Wahlprognose
Wahlprognose Mecklenburg-Vorpommern 2026
politfacts-Prognosemodell · Modellstand 11. September 2026 · V2.1
Keine Umfrage – statistische Prognose
Die AfD bleibt im politfacts-Prognosemodell mit 36,6 Prozent klare Favoritin auf Platz eins, doch die SPD hat den Abstand in den letzten Wochen erheblich reduziert und liegt aktuell bei 32,4 Prozent. Der modellierte Abstand beträgt damit noch rund vier Prozentpunkte. Besonders auffällig ist die Dynamik der SPD: Mehrere aktuelle Institute messen inzwischen 33 bis 34 Prozent – noch im Sommer lagen zahlreiche Erhebungen bei 27 bis 29 Prozent. Ob Grüne und BSW die Fünfprozenthürde überspringen, bleibt ein zentraler Unsicherheitsfaktor.
- 36,6 %
- Prognosewert AfD
- 32,4 %
- Prognosewert SPD
- ca. 92 %
- Modellwahrscheinlichkeit: AfD stärkste Kraft
Modellwerte sind keine Umfrage und keine sichere Vorhersage. Wahrscheinlichkeiten stammen aus den politfacts-Modellsimulationen und sind keine Umfragewahrscheinlichkeiten.
Das Wichtigste in Kürze
- Die AfD führt mit 36,6 Prozent vor der SPD mit 32,4 Prozent – der modellierte Abstand beträgt rund vier Prozentpunkte.
- Die SPD hat den Abstand erheblich reduziert: Mehrere aktuelle Institute messen 33 bis 34 Prozent, im Sommer lagen viele Erhebungen noch bei 27 bis 29 Prozent.
- Die CDU liegt in den jüngsten Erhebungen nur noch bei 6 bis 7 Prozent – 2021 erreichte sie noch 13,3 Prozent.
- Grüne (5,2 Prozent) und BSW (4,2 Prozent) liegen rund um die Sperrklausel. Beide Einzüge sind offen.
- Rechnerische Mehrheiten sind keine Koalitionsprognosen: Das Modell bewertet keine politische Bereitschaft zur Zusammenarbeit.
Kurz erklärt
Was hat sich verändert?
Vier neue Erhebungen vom 10. und 11. September sind in das Modell eingeflossen. Die AfD bleibt klare Favoritin auf Platz 1, doch die SPD hat den Abstand weiter verkleinert. Die Entwicklung darf nicht als sicherer Trend bis zum Wahltag extrapoliert werden – einzelne Umfragen besitzen erhebliche statistische Unsicherheit.
- SPD weiter stärker: 32,0 → 32,4 Prozent
- Linke etwas stärker: 10,1 → 10,5 Prozent
- CDU weiter schwächer: 7,7 → 7,2 Prozent
- AfD leicht schwächer: 36,8 → 36,6 Prozent
Prognose der Zweitstimmen
politfacts-Prognosemodell · Modellstand 11. September 2026 · V2.1
Keine Umfrage – statistische Prognose
Balken: Prognosewert · Fehlerbalken: 80-%-Prognosekorridor. Die gestrichelte Linie markiert die Fünfprozenthürde.
| Partei | Prognose | 80-%-Korridor | 5-%-Hürde |
|---|---|---|---|
| AfD | 36,6 % | 34,4–38,9 % | sicher über 5 % |
| SPD | 32,4 % | 30,1–34,7 % | sicher über 5 % |
| Linke | 10,5 % | 8,9–12,1 % | sicher über 5 % |
| CDU | 7,2 % | 5,8–8,5 % | über 5 %, Abstand zur Hürde kleiner geworden |
| Grüne | 5,2 % | 4,1–6,3 % | offen (ca. 59 % Einzugswahrscheinlichkeit) |
| BSW | 4,2 % | 3,0–5,3 % | unter 5 %, Einzug möglich (ca. 17 %) |
| Sonstige | 3,9 % | kein separater Korridor | – |
Die Prognosewerte ergeben in der Summe 100,0 Prozent und werden mit einer Nachkommastelle dargestellt. Die FDP wird in diesem Modellstand nicht mehr separat ausgewiesen; ihr modellierter Anteil fließt in den Sammelwert der Sonstigen ein. Der 80-%-Korridor umfasst die mittleren 80 Prozent der simulierten Ergebnisse und ist kein Konfidenzintervall einer einzelnen Umfrage. Für den Sammelwert der Sonstigen weist das Modell keinen separaten Korridor aus. Bei Grünen und BSW verläuft die Fünfprozenthürde mitten durch den Korridor: Beide Einzüge sind damit erheblich unsicher.
Veränderung zum letzten Modellstand
Vergleich der politfacts-Prognose vom 11.09.2026 (V2.1) mit dem Modellstand vom 10.09.2026 (V2.0).
| Partei | bisher | neu | Veränderung |
|---|---|---|---|
| AfD | 36,8 % | 36,6 % | −0,2 |
| SPD | 32,0 % | 32,4 % | +0,4deutliche Zunahme |
| Linke | 10,1 % | 10,5 % | +0,4 |
| CDU | 7,7 % | 7,2 % | −0,5deutlicher Rückgang |
| Grüne | 5,0 % | 5,2 % | +0,2 |
| BSW | 4,1 % | 4,2 % | +0,1 |
Verglichen wird der aktuelle Modellstand vom 11.09.2026 mit dem vorherigen Modellstand vom 10.09.2026. Veränderungen sind Modellbewegungen, keine gemessenen Wählerwanderungen. Die FDP wird in diesem Modellstand nicht mehr separat ausgewiesen und fließt in den Sammelwert der Sonstigen ein.
Das Rennen wird enger – aber nicht ausgeglichen
- Die Forschungsgruppe Wahlen vom 11. September (ZDF) sieht die AfD bei 37 und die SPD bei 34 Prozent.
- Infratest dimap vom 10. September (ARD) sieht die AfD bei 38 und die SPD bei 33 Prozent.
- INSA vom 10. September (Nordkurier) kommt auf 36 Prozent für die AfD und 33 Prozent für die SPD.
- pollytix vom 10. September (Campact) misst 36 Prozent für die AfD und 30 Prozent für die SPD.
- Mehrere aktuelle Institute messen die SPD inzwischen bei 33 bis 34 Prozent. Noch im Sommer lagen zahlreiche Erhebungen bei 27 bis 29 Prozent.
- Die Entwicklung darf nicht als sicherer Trend bis zum Wahltag extrapoliert werden: Einzelne Umfragen besitzen erhebliche statistische Unsicherheit. Das Modell gewichtet deshalb nicht ausschließlich die neueste Umfrage, sondern verbindet die veröffentlichten Erhebungen zeitgewichtet.
Fünf aktuelle Umfragen – AfD und SPD im Vergleich
| Institut | Datum | AfD | SPD |
|---|---|---|---|
| Forschungsgruppe Wahlen | 11.09. | 37 % | 34 % |
| Infratest dimap | 10.09. | 38 % | 33 % |
| INSA | 10.09. | 36 % | 33 % |
| pollytix | 10.09. | 36 % | 30 % |
| Infratest dimap | 03.09. | 35 % | 32 % |
| Forsa | 02.09. | 37 % | 28 % |
politfacts behauptet ausdrücklich nicht, dass eines der Institute falsch liegt. Unterschiedliche Erhebungsverfahren und Gewichtungen führen regelmäßig zu abweichenden Werten. Umfragen sind Momentaufnahmen einzelner Institute, die Prognose ist ein Modellergebnis.
Wer wird stärkste Kraft?
Die AfD bleibt mit ca. 92 Prozent Wahrscheinlichkeit Favoritin auf Platz 1. Ein SPD-Wahlsieg ist weiterhin möglich, aber deutlich weniger wahrscheinlich.
- AfD
- ca. 92 %
- SPD
- ca. 8 %
Diese Wahrscheinlichkeit stammt aus den politfacts-Modellsimulationen und ist keine Umfragewahrscheinlichkeit. Die Werte werden bewusst gerundet ausgewiesen, um keine Scheingenauigkeit zu erzeugen.
Wie wird die Wahl in Sachsen-Anhalt berücksichtigt?
Die jüngste Infratest-dimap-Erhebung bildet mögliche kurzfristige politische Reaktionen auf die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bereits teilweise ab. Deshalb wird im politfacts-Modell kein zusätzlicher pauschaler „Sachsen-Anhalt-Bonus“ oder -Malus vergeben. Dies würde denselben Effekt möglicherweise doppelt berücksichtigen.
Die Veränderung wurde in einer nach der Wahl erhobenen Befragung gemessen; daraus lässt sich noch kein eindeutiger kausaler Effekt ableiten.
Das Rennen wird enger – aber nicht ausgeglichen
Die AfD bleibt klare Favoritin auf Platz 1, doch die SPD hat den Abstand in den letzten Wochen erheblich reduziert. Unsere Modellprognose sieht die AfD aktuell bei 36,6 Prozent und die SPD bei 32,4 Prozent. Damit beträgt der modellierte Abstand noch rund vier Prozentpunkte.
Besonders auffällig ist die Dynamik der SPD: Mehrere aktuelle Institute messen inzwischen 33 bis 34 Prozent. Noch im Sommer lagen zahlreiche Erhebungen bei 27 bis 29 Prozent. Diese Entwicklung darf aber nicht als sicherer Trend bis zum Wahltag extrapoliert werden – einzelne Umfragen besitzen erhebliche statistische Unsicherheit.
Auffällig ist zudem die Schwäche der CDU: Sie liegt in den jüngsten Erhebungen nur noch bei 6 bis 7 Prozent. Bei der Landtagswahl 2021 erreichte die CDU noch 13,3 Prozent. Ein Ergebnis im derzeitigen Umfragebereich würde damit einen massiven historischen Einbruch bedeuten. Dass die CDU an der Fünf-Prozent-Hürde scheitert, lässt sich daraus jedoch nicht ableiten.
Der Wahlkampf entwickelt sich damit zunehmend zu einer Konkurrenz zwischen AfD und SPD um Platz eins, während die kleineren Parteien um politische Relevanz und teilweise um den Wiedereinzug in den Landtag kämpfen.
Die 5-%-Hürde wird entscheidend
Ob Grüne und BSW den Sprung in den Landtag schaffen, ist im aktuellen Modellstand offen. Die Prognosekorridore beider Parteien reichen über und unter die Fünfprozentmarke.
Grüne
5,2 %
Einzug offen – P(Einzug ≥ 5 %) ca. 59 %
Die Grünen liegen mit 5,2 Prozent knapp über der Sperrklausel. Ihr Landtagseinzug ist damit keineswegs gesichert: In den Simulationen überspringen sie die Hürde nur in rund 59 von 100 Fällen.
BSW
4,2 %
unter 5 % – P(Einzug ≥ 5 %) ca. 17 %
Das BSW liegt mit 4,2 Prozent unter fünf Prozent. Ein Einzug ist möglich, aber deutlich weniger wahrscheinlich: In den Simulationen gelingt er nur in rund 17 von 100 Fällen.
CDU
7,2 %
über 5 %, historisch sehr niedrig
Die CDU liegt in den jüngsten Erhebungen nur noch bei 6 bis 7 Prozent. 2021 erreichte sie noch 13,3 Prozent – ein Ergebnis im derzeitigen Bereich wäre ein massiver historischer Einbruch. Ein Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde ist daraus jedoch nicht ableitbar.
FDP
nicht separat ausgewiesen
Einzug unwahrscheinlich
Die FDP wird in diesem Modellstand nicht mehr separat ausgewiesen, sondern fließt in den Sammelwert der Sonstigen ein. Ein Einzug ist derzeit unwahrscheinlich.
Die Frage, welche Parteien die Fünf-Prozent-Hürde überwinden, kann die Mehrheitsverhältnisse im Landtag erheblich stärker verändern als Verschiebungen von ein oder zwei Prozentpunkten zwischen AfD und SPD. Eine feste Sitzverteilung lässt sich daraus nicht ableiten, da zusätzlich Direktmandate, Überhang- und Ausgleichsmandate berücksichtigt werden müssen. Die angegebenen Wahrscheinlichkeiten stammen aus den politfacts-Modellsimulationen und sind keine Umfragewerte.
Wie wahrscheinlich ist eine absolute AfD-Sitzmehrheit?
praktisch ausgeschlossen
Modelliertes Risiko einer absoluten AfD-Sitzmehrheit
Nach dem aktuellen Modellstand erreicht die AfD in den Simulationen praktisch nie mindestens 36 von 71 Sitzen. Auch am oberen Rand des Prognosekorridors reicht der Stimmenanteil dafür nicht aus, solange mehrere andere Parteien im Landtag vertreten sind.
Das Sitzmodell verwendet 71 Basissitze, die landesweite Fünfprozenthürde und Hare/Niemeyer. Die 36 Direktwahlkreise sowie mögliche Überhang- und Ausgleichsmandate sind in dieser landesweiten Hauptsimulation noch nicht vollständig wahlkreisscharf abgebildet. Die Kennzahl ist deshalb ein Risikoindikator.
Eine absolute Sitzmehrheit ist nicht gleichbedeutend mit mehr als 50 Prozent der Stimmen. Beide Größen können deutlich auseinanderfallen.
Sitzverteilung hängt an der Fünfprozenthürde
Alle vier Szenarien sind eine abgeleitete Näherung aus den Prognosewerten vom 10.09.2026 und ausdrücklich keine eigenen Simulationsmediane. Mögliche Direktmandate und die endgültige Größe des Landtags können abweichen.
Szenario A – nur AfD, SPD, Linke und CDU über fünf Prozent
Abgeleitete Näherung aus den Prognosewerten
- Linke8 Sitze
- SPD26 Sitze
- CDU7 Sitze
- AfD30 Sitze
Summe: 71 Sitze · Mehrheit ab 36 Sitzen
Szenario B – zusätzlich Grüne im Landtag
Abgeleitete Näherung aus den Prognosewerten
- Linke8 Sitze
- Grüne4 Sitze
- SPD25 Sitze
- CDU6 Sitze
- AfD28 Sitze
Summe: 71 Sitze · Mehrheit ab 36 Sitzen
Szenario C – zusätzlich BSW, Grüne scheitern
Abgeleitete Näherung aus den Prognosewerten
- Linke8 Sitze
- SPD25 Sitze
- BSW3 Sitze
- CDU6 Sitze
- AfD29 Sitze
Summe: 71 Sitze · Mehrheit ab 36 Sitzen
Szenario D – Grüne und BSW im Landtag
Abgeleitete Näherung aus den Prognosewerten
- Linke7 Sitze
- Grüne4 Sitze
- SPD24 Sitze
- BSW3 Sitze
- CDU6 Sitze
- AfD27 Sitze
Summe: 71 Sitze · Mehrheit ab 36 Sitzen
Welche Mehrheiten wären rechnerisch möglich?
| Kombination | Wahrscheinlichkeit für ≥36 Sitze |
|---|---|
| SPD + Linke + CDU | ca. 95 % |
| SPD + Linke + Grüne | ca. 50 % |
| SPD + CDU + Grüne | ca. 15–20 % |
| SPD + Linke | ca. 10–15 % |
| SPD + CDU | sehr gering |
| AfD + BSW | sehr gering |
| AfD allein | praktisch ausgeschlossen |
Das sind keine Koalitionsprognosen. Die Werte zeigen ausschließlich, wie häufig eine Kombination in den Simulationen rechnerisch eine Mehrheit der Sitze erreicht. Eine politische Bereitschaft zur Zusammenarbeit wird damit ausdrücklich nicht unterstellt.
politfacts nennt an dieser Stelle bewusst keine aktuellen Koalitionsaussagen der Parteien, weil diese vor der Veröffentlichung nicht erneut vollständig an belastbaren Primärquellen geprüft werden konnten. Keine der Kombinationen ist eine Empfehlung. Die Balken sind eine Größenordnung, keine exakte Punktwahrscheinlichkeit.
Externer Plausibilitätscheck: zweitstimme.org
zweitstimme.org ist ein gemeinsames wissenschaftliches Projekt von Universität Mannheim/MZES, Hertie School und Universität Witten/Herdecke.
Das Modell kombiniert ebenfalls Umfragen mit einem eigenen Fundamentalmodell. Würde politfacts diese Prognose zusätzlich stark gewichten und zugleich die zugrunde liegenden Einzelumfragen verwenden, könnten dieselben Daten doppelt berücksichtigt werden.
Zweitstimme.org dient politfacts daher vor allem als externer Plausibilitätscheck und nicht als zusätzlicher Poll.
Die öffentlich verfügbare Prognose von zweitstimme.org für Mecklenburg-Vorpommern trägt derzeit den Stand 22. August 2026; die letzte dort berücksichtigte Umfrage stammt vom 12. August 2026. Sie verarbeitet die jüngsten September-Umfragen noch nicht. Ein unmittelbarer Vergleich der Punktwerte wäre deshalb nicht aussagekräftig und wird hier nicht als aktueller Modellvergleich dargestellt.
Zweitstimme.org hat nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt selbst auf mögliche Umfragefehler und die Bedeutung taktischen Wählens rund um die Fünf-Prozent-Hürde hingewiesen. Diese Hinweise fließen in die Unsicherheitsannahmen des politfacts-Modells ein, nicht aber als Zahlenwerte.
| Partei | politfacts V2.1 | zweitstimme.org |
|---|---|---|
| AfD | 36,6 % | 35* % |
| SPD | 32,4 % | 29* % |
| Linke | 10,5 % | 11* % |
| CDU | 7,2 % | 10* % |
| Grüne | 5,2 % | 5* % |
| BSW | 4,2 % | 4* % |
| FDP | – % | 3* % |
| Sonstige | 3,9 % | 3* % |
Szenarien von zweitstimme.org zum Abrufzeitpunkt
- 75 %*
- AfD stärkste Kraft
- 97 %*
- Mehrheit ohne AfD
- 94 %*
- Mehrheit ohne AfD und BSW
- 55 %*
- Grüne über fünf Prozent
politfacts behauptet nicht, dass eines der beiden Modelle überlegen ist. Der Vergleich dient der Einordnung, nicht der Berechnung. Wegen des älteren Datenstands von zweitstimme.org wird derzeit kein direkter Zahlenvergleich gezeigt.
Neue Umfragen im Modell
Grundlage der aktuellen Analyse sind die veröffentlichten MV-Sonntagsfragen des Jahres 2026.
| Veröffentlichung | Institut | Auftraggeber | n | CDU | SPD | Grüne | FDP | Linke | AfD | BSW | Sonstige |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 11.09.neu | Forschungsgruppe Wahlen | ZDF (Politbarometer MV) | n. a. | 7 % | 34 % | 5 % | n. a. | 10 % | 37 % | 4 % | n. a. |
| 10.09.neu | Infratest dimap | ARD | n. a. | 7 % | 33 % | 5 % | n. a. | 9 % | 38 % | 4 % | n. a. |
| 10.09.neu | INSA | Nordkurier | n. a. | 7 % | 33 % | 5 % | n. a. | 11 % | 36 % | 4 % | n. a. |
| 10.09.neu | pollytix | Campact | n. a. | 6 % | 30 % | 6 % | 2 % | 12 % | 36 % | 5 % | n. a. |
| 03.09. | Infratest dimap | NDR | 1.215 | 8 % | 32 % | 5 % | n. a. | 11 % | 35 % | 4 % | 5 % |
| 02.09. | Forsa | Ostsee-Zeitung | 1.047 | 10 % | 28 % | 5 % | n. a. | 11 % | 37 % | 4 % | 5 % |
| 13.08. | INSA | Nordkurier | 1.000 | 10 % | 29 % | 5 % | 3 % | 11 % | 36 % | 4 % | 2 % |
| 09.07. | Infratest dimap | NDR | 1.167 | 9 % | 29 % | 5 % | n. a. | 12 % | 36 % | 4 % | 5 % |
| 22.06. | INSA | Nordkurier | 1.000 | 10 % | 28 % | 4 % | 3 % | 11 % | 35 % | 6 % | 3 % |
| 13.05. | Infratest dimap | NDR | 1.153 | 10 % | 27 % | 4 % | n. a. | 13 % | 36 % | 5 % | 5 % |
| 17.03. | INSA | Nordkurier | 1.000 | 12 % | 26 % | 5 % | 3 % | 10 % | 34 % | 5 % | 5 % |
| 19.02. | Forsa | Ostsee-Zeitung | 1.003 | 13 % | 23 % | 4 % | 2 % | 11 % | 37 % | 5 % | 5 % |
| 27.01. | Infratest dimap | NDR | 1.145 | 13 % | 25 % | 4 % | n. a. | 12 % | 35 % | 6 % | 5 % |
„n. a.“ steht für nicht separat ausgewiesen. Ein Strich beziehungsweise „n. a.“ bedeutet: Der Wert wurde in dieser Erhebung nicht separat ausgewiesen oder lag politfacts bei Redaktionsschluss nicht aus einer belastbaren Quelle vor. Fehlende Werte werden im Modell nicht als null Prozent behandelt. Die vier Erhebungen vom 10. und 11.09.2026 sind im Modell besonders relevant, weil sie am kürzesten zurückliegen.
So funktioniert das Modell
- 1
Landesumfragen sammeln
Verwendet werden veröffentlichte MV-Sonntagsfragen der vergangenen Monate. Aktuelle Analysebasis sind dreizehn Erhebungen aus 2026, die Langzeitreihe umfasst zusätzlich Erhebungen seit 2024.
- 2
Zeit gewichten
Das im Backtest ausgewählte Modell verwendet eine Halbwertszeit von 14 Tagen. Eine 14 Tage ältere Erhebung erhält damit die Hälfte des zeitlichen Gewichts. Zusätzlich fließen Stichprobengröße und Institutseffekte ein.
- 3
Historische und strukturelle Informationen einbinden
Frühere Landtagswahlergebnisse, längerfristige politische Trends sowie Fundamental- und Strukturinformationen stabilisieren die Prognose. Je näher der Wahltag rückt, desto stärker dominieren aktuelle Umfragen das Modell. Historische und strukturelle Faktoren wirken weiterhin stabilisierend, ihr relatives Gewicht nimmt jedoch ab.
- 4
Keine freien Zusatzboni
Regierungszufriedenheit, Kandidatenpräferenz, Wirtschaftsdaten, Bundeswerte, taktische Aufrufe und Medienereignisse werden beobachtet, verändern die Prognosewerte aber nicht ohne chronologisch nachgewiesenen Zusatznutzen. Auch für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wird kein pauschaler Zu- oder Abschlag vergeben.
- 5
Unsicherheit simulieren
1.000.000 Monte-Carlo-Wahlverläufe. Historische Umfragefehler bilden die Untergrenze; ein zusätzlicher gemeinsamer SPD-AfD-Kontrastschock bildet die aktuell beobachtete Unsicherheit im Rennen um Platz eins ab. Dieser verändert die Streuung, nicht den Punktwert.
- 6
Keine reine Mittelwertbildung
Das Modell bildet weder den einfachen Durchschnitt aller Umfragen noch übernimmt es den jüngsten Poll isoliert. Die Modellvariante wurde in Backtests früherer Landtagswahlen ausgewählt.
- 7
Sitze berechnen
Je Simulation werden Parteien unter fünf Prozent ausgeschlossen und 71 Basissitze nach Hare/Niemeyer verteilt.
Taktisches Wählen
Taktisches Wahlverhalten rund um die Fünf-Prozent-Hürde wird probabilistisch berücksichtigt: Es erhöht die Unsicherheit der Einzugswahrscheinlichkeiten, verändert aber keine Punktwerte. Konkrete taktische Wahlaufrufe fließen nicht als fester Bonus ein.
Eine Prognose ist keine Vorhersage eines sicheren Wahlergebnisses. Sie beschreibt auf Grundlage der verfügbaren Daten die derzeit plausibelsten Wahlausgänge und deren Unsicherheit.
Wie wurde das Modell geprüft?
- 5
- historische Landtagswahlen: 2002, 2006, 2011, 2016, 2021
- 8
- vorab definierte Modellvarianten
- 40
- historische Modellläufe
- 5
- Leave-one-election-out-Prüfungen
- 1,44 Prozentpunkte
- MAE der ausgewählten Variante
- 1,83 Prozentpunkte
- RMSE
- 1,46 Prozentpunkte
- MAE bei Leave-one-election-out-Modellwahl
| Variante | MAE | RMSE |
|---|---|---|
| Neueste Umfrage | 1,62 | 2,03 |
| Einfacher Mittelwert | 1,45 | 1,85 |
| Zeitgewichtet, 14 Tageausgewählt | 1,44 | 1,83 |
| Zeitgewichtet, 30 Tage | 1,45 | 1,84 |
| Zeitgewichtet, 60 Tage | 1,45 | 1,84 |
| Institutsausgewogen, 14 Tage | 1,45 | 1,80 |
| Institutsausgewogen, 30 Tage | 1,45 | 1,81 |
| Institutsausgewogen, 60 Tage | 1,46 | 1,81 |
Für jede Testwahl wurden ausschließlich Umfragen verwendet, die vor dem damaligen Wahltag veröffentlicht waren. Die bekannte Wahl wurde nicht als Eingabe benutzt. Im Leave-one-election-out-Test wurde die Modellvariante jeweils nur anhand der vier anderen Wahlen ausgewählt und anschließend an der zurückgehaltenen Wahl geprüft.
Fünf MV-Wahlen sind eine kleine Stichprobe. Die Backtests prüfen insbesondere die Schlussphasenprognose, rechtfertigen aber keine beliebig komplexen Kandidaten-, Wirtschafts- oder Taktikkoeffizienten. Die Unsicherheitskalibrierung wird deshalb konservativer angesetzt als der reine lokale MAE.
Historische Wahlergebnisse
| Landtagswahl | CDU | SPD | Grüne | FDP | Linke | AfD | NPD | Sonstige |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2011 | 23,0 % | 35,6 % | 8,7 % | 2,8 % | 18,4 % | n. a. | 6,0 % | 5,6 % |
| 2016 | 19,0 % | 30,6 % | 4,8 % | 3,0 % | 13,2 % | 20,8 % | 3,0 % | 5,6 % |
| 2021 | 13,3 % | 39,6 % | 6,3 % | 5,8 % | 9,9 % | 16,7 % | 0,8 % | 7,6 % |
Strukturanker aus anderen Wahlen
Europawahl 2024
- CDU21,5 %
- SPD10,3 %
- Grüne4,8 %
- FDP2,6 %
- Linke4,9 %
- AfD28,3 %
- BSW16,4 %
- Sonstige10,2 %
Bundestagswahl 2025
- CDU17,8 %
- SPD12,4 %
- Grüne5,4 %
- FDP3,2 %
- Linke12,0 %
- AfD35,0 %
- BSW10,6 %
- Sonstige3,6 %
Europawahl und Bundestagswahl folgen anderen Wahlarten, anderen Beteiligungsmustern und anderem Personalangebot. Sie sind nicht direkt auf die Landtagswahl übertragbar. Insbesondere ist die Landesstärke der SPD nicht aus dem Bundestagswahlergebnis ableitbar.
Grenzen der Prognose
- Umfragen enthalten Stichproben-, Gewichtungs- und Messfehler.
- Bis zum 20. September können sich Wahlentscheidungen verändern.
- Die parallelen Schlussumfragen weisen bei der SPD eine erhebliche Institutsspanne auf.
- BSW besitzt nur eine kurze Wahlhistorie.
- Bei nicht separat ausgewiesener FDP muss deren Anteil innerhalb des Sammelwerts modelliert werden.
- Das landesweite Sitzmodell bildet Direktmandate, Überhang- und Ausgleichsmandate noch nicht vollständig wahlkreisscharf ab.
- Fünf lokale Backtestwahlen sind keine große Trainingsstichprobe.
- Kandidaten- und Amtsinhabereffekte werden nicht als frei geschätzter Bonus addiert.
- Das Modell gibt keine Wahlempfehlung.
Änderungslog
11.09.2026 – V2.1
- vier neue Erhebungen berücksichtigt (Forschungsgruppe Wahlen/ZDF, Infratest dimap/ARD, INSA/Nordkurier, pollytix/Campact)
- SPD-Prognose weiter angehoben, CDU-Prognose weiter reduziert
- Prognosekorridore neu berechnet
- Wahrscheinlichkeiten für Platz eins aktualisiert (AfD ca. 92 %, SPD ca. 8 %)
- Einzugswahrscheinlichkeiten für Grüne (ca. 59 %) und BSW (ca. 17 %) ausgewiesen
- FDP nicht mehr separat ausgewiesen, fließt in die Sonstigen ein
- zweitstimme.org-Hinweis aktualisiert: kein direkter Zahlenvergleich wegen älteren Datenstands
- keine Änderung der Modellmethodik
10.09.2026 – V2.0
- zwei neue Umfragen berücksichtigt
- SPD-Prognose deutlich angehoben
- CDU-Prognose reduziert
- AfD leicht angehoben
- Prognosekorridore neu berechnet
- Mehrheitswahrscheinlichkeiten aktualisiert
- Bedeutung der 5-%-Hürde stärker berücksichtigt
03.09.2026 – MV 1.0
- Erstveröffentlichung des Prognosemodells zur Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026
Quellen
- Wahlrecht.de – vollständige Umfragereihe Mecklenburg-Vorpommern
- DAWUM – Umfragen zur Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern
- Infratest dimap – Wahl- und Politikforschung
- INSA Consulere – Meinungsforschungsinstitut
- Forschungsgruppe Wahlen – ZDF-Politbarometer Mecklenburg-Vorpommern, 11.09.2026
- pollytix – strategische Meinungsforschung
- Campact
- Forsa – Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen
- NDR/Tagesschau – MV-Trend vom 03.09.2026
- Landeswahlleiter Mecklenburg-Vorpommern – Landtagswahl 2026
- zweitstimme.org – wissenschaftliches Prognosemodell
- Universität Mannheim – Projektbeschreibung der Wahlprognosen
- LAiV MV – Landtagswahl 2021
- LAiV MV – Landtagswahl 2016
- LAiV MV – Landtagswahl 2011
- LAiV MV – Europawahl 2024
- Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern
- Bundeswahlleiterin – Bundestagswahl 2025 in Mecklenburg-Vorpommern
- Landtag Mecklenburg-Vorpommern – Rund um die Landtagswahl 2026
politfacts-Prognosemodell · Modellstichtag 11.09.2026 · Modellversion V2.1 · Wahl am 20.09.2026 · Redaktion: politfacts