Wahlprognose
Wahlprognose Berlin 2026
politfacts-Prognosemodell · Modellstand 11. September 2026 · Berlin V1.4
Prognose – keine Umfrage
Neun Tage vor der Wahl zeichnet sich in Berlin ein knappes Rennen um Platz eins ab. Die Linke liegt in den beiden jüngsten großen Umfragen vor der CDU und ist auch in unserer Modellrechnung leichter Favorit. Der Vorsprung ist mit rund einem Prozentpunkt jedoch klein. Ein CDU-Wahlsieg bleibt vollständig im realistischen Bereich.
- rund 1 Prozentpunkt
- beträgt der Abstand zwischen Linke und CDU im aktuellen Prognosemedian.
- 11.09.2026
- Modellstand · Berlin V1.4
- 8 Tage
- bis zur Wahl am 20.09.2026
Eine Prognose ist keine Umfrage. Der Punktwert ist der Mittelpunkt einer Verteilung plausibler Ergebnisse, nicht das erwartbare exakte Wahlergebnis.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Linke ist nach aktuellem Datenstand leichter Favorit auf Platz eins: Im Modell liegt sie rund einen Prozentpunkt vor der CDU.
- Ein CDU-Wahlsieg bleibt vollständig realistisch. Der Vorsprung liegt innerhalb der Unsicherheit des Modells.
- Die AfD liegt weitgehend stabil bei rund 17 bis 18 Prozent, die Grünen bei rund 15 bis 18 Prozent.
- Die SPD wird in den beiden jüngsten großen Erhebungen nur noch bei 10 bis 12 Prozent gemessen.
- BSW und FDP liegen zentral unter fünf Prozent. Ein Einzug ist nicht ausgeschlossen, aber deutlich weniger wahrscheinlich als ein Scheitern.
- Die endgültige Größe des Abgeordnetenhauses ist wegen Direktmandaten, Bezirkslisten, Überhang und Ausgleich erheblich unsicher.
Anlass der Aktualisierung
Berlin vor einem knappen Rennen um Platz eins
Stand 11. September 2026: Neu in das Modell aufgenommen wurden das Politbarometer Extra Berlin von Forschungsgruppe Wahlen/ZDF (veröffentlicht am 11. September 2026) und die Erhebung von Infratest dimap für die ARD (veröffentlicht am 10. September 2026).
Beide Erhebungen sehen die Linke vor der CDU. Da nur noch wenige Tage bis zum Wahltag verbleiben, erhalten sie im Modell deutlich mehr Gewicht als ältere Datenpunkte. Eine einzelne Umfrage bestimmt das Ergebnis jedoch nicht allein.
Pro Institut bleibt nur die jüngste relevante Erhebung im Modell. Die dimap-Erhebung vom 10. September ersetzt die BerlinTREND-Welle vom 2. September; alte und neue Welle werden nicht doppelt gewichtet. Potenzialanalysen sind kein zusätzlicher Umfragedatensatz.
Wahlrecht.de – Umfragereihe BerlinPrognose der Zweitstimmen
politfacts-Prognosemodell · Modellstand 11. September 2026 · Berlin V1.4
Prognose – keine Umfrage
Balken: Punktwert des Modells · Fehlerbalken: 80-%-Prognosebereich. Die gestrichelte Linie markiert die Fünfprozenthürde.
| Partei | Prognose | 80-%-Bereich | P(≥5 %) |
|---|---|---|---|
| Linke | 21,6 % | 19,2–24,0 % | >99,9 % |
| CDU | 20,6 % | 18,2–23,0 % | >99,9 % |
| AfD | 17,7 % | 15,5–19,9 % | >99,9 % |
| Grüne | 16,2 % | 14,1–18,3 % | >99,9 % |
| SPD | 11,2 % | 9,2–13,2 % | >99,9 % |
| BSW | 3,5 % | 2,4–4,6 % | ca. 4–5 % |
| FDP | 3,0 % | 1,9–4,1 % | ca. 1–2 % |
| Sonstige | 6,2 % | ca. 4,3–8,0 % | – |
Alle Werte werden mit einer Nachkommastelle dargestellt und ergeben zusammen 100 Prozent. Der angegebene Korridor umfasst die mittleren 80 Prozent der simulierten Ergebnisse und ist bewusst breiter als der theoretische Stichprobenfehler einer einzelnen Umfrage. Für die Interpretation sind diese Korridore wichtiger als Unterschiede von Zehntelprozentpunkten.
Die Simulation umfasst 250.000 korrelierte Ziehungen. Die Modellmethodik wurde gegenüber V1.3 nicht verändert. Neu berücksichtigt sind die Erhebungen von Forschungsgruppe Wahlen/ZDF vom 11. September und Infratest dimap/ARD vom 10. September 2026.
Die aktuelle Modellversion wurde erneut mit mehreren unabhängigen Simulationsläufen von jeweils 250.000 Ziehungen geprüft. Die resultierenden Medianwerte unterschieden sich lediglich um wenige Hundertstel Prozentpunkte. Hinweise auf numerische Instabilität ergaben sich nicht.
Was hat sich gegenüber V1.3 verändert?
| Partei | V1.3 | V1.4 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Linke | 19,9 % | 21,6 % | +1,7 |
| CDU | 19,6 % | 20,6 % | +1,0 |
| AfD | 18,0 % | 17,7 % | −0,3 |
| Grüne | 16,0 % | 16,2 % | +0,2 |
| SPD | 12,8 % | 11,2 % | −1,6 |
| BSW | 3,7 % | 3,5 % | −0,2 |
| FDP | 3,2 % | 3,0 % | −0,2 |
| Sonstige | 6,8 % | 6,2 % | −0,6 |
Die Veränderungen gehen auf die beiden neu aufgenommenen Erhebungen von Forschungsgruppe Wahlen/ZDF (11.09.) und Infratest dimap/ARD (10.09.) zurück, die wegen der Nähe zum Wahltag stark gewichtet werden. Der Abstand zwischen Linke und CDU beträgt im Prognosemedian rund 1,0 Prozentpunkt und liegt damit weiterhin innerhalb der Unsicherheit.
Rund 1 Prozentpunkt Abstand liegt innerhalb der Prognoseunsicherheit
- Die Linke ist nach aktuellem Modellstand leichter Favorit auf Platz eins, ein Wahlsieg der CDU bleibt jedoch vollständig realistisch.
- Die 80-Prozent-Korridore beider Parteien überlappen sich fast vollständig: 19,2 bis 24,0 Prozent für die Linke, 18,2 bis 23,0 Prozent für die CDU.
- Der Vorsprung von rund einem Prozentpunkt ist kleiner als der historische Prognosefehler kurz vor einer Berliner Wahl.
- Veränderungen von wenigen Zehntelprozentpunkten stellen keine belastbare politische Bewegung dar.
politfacts verzichtet deshalb bewusst auf Formulierungen wie „klarer Favorit“ oder „sicherer Vorsprung“. Der Wahlausgang ist weiterhin offen.
Was hat sich verändert?
Die jüngsten Umfragen zeigen inzwischen mehrfach einen Vorsprung der Linken. Die beiden aktuellsten unabhängigen Erhebungen sehen die Linke vorne – das ist mehr als ein einzelner Ausreißer.
Forschungsgruppe Wahlen / ZDF
Umfrage · 11.09.2026
- Linke23 %
- CDU21 %
- AfD17 %
- Grüne16 %
- SPD10 %
- BSW3 %
Infratest dimap / ARD
Umfrage · 10.09.2026
- Linke21 %
- CDU20 %
- AfD18 %
- Grüne16 %
- SPD12 %
- BSW4 %
Gleichzeitig ist der Vorsprung klein und nicht stabil genug, um bereits von einem klaren Wahlsieg auszugehen. Das Modell glättet den Vorsprung deshalb und kommt auf 21,6 Prozent für die Linke und 20,6 Prozent für die CDU.
SPD
Die SPD liegt in den beiden jüngsten großen Erhebungen nur noch bei 10 beziehungsweise 12 Prozent. Das Modell prognostiziert derzeit 11,2 Prozent. Die SPD bleibt damit deutlich hinter CDU, Linken, AfD und Grünen zurück. Ein Ergebnis im Bereich von 10 bis 12 Prozent ist nach aktuellem Datenstand plausibler als die noch im August gemessenen Werte um 15 Prozent.
AfD und Grüne
Beide Parteien zeigen derzeit keinen belastbaren Trend: Die AfD liegt weitgehend stabil bei rund 17 bis 18 Prozent, die Grünen bei rund 15 bis 18 Prozent. Die aktuelle Dynamik liegt vor allem im Rennen zwischen Linken und CDU sowie bei der schwachen SPD.
Was sagen die aktuellen Umfragen?
| Institut | Auftraggeber | CDU | Linke | AfD | Grüne | SPD | BSW | FDP | Sonstige |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Forschungsgruppe Wahlen | ZDF (Politbarometer Extra) | 21 % | 23 % | 17 % | 16 % | 10 % | 3 % | n. a. | 10 % |
| Infratest dimap | ARD | 20 % | 21 % | 18 % | 16 % | 12 % | 4 % | n. a. | 9 % |
| INSA | BILD | 20 % | 19 % | 18 % | 15 % | 15 % | 3 % | 3 % | 7 % |
| Civey | Tagesspiegel | 19 % | 20 % | 18 % | 15 % | 13 % | 4 % | 4 % | 7 % |
| Forsa | t-online | 18 % | 22 % | 18 % | 16 % | 12 % | 4 % | 3 % | 7 % |
INSA/BILD: Onlinebefragung von 1.000 Wahlberechtigten, Feldzeit 26. August bis 2. September 2026, veröffentlicht am 4. September 2026. Wegen der Nähe zum Wahltag erhalten die Erhebungen vom 10. und 11. September im Modell deutlich mehr Gewicht als ältere Datenpunkte.
Ein Strich bedeutet: Die Partei wurde in dieser Erhebung nicht separat ausgewiesen und ist im Sammelwert enthalten. Fehlende Werte werden nicht als null Prozent behandelt. Für mehrere Erhebungen sind Erhebungszeitraum, Stichprobengröße und exaktes Veröffentlichungsdatum nur teilweise öffentlich vollständig dokumentiert; politfacts ergänzt keine nicht belegten Angaben. Die Tabelle zeigt gemessene Umfragen – die politfacts-Prognose ist davon getrennt und weiter oben ausgewiesen.
So werden die Umfragen verarbeitet
- Das politfacts-Modell bildet keinen einfachen arithmetischen Mittelwert.
- Pro Institut wird grundsätzlich nur die jeweils aktuelle relevante Erhebung berücksichtigt.
- Neuere Umfragen werden stärker gewichtet – neun Tage vor der Wahl besonders deutlich.
- Eine einzelne Umfrage darf das Ergebnis dennoch nicht vollständig dominieren.
- Potenzialanalysen sind keine Sonntagsfrage und gehen nicht als zusätzlicher Umfragedatensatz ein.
Externer DAWUM-Wahltrend und politfacts-Prognose
| Partei | DAWUM-Wahltrend | politfacts Berlin V1.4 |
|---|---|---|
| Linke | 19,7 % | 21,6 % |
| CDU | 19,7 % | 20,6 % |
| AfD | 18,0 % | 17,7 % |
| Grüne | 16,0 % | 16,2 % |
| SPD | 12,9 % | 11,2 % |
| BSW | 3,7 % | 3,5 % |
| FDP | 3,2 % | 3,0 % |
| Sonstige | 6,8 % | 6,2 % |
Der hier ausgewiesene DAWUM-Wahltrend stammt vom Abrufstand 4. September 2026 und verarbeitet die Erhebungen vom 10. und 11. September noch nicht. Die Unterschiede zur aktuellen politfacts-Prognose spiegeln deshalb überwiegend den neueren Datenstand wider und sind kein Beleg dafür, dass eine der beiden Berechnungen das spätere Wahlergebnis exakt trifft.
Wer wird stärkste Kraft?
Die Wahrscheinlichkeit bezeichnet nicht den prognostizierten Stimmenanteil, sondern den Anteil der Simulationen, in denen eine Partei vor allen anderen Parteien liegt. Es handelt sich um Modellergebnisse, nicht um direkt gemessene Umfragewerte.
Die Linke ist nach aktuellem Modellstand leichter Favorit auf Platz eins. Ein Wahlsieg der CDU bleibt jedoch vollständig realistisch: In rund einem Drittel der Simulationen wird die CDU stärkste Kraft. Der Abstand im Prognosemedian beträgt lediglich rund einen Prozentpunkt.
- Linkeca. 61 %
- CDUca. 35 %
- AfDca. 3–4 %
- Grüneunter 1 %
- SPDunter 0,1 %
Grundlage sind 250.000 korrelierte Simulationsziehungen der V1.3-Verteilung. Die Werte stammen aus dem V1.4-Simulationslauf vom 11. September 2026. Sie beschreiben die Modellverteilung unter den festgelegten Annahmen und sind keine Aussage über einen sicheren Ausgang.
Wer schafft den Einzug?
BSW und FDP liegen in der zentralen Prognose weiterhin unter fünf Prozent. Nach aktuellem Modell ist der Einzug beider Parteien nicht ausgeschlossen, aber deutlich weniger wahrscheinlich als ein Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde. Die genannten Werte sind modellierte Wahrscheinlichkeiten und keine exakte Vorhersage.
BSW
3,5 %
Punktprognose
Wahrscheinlichkeit für mindestens fünf Prozent: ca. 4–5 %
FDP
3,0 %
Punktprognose
Wahrscheinlichkeit für mindestens fünf Prozent: ca. 1–2 %
Gerade im Bereich der Fünf-Prozent-Hürde können Mobilisierung, taktisches Wählen und kurzfristige Verschiebungen in der letzten Wahlkampfwoche einen größeren Effekt haben als bei Parteien mit deutlichem Abstand zur Sperrklausel.
Berliner Sonderregel: Eine Partei kann auch mit weniger als fünf Prozent an der Sitzverteilung teilnehmen, wenn sie mindestens ein Direktmandat gewinnt.
politfacts sagt weder, dass das BSW draußen ist, noch dass die FDP sicher scheitert. Ein Punktwert unter fünf Prozent ist keine Feststellung des Ergebnisses.
Wie funktioniert das politfacts-Prognosemodell?
Zwölf Tage vor der Wahl liefern aktuelle Landesumfragen deutlich mehr unmittelbare Information über die Wahlabsicht als mehrere Jahre alte Wahlergebnisse oder allgemeine Fundamentaldaten.
- 1
Input: aktuelle Berlin-Umfragen
Verwendet werden veröffentlichte Berliner Sonntagsfragen, der exakte zeitliche Abstand zum Wahltag, historische Berliner Prognosefehler und historische Landtagswahlen zur Kalibrierung der Unsicherheit.
- 2
Aggregation je Institut
Grundsätzlich geht nur die aktuelle relevante Erhebung je Institut ein. Das Betrachtungsfenster umfasst rund 30 Tage.
- 3
Exponentielle Zeitgewichtung
Halbwertszeit 30 Tage: Eine 30 Tage ältere Erhebung erhält die Hälfte des zeitlichen Gewichts. Tests mit 15, 21, 30 und 45 Tagen führen historisch zu sehr ähnlichen Ergebnissen; die Wahl ist kein nachträglich optimierter Parameter.
- 4
Keine starke Stichprobengewichtung
Es gibt keine lineare Gewichtung nach Stichprobengröße. Eine Erhebung mit 3.000 Befragten erhält nicht das dreifache Gewicht einer Erhebung mit 1.000 Befragten. Falls überhaupt gewichtet wird, dann nur schwach und gedeckelt.
- 5
Keine festen Berliner House-Effects
Institutsspezifische Korrekturen für Berlin werden nicht angewendet, weil sie aus wenigen Wahlzyklen nicht robust schätzbar sind.
- 6
Unsicherheit simulieren
Monte-Carlo-Simulationen mit gemeinsam modellierten, korrelierten Parteifehlern. Die Kalibrierung orientiert sich an den historischen Prognosefehlern bei vergleichbarem zeitlichen Abstand.
Welche Rolle spielen Fundamentaldaten?
Fundamentaldaten werden im Modell nicht als Prozentpunkte-Zu- oder Abschläge auf die Umfragewerte verrechnet.
Betrachtete Fundamentaldaten
- Bundestagswahl 2025 in Berlin
- frühere Abgeordnetenhauswahlen
- Senatszufriedenheit
- wirtschaftliche und soziale Indikatoren
- Demografie
- Wahlalter 16
Verwendung ausschließlich als
- Plausibilitätscheck
- Kontext und Interpretation
- gegebenenfalls Signal für zusätzliche Unsicherheit
Bleibt das Ergebnis bei anderen Zeitgewichten stabil?
Ja. Kontrollrechnungen mit Halbwertszeiten von 15, 21, 30 und 45 Tagen verändern keinen Parteiwert um mehr als rund 0,3 Prozentpunkte. Die Linke bleibt in allen Varianten leicht vorn, ohne dass der Abstand zur CDU die Unsicherheit verlässt. Die genaue Wahl einer plausiblen Halbwertszeit entscheidet daher nicht über die politische Kernaussage.
| Halbwertszeit | CDU | Linke | AfD | Grüne | SPD |
|---|---|---|---|---|---|
| 15 Tage | 20,7 % | 21,8 % | 17,6 % | 16,2 % | 11,0 % |
| 21 Tage | 20,6 % | 21,7 % | 17,7 % | 16,2 % | 11,1 % |
| 30 Tage | 20,6 % | 21,6 % | 17,7 % | 16,2 % | 11,2 % |
| 45 Tage | 20,5 % | 21,5 % | 17,8 % | 16,2 % | 11,4 % |
Die Werte dienen ausschließlich dem Sensitivitätstest. Die offizielle V1.4-Prognose bleibt die oben angegebene Punktprognose.
Keine festen Berliner House-Effects
Institutseffekte lassen sich auf Landesebene mit wenigen Wahlzyklen nur sehr unsicher schätzen. politfacts verwendet deshalb derzeit keine festen Berliner House-Effect-Korrekturen. Vier historische Berlin-Wahlen reichen nicht aus, um Aussagen wie „Institut X unterschätzt Partei Y um 0,7 Punkte“ zu belegen.
Methodik-Ausblick: Perspektivisch kann ein hierarchisches Modell über viele deutsche Landtagswahlen entwickelt werden.
Keine lineare Gewichtung nach Stichprobengröße
Die Qualität einer Erhebung hängt zusätzlich von Rekrutierung, Erhebungsmodus, Gewichtungsverfahren, der Modellierung unentschlossener Wähler und der Feldzeit ab. Wird die Stichprobengröße überhaupt berücksichtigt, dann nur schwach und gedeckelt – ihr Einfluss bleibt deutlich kleiner als der zeitliche Faktor.
Warum korrigieren wir die Prognose nicht Richtung Wahl 2023?
Tests auf früheren Berlin-Wahlen zeigen, dass ein mechanischer Rückzug der aktuellen Umfragen Richtung vorherigem Wahlergebnis die Prognose kurz vor der Wahl eher verschlechtert.
| Gewicht vorherige Wahl | MAE in Prozentpunkten |
|---|---|
| 0 %verwendet | ca. 1,75 |
| 5 % | ca. 1,78 |
| 10 % | ca. 1,80 |
| 15 % | ca. 1,83 |
| 20 % | ca. 1,87 |
| 30 % | ca. 1,97 |
Das vorherige Wahlergebnis verbessert den Punktwert kurz vor der Wahl nicht. Deshalb verwenden wir es nicht als künstlichen Stimmenanker.
| Partei | Wahl 2023 | heutiger Trend |
|---|---|---|
| CDU | 28,2 % | rund 20 % |
| Linke | 12,2 % | rund 20 % |
| AfD | 9,1 % | rund 18 % |
Ein starkes Zurückziehen Richtung 2023 würde aktuelle Informationen systematisch abschwächen.
Wie gut hätte das Modell frühere Berlin-Wahlen vorhergesagt?
Getestet wurde jeweils mit einem vergleichbaren Vorlauf von rund 17 Tagen vor dem Wahltag und ausschließlich mit damals bereits veröffentlichten Umfragen.
2011
ca. 2,76
MAE in Prozentpunkten
2016
ca. 1,36
MAE in Prozentpunkten
20211
ca. 0,97
MAE in Prozentpunkten
2023
ca. 1,90
MAE in Prozentpunkten
Gepoolt
ca. 1,73
MAE in Prozentpunkten
MAE = mittlere absolute Abweichung zwischen Prognose und tatsächlichem Wahlergebnis, gemessen in Prozentpunkten pro Partei.
Wird die später für ungültig erklärte Wahl 2021 vollständig aus dem Test entfernt, liegt der historische Fehler näher bei 2 Prozentpunkten.
1 Die Wahl 2021 wurde später für ungültig erklärt und 2023 vollständig wiederholt. Das damalige Stimmenresultat wird hier ausschließlich als historischer Messpunkt der damaligen Wählerstimmung verwendet.
Warum Prognosen größere Unsicherheiten brauchen als eine einzelne Umfrage
2011
Die Piraten wurden kurz vor der Wahl deutlich unterschätzt.
2023
Die CDU wurde selbst relativ kurz vor der Wiederholungswahl noch um mehrere Prozentpunkte unterschätzt.
Umfragen können gemeinsam in dieselbe Richtung irren. Zusätzlich können sich Wählerinnen und Wähler in den letzten Tagen vor der Wahl noch umentscheiden.
Die Prognoseintervalle dürfen deshalb nicht nur aus dem theoretischen Stichprobenfehler einer Umfrage bestehen.
Wie die Monte-Carlo-Simulation funktioniert
Für Wahrscheinlichkeiten und Unsicherheitsintervalle werden Monte-Carlo-Simulationen verwendet. Entscheidend für die Qualität der Prognose sind jedoch die Modellannahmen und die Kalibrierung der Unsicherheit – nicht die bloße Anzahl der Simulationen.
- Der aktuelle Lauf umfasst 250.000 Ziehungen. 100.000 bis 250.000 Simulationen sind technisch ausreichend.
- Parteiergebnisse werden gemeinsam modelliert, nicht als unabhängige Einzelverteilungen.
- Ein gemeinsamer Fehleranteil bildet ab, dass mehrere Institute in dieselbe Richtung irren können.
- Jede Ziehung wird anschließend auf insgesamt 100 Prozent normiert.
- Die Streuung orientiert sich an den historischen Prognosefehlern bei vergleichbarem Vorlauf von rund zwei Wochen und ist bewusst konservativ angesetzt.
Eine hohe Zahl von Simulationen ist kein Qualitätsnachweis. Sie reduziert nur das numerische Rauschen der Auswertung, nicht den inhaltlichen Modellfehler.
Wie unterscheidet sich politfacts von anderen Modellen?
Andere Prognosen dienen als Benchmark, nicht als Input in das politfacts-Modell.
| Partei | politfacts Berlin V1.4 | WahlForecast |
|---|---|---|
| Linke | 21,6 % | 19,9 % |
| CDU | 20,6 % | 19,9 % |
| AfD | 17,7 % | 17,8 % |
| Grüne | 16,2 % | 17,0 % |
| SPD | 11,2 % | 12,2 % |
| BSW | 3,5 % | 3,8 % |
| FDP | 3,0 % | 2,5 % |
Die WahlForecast-Werte stammen vom Abruf am 3. September 2026 und wurden seither von politfacts nicht erneut verifiziert. Sie werden deshalb ausdrücklich nicht als aktueller Stand bezeichnet und verarbeiten die Erhebungen vom 10. und 11. September noch nicht.
Die sichtbaren Unterschiede spiegeln überwiegend den unterschiedlichen Datenstand wider. Daraus folgt keine Bewertung: politfacts ist deshalb weder genauer, noch liegt WahlForecast falsch.
Ähnliche Ergebnisse sind kein Ziel der Modellierung. Unterschiede sind ausdrücklich zulässig. Entscheidend ist, ob die jeweilige Methode transparent und empirisch plausibel ist.
Wissenschaftlicher Benchmark: Zweitstimme.org
Zweitstimme.org verwendet für seine aktuelle Landtagsprognose unter anderem:
- ein bayesianisches Modell
- historische deutsche Landtagswahlen
- aktuelle Landesumfragen
- den exakten Abstand zum Wahltag
- historische Prognosefehler
- Posterior-Simulationen
Besonders relevant: Das Live-Modell verwendet keine direkte Korrektur durch vorheriges Wahlergebnis, Bundestrend oder Regierungsbeteiligung. Diese Faktoren fließen nicht als einfache Prozentpunkte-Offsets ein.
Die unabhängig entwickelte Methodik bestätigt den polls-first-Ansatz kurz vor einer Wahl. politfacts verwendet jedoch ein eigenes Modell und übernimmt keine Zweitstimme-Prognosewerte als Input.
Zur externen Plausibilisierung vergleichen wir unser Modell unter anderem mit dem wissenschaftlichen Prognoseprojekt zweitstimme.org. Auch dort werden aktuelle Umfragen nicht isoliert betrachtet, sondern mit historischen und strukturellen Informationen kombiniert. Je näher der Wahltag rückt, desto stärker fließen aktuelle Umfragedaten in die Prognose ein.
Die Modelle sind unabhängig voneinander entwickelt, folgen aber einem vergleichbaren Grundprinzip: aktuelle Umfragedaten werden mit zusätzlichen historischen bzw. strukturellen Informationen kombiniert und Unsicherheit wird explizit modelliert. Eine Gleichsetzung beider Methodiken findet ausdrücklich nicht statt; politfacts verwendet weder dieselben Modelle noch dieselben Gewichte.
Die Methodik bleibt grundsätzlich mit Ansätzen wie zweitstimme.org vergleichbar: aktuelle Umfragen werden mit strukturellen Faktoren kombiniert und die Unsicherheit anschließend simuliert. Ein direkter Zahlenvergleich ist derzeit nur eingeschränkt möglich, da die öffentlich abrufbaren Berlin-Daten zeitweise nicht vollständig aktualisiert beziehungsweise technisch nicht eindeutig verfügbar sind.
Methodenvergleich: WahlForecast
WahlForecast
- aktuelle Umfragen
- zeitliche Gewichtung mit rund 21 Tagen Halbwertszeit
- Institutgewichtung
- grundsätzlich jeweils die aktuelle Umfrage pro Institut
politfacts Berlin V1.4
- rund 30 Tage Halbwertszeit
- keine starken Berlin-House-Effects
- keine direkte Fundamentaldatenkorrektur
- konservativere Unsicherheitskalibrierung
Tests mit verschiedenen Halbwertszeiten zeigen bei historischen Berliner Wahlen nur geringe Unterschiede. Die genaue Wahl zwischen 21 und 30 Tagen ist daher wesentlich weniger wichtig als die robuste Fehlerkalibrierung.
Warum wir derzeit noch keine eigene Wahlkreisprognose veröffentlichen
Die Richtung der regionalen Verschiebungen ist erkennbar. Eine belastbare Vorhersage aller 78 Direktmandate benötigt jedoch ein separat validiertes Wahlkreismodell.
Was ein eigenes Wahlkreismodell künftig berücksichtigen muss
- amtliche Wahlkreisergebnisse 2023
- auf den Wahlkreiszuschnitt 2026 umgerechnete Daten
- Erst- und Zweitstimmen
- Landesswing
- Ost-/West-Strukturen
- Altersstruktur
- Migrationsstruktur
- soziale Struktur
- frühere lokale Swing-Residuen
- regional korrelierte Fehler
Keine Kandidatenboni ohne empirischen Nachweis. Das Wahlkreismodell muss vor Veröffentlichung gegen frühere Wahlen getestet werden.
Validierung des Wahlkreismodells
Bevor politfacts einzelne Direktmandate prognostiziert, müssen mindestens folgende Tests durchgeführt werden:
- Winner Accuracy
- Brier Score
- Log Loss
- Calibration Plot
- Vergleich gegen die einfache Baseline „Sieger der letzten Wahl gewinnt erneut“
- Out-of-sample-Backtest gegen 2023 mit ausschließlich damals verfügbaren Informationen
Erst wenn das Modell einen einfachen Benchmark sinnvoll schlägt, darf daraus eine offizielle politfacts-Wahlkreisprognose entstehen.
Wie groß wird das Abgeordnetenhaus?
Berlin dürfte erneut deutlich mehr als die gesetzliche Mindestgröße von 130 Abgeordneten erhalten.
- 178 Direktmandate
- 2Bezirkslisten von CDU, SPD und Linken
- 3bezirkliche Überhangmandate
- 4anschließende Ausgleichsmandate
WahlForecast simuliert aktuell einen Erwartungswert von ungefähr 164 Sitzen und ein 5/6-Intervall von ungefähr 156 bis 173 Sitzen.
Die tatsächliche Größe des Abgeordnetenhauses kann von der regulären Sitzzahl abweichen. Das Berliner Wahlsystem mit Direktmandaten, Bezirkslisten und Landeslisten kann Überhang- und Ausgleichsmandate erzeugen. Eine statische Sitzzahl ist deshalb nicht garantiert; zweitstimme.org berücksichtigt diesen Mechanismus ausdrücklich in seinen Berliner Sitzsimulationen.
Externe Wahlkreismodelle zeigen derzeit eine Größenordnung von etwa 160 bis 170 Sitzen. politfacts veröffentlicht eine eigene Sitzprojektion erst nach vollständiger Validierung des Wahlkreismodells. Dies ist ausdrücklich keine politfacts-Sitzprognose.
Was bedeutet das für mögliche Mehrheiten?
Nach dem aktuellen Kräfteverhältnis sind Zweierkoalitionen zwischen den derzeit relevanten demokratischen Parteien überwiegend nicht mehrheitsfähig. Dreierkonstellationen gewinnen daher deutlich an Bedeutung. Es geht dabei ausschließlich um rechnerische Mehrheiten.
Wenn BSW und FDP an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern, erreichen zwei Dreierkonstellationen in der Simulation sehr häufig eine parlamentarische Mehrheit:
- Linke + Grüne + SPDMehrheit in ca. 99 % der Simulationen
- CDU + Grüne + SPDMehrheit in ca. 97 % der Simulationen
Folgende Zweierkonstellationen erreichen nach aktuellem Modellstand keine belastbare Mehrheit:
- CDU + SPD
- Linke + Grüne
- CDU + Grüne
- CDU + AfD
- Solange keine validierte eigene Sitzprojektion existiert, veröffentlicht politfacts keine präzisen Sitzangaben für einzelne Koalitionen.
- Rechnerische Mehrheit ist nicht gleich politisch mögliche Koalition. Parteibeschlüsse und inhaltliche Vereinbarkeit bewertet das Modell nicht.
- politfacts spricht keine Koalitionsempfehlung aus und behauptet keine Koalitionswahrscheinlichkeit.
Vergleich mit der Wiederholungswahl 2023
| Partei | 2023 amtlich | politfacts Berlin V1.4 | Einordnung |
|---|---|---|---|
| CDU | 28,2 % | 20,6 % | gegenüber 2023 deutlich schwächer |
| SPD | 18,4 % | 11,2 % | gegenüber 2023 schwächer |
| Grüne | 18,4 % | 16,2 % | gegenüber 2023 moderat schwächer |
| Linke | 12,2 % | 21,6 % | im aktuellen Modell deutlich stärker |
| AfD | 9,1 % | 17,7 % | im aktuellen Modell deutlich stärker |
| FDP | 4,6 % | 3,0 % | gegenüber 2023 schwächer |
| BSW | n. a. | 3,5 % | 2023 nicht angetreten |
Das BSW ist nicht direkt mit einem Ergebnis der Wiederholungswahl 2023 vergleichbar. Aus dem reinen Vergleich zweier Zeitpunkte lässt sich zudem keine Ursache für die Veränderung ableiten.
Plausibilitätscheck: Passen die Strukturdaten zum Polling-Trend?
- Die Bundestagswahl 2025 zeigte in Berlin bereits eine starke Linke.
- Die CDU lag dabei unter ihrem Ergebnis der Wiederholungswahl 2023.
- Die AfD war stärker als bei der Abgeordnetenhauswahl 2023.
- Die SPD lag deutlich unter ihren historischen Berliner Landesniveaus.
- Auch Senatszufriedenheit und Themenprioritäten lassen sich als Kontext heranziehen.
Die strukturellen Daten widersprechen dem aktuellen Polling-Trend nicht. Sie werden deshalb als Plausibilitätscheck genutzt, nicht als zusätzliche Stimmenkorrektur.
Was das Modell nicht kann
- Das Modell kann kein exaktes Wahlergebnis vorhersagen.
- Es kann keine individuellen Wahlentscheidungen prognostizieren.
- Es kann keine kurzfristigen Ereignisse der letzten Wahlwoche vorwegnehmen.
- Es kann gemeinsame Fehler mehrerer Institute nicht vollständig ausschließen.
- Ohne validiertes Wahlkreismodell kann es keine einzelnen Direktmandate zuverlässig vorhersagen.
- Ohne Direktmandate kann es die endgültige Parlamentsgröße nicht exakt bestimmen.
Eine Prognose ist keine Umfrage und keine Vorhersage mit Gewissheit, sondern eine Wahrscheinlichkeitsverteilung auf Basis der aktuell verfügbaren Daten.
Kein mechanischer Übertrag aus Sachsen-Anhalt
Das Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt kann den Berliner Wahlkampf politisch beeinflussen. Seine konkrete Wirkung auf Berliner Wahlentscheidungen ist derzeit jedoch nicht gemessen. Das Modell überträgt deshalb keine Stimmenverschiebung aus Sachsen-Anhalt mechanisch auf Berlin. Ein möglicher Effekt kann erst durch danach erhobene Berlin-Umfragen belastbar berücksichtigt werden.
Versionshistorie
Berlin V1.4 · 11. September 2026
- Politbarometer Extra Berlin (Forschungsgruppe Wahlen/ZDF) vom 11. September 2026 aufgenommen
- Infratest-dimap-Erhebung für die ARD vom 10. September 2026 aufgenommen; ersetzt den BerlinTREND vom 2. September
- Punktprognose und 80-Prozent-Korridore neu berechnet
- Wahrscheinlichkeiten für Platz eins neu ausgewiesen (Linke ca. 61 %, CDU ca. 35 %)
- Einzugswahrscheinlichkeiten für BSW und FDP aktualisiert
- Abschnitt „Was hat sich verändert?“ mit Einordnung von SPD, AfD und Grünen ergänzt
- rechnerische Mehrheitsszenarien aus der Simulation ergänzt
- Vergleich mit zweitstimme.org vorsichtiger formuliert, kein direkter Zahlenvergleich
- keine Änderung der Modellmethodik – stärkere Gewichtung sehr aktueller Umfragen wegen Nähe zum Wahltag
Berlin V1.3 · 10. September 2026
- Modell erneut validiert; jüngste berücksichtigte Umfrage: INSA vom 4. September 2026
- keine neue Berlin-Umfrage verfügbar – keine unbestätigten Werte vom 10. September übernommen
- Punktprognose und 80-Prozent-Intervalle bestätigt bzw. um höchstens 0,1 Punkte angepasst
- Wahrscheinlichkeiten für Platz eins neu ausgewiesen
- Einzugswahrscheinlichkeiten für BSW und FDP aktualisiert
- Stabilitätsprüfung mit drei unabhängigen Simulationsläufen
- methodischer Abgleich mit zweitstimme.org ergänzt
- Hinweis zum Berliner Wahlrecht und zur variablen Parlamentsgröße ergänzt
- keine Änderung der Modellmethodik
Berlin V1.2 · 8. September 2026
- neue INSA/BILD-Erhebung vom 4. September aufgenommen
- vorherige INSA-Welle vom 14. August ersetzt
- Punktprognose und Simulation neu berechnet
- Sensitivität mit Halbwertszeiten von 15 bis 45 Tagen geprüft
- externe Plausibilisierung mit dem DAWUM-Wahltrend aktualisiert
- keine Änderung der Modellmethodik
- kein spekulativer Sachsen-Anhalt- oder Momentum-Faktor
Berlin V1.1 · 03.09.2026
- polls-first-Ansatz konsequent umgesetzt
- historische Wahl 2023 nicht mehr als Stimmenanker
- keine festen Berliner House Effects
- Backtest konservativer neu gerechnet
- historische Unsicherheit neu kalibriert
- Wahlkreisprognose vorerst zurückgenommen
- eigene Projektion von 167 Sitzen vorerst zurückgenommen
- externe Modelle nur noch als Benchmark
- Methodik zu Monte-Carlo-Simulationen präzisiert
Berlin V1.0 · vor dem 03.09.2026
- erste interne Modellfassung
- vollständig ersetzt durch Berlin V1.1
Quellen
Amtliche Quellen
- Landeswahlleiterin für Berlin – Wahlen zum Abgeordnetenhaus
- Amt für Statistik Berlin-Brandenburg – Wahlergebnisse und Strukturdaten
- Landeswahlgesetz Berlin und Wahlkreiseinteilung 2026
- Amtliche Ergebnisse Abgeordnetenhauswahlen 2011, 2016, 2021 und Wiederholungswahl 2023
- Bundeswahlleiterin – Bundestagswahl 2025, Ergebnisse für Berlin
Umfragen
- Forschungsgruppe Wahlen / ZDF – Politbarometer Extra Berlin, veröffentlicht 11. September 2026
- Infratest dimap / ARD – Berlin-Umfrage, veröffentlicht 10. September 2026
- rbb / Infratest dimap – BerlinTREND, veröffentlicht 2. September 2026
- Tagesspiegel / Civey – Berlin-Umfrage, veröffentlicht 31. August 2026
- Forsa / t-online – Berlin-Umfrage, veröffentlicht 22. August 2026
- INSA / BILD – Berlin-Umfrage vom 4. September 2026
- Wahlrecht.de – Umfragereihe Berlin
- DAWUM – Umfragen zur Abgeordnetenhauswahl Berlin
Modell-Benchmarks
- zweitstimme.org
- Zweitstimme – Methodik Landtagsprognosen
- zweitstimme.org – FAQ und Methodik
- Zweitstimme – Methodik Wahlkreisprognosen
- WahlForecast – Berlin
- WahlForecast – Methodik
Für einzelne Erhebungen und Modellstände liegt politfacts keine dauerhaft stabile Direktverlinkung vor. Diese Quellen werden benannt, aber bewusst nicht mit einer erfundenen URL versehen. Jede konkrete Zahl dieser Seite ist auf eine der genannten Quellen zurückführbar.
Was sagt das Modell aktuell?
Neun Tage vor der Abgeordnetenhauswahl zeichnet sich ein knappes Rennen um Platz eins ab. Das politfacts-Modell sieht die Linke bei 21,6 Prozent und die CDU bei 20,6 Prozent. Der Abstand von rund einem Prozentpunkt liegt innerhalb der Unsicherheit: Die Linke ist leichter Favorit, ein CDU-Wahlsieg bleibt vollständig realistisch. Die AfD folgt mit 17,7 Prozent, die Grünen mit 16,2 Prozent. Die SPD liegt mit 11,2 Prozent deutlich dahinter. BSW und FDP bleiben in der zentralen Prognose unter fünf Prozent.
Die beiden neu berücksichtigten Erhebungen verschieben das Bild, verändern aber nicht die Kernaussage: Der Wahlausgang ist weiterhin offen. Prognosen sind keine Wahlergebnisse.
politfacts-Prognose · Berlin V1.4 · Stand 11. September 2026
Die Prognose wird bei neuen belastbaren Umfragen erneut aktualisiert. Ein weiterer wichtiger Datenpunkt wird das für den 17. September angekündigte Politbarometer Extra von Forschungsgruppe Wahlen/ZDF sein.
politfacts-Prognose · Berlin V1.4 · Stand 11. September 2026 – neu berücksichtigt: Forschungsgruppe Wahlen/ZDF vom 11. September und Infratest dimap/ARD vom 10. September 2026