkregen ersetzt keine kontinuierliche Grundwasserneubildung
    • Große regionale Unterschiede

    Prozent des Niederschlagsmittels 1961–1990

    • Referenz 1961–1990100 %
    • Frühjahr 2026rund 68 %

    Niederschlag im Frühjahr 2026 im Vergleich zum Referenzmittel

    Quelle: Umweltbundesamt: Trockenheit in Deutschland – Fragen und Antworten

    Gesundheit: Hitze wirkt als Sterberisiko

    Für 2025 ergibt die Summe der wöchentlichen RKI-Modellunterschiede einen Punktschätzer von 2.446 hitzebedingten Sterbefällen. Gerundet entspricht das rund 2.450 beziehungsweise etwa 2.500 Todesfällen. Für 2026 liegt bis Kalenderwoche 32 bereits eine vorläufige Schätzung von 13.973 vor. Das RKI rundet diesen Wert auf etwa 14.000 und nennt ein Intervall von 12.500 bis 15.300.

    Hitzebedingte Sterbefälle werden statistisch geschätzt. Hitze erscheint nur selten als unmittelbare Todesursache auf dem Totenschein. Häufig verschärft sie Herz-Kreislauf-, Atemwegs-, Nieren- oder Stoffwechselerkrankungen. Die Zahlen beschreiben daher modellierte hitzebedingte Übersterblichkeit.

    Modellierte hitzebedingte Sterbefälle in Deutschland

    Summe der wöchentlichen Modellpunktschätzer des Robert Koch-Instituts im jeweiligen Sommerhalbjahr. Der Wert für 2026 ist unvollständig und endet mit Kalenderwoche 32.

    geschätzte Sterbefälle pro Jahr

    Grau markiert: unvollständiger, vorläufiger Wert für 2026 (bis Kalenderwoche 32)

    Es handelt sich um statistische Schätzungen der hitzebedingten Übersterblichkeit, nicht um eine Zählung von Todesursachen.

    Quelle: Robert Koch-Institut, Bericht zur Hitzemortalität · Bezugszeitraum: 2016 bis 2026 · Einheit: geschätzte Sterbefälle pro Jahr

    Weitere gesundheitliche Folgen

    • Längere Pollensaisons
    • Höhere Ozonbelastung während heißer Wetterlagen
    • Zunehmende Belastung durch Zecken und bestimmte Stechmücken
    • Schlafmangel und geringere Konzentrationsfähigkeit
    • Steigende Belastung von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen
    • Psychische Folgen nach Fluten und anderen Katastrophen

    Wie sich die Emissionen entwickelt haben

    Deutschland hat seine Emissionen seit 1990 um rund 48 Prozent verringert. Der Fortschritt ist real, aber nicht gleichmäßig. Konjunktureinbrüche und Produktionsrückgänge haben einzelne Jahre stark beeinflusst. Im Jahr 2025 kam die Emissionsminderung mit einem Rückgang von nur 0,1 Prozent praktisch zum Stillstand.

    Treibhausgasemissionen Deutschlands, 1995 bis 2025

    Emissionen in Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent ohne Landnutzung. Die gestrichelte Linie zeigt die für 2030 gesetzlich zulässige Menge.

    Mio. t CO₂-Äquivalent

    Konjunktureinbrüche wie 2009 und 2020 senken die Emissionen ebenfalls. Solche Rückgänge sind keine dauerhaften Minderungserfolge.

    Quelle: Umweltbundesamt, Emissionsübersichten; Wert für 2025 vorläufig · Bezugszeitraum: 1995 bis 2025 · Einheit: Mio. t CO₂-Äquivalent

    Die Sektoren im Jahr 2025

    Die Zahlen für 2025 sind vorläufig. Energiewirtschaft, Verkehr, Industrie und Gebäude verursachen den größten Teil der deutschen Emissionen. Verkehr und Gebäude lagen 2025 über dem Vorjahreswert.

    Emissionen der großen Sektoren im Jahr 2025

    Vorläufige Emissionen der vier größten Sektoren. Verkehr und Gebäude lagen über dem Vorjahreswert.

    Mio. t CO₂-Äquivalent

    • Energiewirtschaft

      189,1 Mio. t

      Veränderung zum Vorjahr: −0,6 Mio. tRückgang stark gebremst

      Der Sektor bleibt der größte Einzelposten. Der Rückgang fiel 2025 sehr klein aus.

    • Verkehr

      146,3 Mio. t

      Veränderung zum Vorjahr: +2,1 Mio. tnicht auf Zielkurs

      Die Emissionen stiegen gegenüber dem Vorjahr an.

    • Industrie

      144,1 Mio. t

      Veränderung zum Vorjahr: −5,6 Mio. tRückgang teilweise konjunkturbedingt

      Der Rückgang beruht nicht allein auf Klimaschutzmaßnahmen. Eine schwache Produktion senkt die Emissionen ebenfalls und ist kein dauerhafter Minderungserfolg.

    • Gebäude

      103,4 Mio. t

      Veränderung zum Vorjahr: +3,4 Mio. tnicht auf Zielkurs

      Die Emissionen stiegen gegenüber dem Vorjahr an.

    • Landnutzung und Forstwirtschaft

      +26,9 Mio. t netto

      Veränderung zum Vorjahr: deutliche Verbesserungweiterhin Nettoquelle

      Der LULUCF-Sektor hat sich verbessert, gibt aber netto weiterhin Treibhausgase ab.

    • Wald als Teil des LULUCF-Sektors

      −19,3 Mio. t

      Veränderung zum Vorjahr: Verbesserungwieder CO₂-Senke

      Der Wald entzieht der Atmosphäre wieder CO₂. Das gilt nicht für den gesamten Landnutzungssektor.

    Ein sinkender Wert ist nicht automatisch ein Klimaschutzerfolg: In der Industrie beruht der Rückgang zu einem erheblichen Teil auf schwacher Produktion.

    Quelle: Umweltbundesamt, vorläufige Emissionsdaten 2025 · Bezugszeitraum: Kalenderjahr 2025 · Einheit: Mio. t CO₂-Äquivalent

    Energiewende: Strom weit voraus, Wärme und Verkehr zurück

    Anteil erneuerbarer Energien nach Verbrauchsbereich

    Die Markierung zeigt, wo das jeweilige Ziel für 2030 liegt. Strom ist am weitesten fortgeschritten, Wärme und Verkehr liegen deutlich zurück.

    Prozent

    • Erneuerbare am Bruttostromverbrauch

      55,1 %

      Ziel: mindestens 80 % bis 2030

    • Erneuerbare am Bruttoendenergieverbrauch

      23,8 %

      Ziel: 41 % bis 2030 nach EU-Vorgabe

    • Erneuerbare Wärme

      19,0 %

      Ziel: Transformation weiterhin langsam

    • Erneuerbare im Verkehr

      8,0 %

      Ziel: hoher fossiler Anteil

    Bruttostromverbrauch und Bruttoendenergieverbrauch sind unterschiedliche Bezugsgrößen. Der Bruttoendenergieverbrauch umfasst zusätzlich Wärme und Verkehr.

    Quelle: Umweltbundesamt, Indikatoren zu erneuerbaren Energien · Bezugszeitraum: Jahr 2025 · Einheit: Prozent

    • 117 GW

      installierte Photovoltaikleistung Ende 2025

    • 215 GW

      Photovoltaikziel 2030

    • 299.000

      verkaufte Wärmepumpen 2025, plus 55 Prozent gegenüber 2024

    • fast jeder fünfte

      2025 neu zugelassene Pkw war batterieelektrisch

    • über 180.000

      öffentliche Ladepunkte

    • rund 57 %

      erneuerbarer Anteil am Bruttostromverbrauch im ersten Halbjahr 2026; noch keine belastbare Gesamtjahresprognose

    Zielpfad: Was das Gesetz verlangt und was die Projektion zeigt

    Das Umweltbundesamt hält eine knappe Einhaltung des Gesamtbudgets 2021–2030 rechnerisch für möglich. Der Expertenrat für Klimafragen kann diese Einschätzung nicht bestätigen. Er bewertet mehrere Annahmen zu Gebäuden und Energiewirtschaft als zu optimistisch und erwartet eine Überschreitung des Budgets. Das konkrete 65-Prozent-Ziel für das Jahr 2030 wird bereits in der UBA-Projektion verfehlt.

    Verkehr und Gebäude überschreiten ihre sektoralen Budgets.

    Gesetzliche Klimaziele, Projektionen des Umweltbundesamtes und resultierende Lücken
    JahrGesetzliches ZielZulässige MengeProjektionLücke
    2025Zwischenstand–648,9 Mio. t tatsächlich−48 % gegenüber 1990
    2030−65 %438,6 Mio. t468,4 Mio. tmindestens 29,8 Mio. t
    2040−88 %150,4 Mio. t253,1 Mio. t102,7 Mio. t
    2045Treibhausgasneutralitätnetto 0239,3 Mio. t einschließlich LULUCF239,3 Mio. t
    2050negative Emissionenunter 0228,2 Mio. tdeutlich verfehlt

    Quelle: Klimaschutzgesetz § 3, Projektionsdaten des Umweltbundesamtes und Prüfbericht des Expertenrats für Klimafragen · Einheit: Mio. t CO₂-Äquivalent

    • rund 42 Mio. t

      notwendige durchschnittliche Emissionsminderung pro Jahr von 2026 bis 2030

    • 0,9 Mio. t

      tatsächliche Minderung im Jahr 2025

    • −62,6 %

      UBA-Projektion für 2030 statt der gesetzlichen −65 Prozent

    • 255 Mio. t

      projizierte ESR-Lücke 2021 bis 2030

    • 4,5 Mio. t

      rechnerischer Puffer im KSG-Gesamtbudget laut Projektion

    • 60 bis 100 Mio. t

      vom Expertenrat erwartete Budgetüberschreitung

    Klimaschutzprogramm 2026

    Die Bundesregierung beziffert die zusätzliche Minderungswirkung ihres Klimaschutzprogramms bis 2030 auf kumuliert 58,9 Millionen Tonnen. Der Expertenrat hält die tatsächliche Wirkung für deutlich geringer. Nach seiner Einschätzung schließt das Programm keine der bestehenden gesetzlichen Ziellücken sicher.

    Wo die Wissenschaft die größten Hebel sieht

    Strom und Netze

    • Wind- und Solarenergie weiter ausbauen
    • Stromnetze und Speicher parallel entwickeln
    • Nachfrage flexibler gestalten
    • Fossile Reservekapazitäten auf Versorgungssicherheit begrenzen

    Gebäude und Wärme

    • Fossile Heizungen schrittweise ersetzen
    • Wärmepumpen, Wärmenetze und Abwärme ausbauen
    • Sanierungen auf Gebäude mit hohem Verbrauch konzentrieren
    • Förderung stärker nach Einkommen und Einsparwirkung staffeln

    Verkehr

    • Elektromobilität und Ladeinfrastruktur beschleunigen
    • Bahn und öffentlichen Verkehr zuverlässig ausbauen
    • Güterverkehr stärker auf Schiene und Wasserstraße verlagern
    • Rad- und Fußverkehr sicherer machen
    • Klimaschädliche Subventionen überprüfen

    Industrie

    • Prozesse elektrifizieren
    • Grünen Wasserstoff auf schwer elektrifizierbare Anwendungen konzentrieren
    • Recycling und Materialeffizienz steigern
    • Klimaneutrale Investitionen langfristig absichern
    • CO₂-Abscheidung auf schwer vermeidbare Prozesse begrenzen

    Landwirtschaft und natürliche Senken

    • Methan- und Lachgasemissionen reduzieren
    • Düngung effizienter gestalten
    • Moore wiedervernässen
    • Humus und Wasserrückhalt stärken
    • Standortgerechte Mischwälder entwickeln
    • Flächenversiegelung begrenzen

    Anpassung

    • Kommunale Hitzeaktionspläne
    • Hitzeschutz in Pflege, Medizin, Schulen und Arbeitsstätten
    • Stadtgrün, Schatten und entsiegelte Flächen
    • Schwammstadtprinzip
    • Starkregengefahrenkarten und Rückhalteflächen
    • Regionale Wasserpläne
    • Klimaresiliente Infrastruktur

    Was die Wahlprogramme 2025 vorsehen

    Geprüft wird ausschließlich, wie kompatibel die programmatischen Aussagen mit dem wissenschaftlichen Erkenntnisstand und den geltenden deutschen und europäischen Klimazielen sind. Filtern Sie nach Themenbereich, um zu sehen, welche Programme den jeweiligen Bereich ausdrücklich adressieren.

    Bündnis 90/Die Grünen

    weitgehend kompatibel
    • Klimaneutralität 2045 und verbindliche Zwischenziele
    • EU-Minderung 2040 von 90 bis 95 Prozent
    • Schneller Ausbau von Erneuerbaren, Netzen und Speichern
    • Wärmepumpen und Wärmenetze
    • Bahn, Elektromobilität und Tempolimit
    • Klimageld und kommunale Anpassungsfinanzierung

    Bewertung: Weitgehend kompatibel. Das Programm adressiert die zentralen Lücken bei Strom, Wärme, Verkehr, Industrie und Anpassung. Finanzierung, Infrastruktur und Umsetzungskapazitäten bleiben entscheidend.

    Quelle: Bündnis 90/Die Grünen: Regierungsprogramm zur Bundestagswahl 2025

    Die Linke

    weitgehend kompatibel
    • Klimaneutralität 2040
    • Kohleausstieg 2030
    • Wiedereinführung verbindlicher Sektorziele
    • Starke öffentliche Investitionen
    • Klimageld und soziale Förderung
    • Kommunale Energieversorgung und Anpassung

    Bewertung: Weitgehend kompatibel und besonders ambitioniert. Das Programm verbindet Klimaschutz mit einem starken sozialen Ausgleich. Der Verzicht auf ETS2 müsste durch mindestens ebenso wirksame andere Instrumente kompensiert werden.

    Quelle: Die Linke: Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2025 (Langfassung)

    SPD

    überwiegend kompatibel
    • Bekenntnis zum Pariser Abkommen, zum EU-Green-Deal und zu den deutschen Zielen
    • Ausbau von Erneuerbaren, Netzen und Speichern
    • Wärmenetze und klimaneutrale Industrie
    • Bahn, Elektromobilität und Klimageld
    • Stadtgrün und Klimaanpassung

    Bewertung: Überwiegend kompatibel. Die Richtung stimmt. Mehrere Maßnahmen bleiben jedoch zu wenig konkret, um die ausgewiesenen Lücken sicher zu schließen.

    Quelle: SPD: Regierungsprogramm zur Bundestagswahl 2025

    CDU/CSU

    teilweise kompatibel
    • Anerkennung des Pariser Abkommens und des Ziels 2045
    • Emissionshandel als Leitinstrument
    • Ausbau von Erneuerbaren, Netzen und Speichern
    • Einnahmenrückgabe und naturbasierte Anpassung
    • Zugleich Lockerungen bei Gebäudevorgaben und Verbrennungsmotoren
    • Prüfung einer weiteren Kernenergienutzung

    Bewertung: Teilweise kompatibel. Die Union erkennt das Ziel an. Gleichwertige Ersatzmaßnahmen für abgeschwächte Gebäude- und Verkehrsvorgaben werden jedoch nicht ausreichend beschrieben. Gerade diese beiden Sektoren liegen bereits deutlich zurück.

    Quelle: CDU/CSU: Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2025 (Langfassung)

    FDP

    nur teilweise kompatibel
    • CO₂-Preis und Emissionshandel als Hauptinstrument
    • Klimadividende
    • CCS und Technologieoffenheit
    • Rücknahme zahlreicher Einzelvorgaben
    • Klimaneutralität erst 2050

    Bewertung: Nur teilweise kompatibel. Marktinstrumente können wirksam sein. Das Zieljahr 2050 widerspricht jedoch dem geltenden deutschen Klimaschutzgesetz. Infrastruktur- und Umsetzungsrisiken werden im Programm unterschätzt.

    Quelle: FDP: Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2025

    BSW

    überwiegend nicht kompatibel
    • Grundsätzliche Anerkennung des Klimawandels
    • Klimaneutralität 2045 als unrealistisch bewertet
    • Rücknahme von CO₂-Preis, Heizungsregeln und Verbrenner-Aus
    • Stärkere Nutzung fossilen Gases

    Bewertung: Überwiegend nicht kompatibel. Das Programm schwächt zentrale Klimaschutzinstrumente, ohne einen gleichwertigen Pfad zu den deutschen und europäischen Zielen vorzulegen.

    Quelle: BSW: offizielle Programmseite zur Bundestagswahl 2025

    AfD

    nicht kompatibel
    • Austritt aus dem Pariser Abkommen
    • Abschaffung von CO₂-Bepreisung und Klimaschutzgesetzgebung
    • Ausbau fossiler und nuklearer Energie
    • Ablehnung eines weiteren Windkraftausbaus
    • Infragestellung der Wirksamkeit menschlichen Klimaschutzes

    Bewertung: Nicht kompatibel. Das Programm widerspricht dem wissenschaftlichen Erkenntnisstand und würde zentrale Instrumente zur Emissionsminderung beseitigen. Vorschläge zum Natur-, Wald- oder Wasserschutz ersetzen keinen Klimaschutz.

    Quelle: AfD: Bundestagswahlprogramm 2025

    Die Bewertung bezieht sich ausschließlich auf die Bundestagswahlprogramme 2025. Sie ist keine allgemeine Wahlempfehlung und keine Bewertung der bisherigen Regierungsarbeit. FDP und BSW werden trotz ihres Ausscheidens aus dem 2025 gewählten Bundestag wegen ihrer bundespolitischen Relevanz einbezogen.

    Schlussfolgerung

    Der Klimawandel ist in Deutschland keine abstrakte Zukunftsfrage mehr. Innerhalb von drei Jahrzehnten ist das jüngste Zehnjahresmittel um mehr als ein Grad gegenüber 1995–2004 gestiegen. Heiße Tage haben sich gegenüber 1961–1990 fast verdreifacht, Frosttage deutlich abgenommen. Landwirtschaft, Wälder, Städte, Gesundheitssystem und Unternehmen tragen bereits die Folgen.

    Deutschland hat seine Treibhausgasemissionen seit 1990 um rund 48 Prozent reduziert. Dieser Fortschritt reicht jedoch nicht aus. Im Jahr 2025 sanken die Emissionen nur um 0,1 Prozent. Verkehr und Gebäude verursachten mehr Treibhausgase als im Vorjahr. Der erneuerbare Strom ist weit vorangekommen; Wärme, Verkehr und Landnutzung liegen deutlich zurück.

    Die aktuelle Klimapolitik garantiert weder das 2030- noch das 2040- oder das 2045-Ziel. Das ist keine parteipolitische Einschätzung, sondern das Ergebnis des unabhängigen Expertenrats für Klimafragen.

    Klimaschutz verhindert nicht jedes Extremereignis. Er begrenzt aber Geschwindigkeit und Ausmaß der Erwärmung. Anpassung reduziert bestehende Risiken, kann eine ungebremste Erhitzung jedoch nicht ausgleichen. Jedes vermiedene Zehntelgrad verringert künftige Schäden, Gesundheitsrisiken und Anpassungskosten.

    Auf einen Blick

    • Der menschengemachte Klimawandel ist wissenschaftlich eindeutig belegt.
    • Deutschland hat bereits relevante Fortschritte erzielt.
    • Das gegenwärtige Tempo reicht nicht aus, um die gesetzlichen Ziele sicher einzuhalten.
    • Klimaschutz und Klimaanpassung müssen gleichzeitig vorangetrieben werden.

    Quellen, Methodik und Begriffe

    Grundlagen: Wetter und Klima

    Temperatur und Kenntage

    Globale Entwicklung

    Folgen für Landwirtschaft, Wälder und Wasser

    Gesundheit und Hitzemortalität

    Methodik und Transparenz

    Die Temperatur- und Kenntagewerte beruhen auf Gebietsmitteln des Deutschen Wetterdienstes. Emissionsdaten stammen aus den Emissionsübersichten des Umweltbundesamtes. Die Werte für 2025 sind zum Teil vorläufig und werden mit dem vollständigen Inventar 2027 finalisiert. Projektionen sind keine Vorhersagen, sondern modellierte Entwicklungen unter festgelegten Annahmen. Die Hitzemortalität wird aus der Differenz statistischer Modelle mit und ohne Hitzeeinfluss geschätzt. Der Wert für 2025 wurde aus den wöchentlichen RKI-Punktschätzern der Kalenderwochen 15 bis 40 berechnet. Der Wert für 2026 umfasst nur die bis Kalenderwoche 32 vorliegenden Daten.

    • Die Emissionsdaten für 2025 sind vorläufig. Die Gesundheitsdaten für 2026 sind unvollständig und enden mit Kalenderwoche 32.
    • Negative wöchentliche Modelldifferenzen wurden nicht auf null gesetzt. Für die Jahreswerte wird die mathematische Summe aller wöchentlichen Punktschätzer verwendet.
    • Aus den wöchentlichen Unter- und Obergrenzen wird kein jährliches Unsicherheitsintervall gebildet, weil die Kovarianz der Wochenwerte in der Datengrundlage nicht enthalten ist.

    Alle Quellen zuletzt geprüft am 25. August 2026. Veröffentlicht am 25. August 2026, letzte Aktualisierung am 25. August 2026.

    Begriffe

    Referenzzeiträume
    Klimatologische Vergleichszeiträume umfassen üblicherweise 30 Jahre, etwa 1961–1990 oder 1991–2020. Sie glätten einzelne Wetterjahre. Die hier zusätzlich verwendeten Zehnjahresmittel 1995–2004, 2006–2015 und 2016–2025 dienen dem Vergleich dreier Jahrzehnte.
    CO₂-Äquivalente (CO₂e)
    Recheneinheit, die die Klimawirkung verschiedener Treibhausgase auf die Wirkung von Kohlendioxid umrechnet. Damit lassen sich Methan, Lachgas und weitere Gase mit CO₂ zu einer Gesamtsumme addieren.
    LULUCF
    Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft. Der Sektor umfasst Wälder, Acker- und Grünland, Moorböden und Siedlungsflächen. Er kann sowohl Treibhausgase abgeben als auch binden. Der Wald ist nur ein Teil dieses Sektors.
    Wetter, Klima und Attribution
    Kurzfassung: Wetter ist der kurzfristige Zustand der Atmosphäre, Klima seine langfristige Statistik. Die Attributionsforschung prüft, wie stark die Erwärmung einzelne Ereignisse verändert hat. Ausführlich erklärt im Grundlagenabschnitt „Wetter ist nicht Klima“ weiter oben.
    Klimawandel
    Langfristige Veränderung des Klimas, die über natürliche Schwankungen hinausgeht. Der gegenwärtige globale Klimawandel wird nach dem eindeutigen Forschungsstand durch menschliche Treibhausgasemissionen verursacht. Siehe Grundlagenabschnitt „Hat sich das Klima nicht schon immer verändert?“.
    Attributionsforschung
    Wissenschaftliche Methode, die untersucht, wie stark die menschengemachte Erwärmung die Wahrscheinlichkeit oder Intensität eines bestimmten Wetterereignisses oder eines langfristigen Trends verändert hat. Einzelne Ereignisse dürfen ohne Attributionsanalyse nicht vollständig dem Klimawandel zugerechnet werden.
    Bruttostromverbrauch, Stromerzeugung und Bruttoendenergieverbrauch
    Der Bruttostromverbrauch umfasst die gesamte im Inland verbrauchte Strommenge einschließlich Netzverlusten und Eigenverbrauch der Kraftwerke. Die Stromerzeugung beschreibt die produzierte Menge, unabhängig vom Verbrauchsort. Der Bruttoendenergieverbrauch umfasst zusätzlich Wärme und Verkehr und ist damit die deutlich größere Bezugsgröße.
    Projektion
    Modellierte Entwicklung unter festgelegten Annahmen zu Politik, Technik und Wirtschaft. Eine Projektion ist keine Vorhersage und ändert sich, wenn sich die Annahmen ändern.