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    Wahlprognose · Nachwahlvergleich

    Mecklenburg-Vorpommern 2026: Wie gut war unsere Wahlprognose?

    Nachwahlvergleich · Prognose V2.3 vom 17.09.2026 · Vorläufiges amtliches Ergebnis vom 20.09.2026 · Bewertung vom 21.09.2026

    Nachwahlbewertung – keine neue Prognose

    Unsere Prognose sah die AfD vor der SPD und traf den Abstand zwischen beiden Parteien recht gut. Zugleich unterschätzte sie beide Spitzenparteien und überschätzte insbesondere Linke und CDU. Das Scheitern der CDU an der Fünfprozenthürde lag außerhalb des veröffentlichten Korridors. Die Bilanz fällt deshalb gemischt aus.

    Dieser Vergleich beruht auf dem vorläufigen amtlichen Ergebnis. Nach Veröffentlichung des endgültigen Ergebnisses müssen Zahlen und Kennzahlen erneut geprüft werden. Die ursprüngliche Prognose bleibt unverändert dokumentiert.

    Prognose und Ergebnis im Vergleich

    Der Fehler wird in Prozentpunkten angegeben und ist als Prognose minus Ergebnis definiert. Positive Werte bedeuten Überschätzung, negative Werte Unterschätzung.

    • AfDPrognose 36,5 % · Ergebnis 38,2 % · Fehler −1,7 pp
      Prognose36,5 %
      Ergebnis38,2 %
    • SPDPrognose 33,2 % · Ergebnis 35,5 % · Fehler −2,3 pp
      Prognose33,2 %
      Ergebnis35,5 %
    • LinkePrognose 10,2 % · Ergebnis 6,5 % · Fehler +3,7 pp
      Prognose10,2 %
      Ergebnis6,5 %
    • CDUPrognose 7,1 % · Ergebnis 4,9 % · Fehler +2,2 pp
      Prognose7,1 %
      Ergebnis4,9 %
    • GrünePrognose 5,1 % · Ergebnis 5,7 % · Fehler −0,6 pp
      Prognose5,1 %
      Ergebnis5,7 %
    • BSWPrognose 4,0 % · Ergebnis 4,8 % · Fehler −0,8 pp
      Prognose4,0 %
      Ergebnis4,8 %
    • Sonstige einschließlich FDPPrognose 3,9 % · Ergebnis 4,4 % · Fehler −0,5 pp
      Prognose3,9 %
      Ergebnis4,4 %
    Gestreifte Balken: Prognose V2.3 vom 17.09.2026. Vollflächige Balken: vorläufiges amtliches Ergebnis vom 20.09.2026. Gemeinsame Skala von 0 bis 40 Prozent.
    Prognose V2.3, vorläufiges amtliches Ergebnis, Prognosefehler und veröffentlichter 80-Prozent-Korridor je Partei
    Partei/KategoriePrognose V2.3Vorläufiges ErgebnisFehler (pp)80-%-KorridorIm Korridor?
    AfD36,5 %38,2 %−1,734,3–38,8 %Ja
    SPD33,2 %35,5 %−2,330,9–35,5 %Ja, am oberen Rand auf dargestellter Genauigkeit
    Linke10,2 %6,5 %+3,78,6–11,8 %Nein
    CDU7,1 %4,9 %+2,25,7–8,4 %Nein
    Grüne5,1 %5,7 %−0,64,0–6,2 %Ja
    BSW4,0 %4,8 %−0,82,9–5,1 %Ja
    Sonstige einschließlich FDP3,9 %4,4 %−0,5nicht ausgewiesenNicht ausgewiesen – nicht bewertbar
    • Einheit des Fehlers: Prozentpunkte. Definition: Prognose minus Ergebnis. Positive Werte bedeuten Überschätzung, negative Werte Unterschätzung.
    • Sonstige werden identisch abgegrenzt: sämtliche Parteien außer AfD, SPD, Linke, CDU, Grünen und BSW; die FDP ist enthalten.
    • 4,4 Prozent sind der Rest zu 100 Prozent aus den gerundeten Ergebnissen der sechs einzeln ausgewiesenen Parteien. Dies ist kein separat veröffentlichter amtlicher Sammelwert.
    • Fehlerkennzahlen werden konsistent aus den hier dargestellten, auf eine Nachkommastelle gerundeten Prozentwerten berechnet. Keine scheinpräzise Mischung mit ungerundeten Stimmenanteilen.

    Quellen: Landeswahlleitung Mecklenburg-Vorpommern, vorläufiges Landesergebnis · Prognosewerte aus dem Archiv der Prognose V2.3.

    Fehlerkennzahlen und Methode

    1,69 Prozentpunkte
    Mittlerer absoluter Fehler
    0,6 Prozentpunkte
    Fehler des AfD–SPD-Abstands
    4 von 6
    Ergebnisse innerhalb der Korridore
    Wie die Kennzahlen berechnet werden
    • e_i = Prognose_i − Ergebnis_i.
    • MAE = Summe |e_i| / 7 = 11,8 / 7 = 1,685714… → 1,69 Prozentpunkte.
    • RMSE = Wurzel(Summe e_i² / 7) = Wurzel(27,96 / 7) = 1,998571… → 2,00 Prozentpunkte.
    • Alle sieben Kategorien erhalten gleiches Gewicht; Sonstige sind eine Sammelkategorie. Die Kennzahlen hängen von dieser Kategorienbildung ab.
    • Prognostizierter AfD–SPD-Abstand: 3,3 Punkte; tatsächlicher Abstand: 2,7 Punkte; absoluter Fehler: 0,6 Punkte.
    • AfD und SPD zusammen: Prognose 69,7 Prozent, Ergebnis 73,7 Prozent, gemeinsame Unterschätzung 4,0 Prozentpunkte.
    • 4 von 6 Intervallen enthalten das jeweilige Ergebnis. Sonstige werden wegen fehlenden Intervalls nicht mitgezählt. Diese einzelne Wahl erlaubt keinen Nachweis einer langfristigen 80-Prozent-Kalibrierung; die Parteiwerte sind zudem nicht unabhängig.

    Bewertung

    Was die Prognose getroffen hat

    Die Reihenfolge an der Spitze stimmte: Die AfD wurde stärkste Kraft vor der SPD. Auch ihr Vorsprung wurde mit einer Abweichung von 0,6 Prozentpunkten recht gut getroffen. Grüne und BSW lagen vergleichsweise nahe an den prognostizierten Punktwerten.

    Wo die Prognose danebenlag

    Der gut getroffene Abstand verdeckt eine gemeinsame Unterschätzung: AfD und SPD erreichten zusammen 4,0 Prozentpunkte mehr als prognostiziert. Die größte Einzelabweichung betrifft die Linke mit einer Überschätzung um 3,7 Punkte. Besonders folgenreich war die Überschätzung der CDU um 2,2 Punkte: Ihr Ergebnis von 4,9 Prozent liegt unter der Sperrklausel und außerhalb des veröffentlichten Korridors. Der allgemeine Hinweis auf Risiken an der Fünfprozenthürde ersetzt keine angemessene quantitative Erfassung dieses Risikos.

    Gesamtbewertung

    Die Prognose war teilweise treffsicher, zeigte aber wesentliche Schwächen bei kleineren Parteien und bei der daraus folgenden parlamentarischen Zusammensetzung. Der zutreffend prognostizierte erste Platz der AfD genügt nicht für eine uneingeschränkte Erfolgsbilanz. Maßgeblich sind auch die Abweichungen der einzelnen Parteien, die Unsicherheitsintervalle und die Folgen für die Sitzverteilung.

    Parlamentarische Folgen

    Vorläufige amtliche Sitzverteilung, Landeswahlleitung Mecklenburg-Vorpommern.

    Vorläufige Sitzverteilung im Landtag Mecklenburg-Vorpommern
    ParteiSitze
    AfD32
    SPD29
    Linke5
    Grüne5
    CDU0
    BSW0
    FDP0
    Insgesamt71

    Mehrheit ab 36 Sitzen.

    SPD und Linke erreichen zusammen 34 Sitze und damit keine eigene Mehrheit. Mit den Grünen kommen sie auf 39 Sitze. Die AfD verfügt mit 32 Sitzen nicht über eine absolute Mehrheit. Rechnerische Mehrheiten sind keine Aussage über eine bereits vereinbarte Regierungsbildung.

    Mechanisches Szenario, keine Sitzprognose

    Früheres mechanisches Sitzszenario (Stand V2.3)

    • AfD 28
    • SPD 26
    • Linke 8
    • CDU 5
    • Grüne 4

    Dieses Szenario war eine mechanische Umrechnung der damaligen Punktwerte, keine probabilistische Sitzprognose. Seine Abweichungen belegen deshalb keine unabhängig geprüfte Güte eines vollständigen Wahlkreismodells.

    Grenzen und nächste methodische Schritte

    • Begriffsproblem: Die ursprüngliche Seite spricht sowohl von Prognosekorridoren als auch von der Unsicherheit des aktuellen Unterstützungsniveaus. Künftig muss klar sein, ob ein Intervall das Wahlergebnis einschließlich möglicher Veränderungen bis zum Wahltag oder nur den geschätzten aktuellen Stand beschreibt. Die historischen Formulierungen im Archiv bleiben unverändert; diese Einordnung steht im neuen Bewertungsteil.
    • Die Fehler könnten mit einer zu trägen Anpassung in der Schlussphase vereinbar sein. Das ist eine Hypothese, kein nachgewiesener Ursachenbefund. Kürzere Zeitgewichtungen und Trendmodelle müssen an mehreren historischen Wahlen getestet werden. Keine nachträgliche Optimierung nur auf das MV-Ergebnis.
    • Eine unabhängige Prüfung der Modellberechnung erfordert den eingefrorenen Code, die Eingabedaten, Gewichte, Simulationsparameter und Backtestergebnisse. Diese Aktualisierung bewertet die veröffentlichten Zahlen; sie bestätigt keinen reproduzierten Simulationslauf und keine unabhängig verifizierten Backtests.
    • Eine Überlegenheit gegenüber Instituten, einfachen Umfrageaggregaten oder zweitstimme.org wird nicht behauptet, solange kein Vergleich mit identischem Informationsstand und identischer Kategorienbildung durchgeführt wurde.
    • Erklärungen durch taktisches Wählen, Kandidateneffekte oder Wählerwanderungen werden nicht als Tatsachen dargestellt; belastbare Belege dafür liegen hier nicht vor.

    Quellen der Nachwahlbewertung

    Quellenstand dieser Auswertung: 21.09.2026. Die Links wurden nicht erneut live abgerufen. Sollte sich ein abweichender amtlicher Stand ergeben, werden die Änderung dokumentiert und alle abhängigen Kennzahlen konsistent neu berechnet.

    Änderungslog

    21.09.2026 – Nachwahlbewertung

    • Nachwahlvergleich auf Grundlage des vorläufigen amtlichen Ergebnisses ergänzt. Prognose V2.3 unverändert archiviert; Fehlerkennzahlen, Intervallvergleich und parlamentarische Folgen ausgewiesen.

    Archiv

    Archiv: Prognose V2.3 vom 17. September 2026

    Der folgende Bereich gibt die vor der Wahl veröffentlichte Prognose vollständig und unverändert wieder – einschließlich Methodik, Korridoren, Quellen und Änderungslog.

    Zukunftsbezogene Formulierungen im Archiv geben den damaligen Stand vom 17. September 2026 wieder und wurden nachträglich nicht angepasst.

    Archivierte Prognose V2.3 anzeigen

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im zeitgewichteten Modell liegt die AfD bei 36,5 Prozent, die SPD bei 33,2 Prozent. Der Abstand sinkt von rund 4,4 auf rund 3,3 Prozentpunkte.
    • Die neue Forschungsgruppe-Wahlen/ZDF-Erhebung vom 17. September misst SPD 37 und AfD 36 Prozent. Dieser Ein-Punkt-Abstand ist wegen üblicher Stichprobenfehler kein gesicherter Vorsprung.
    • Die vorherige FGW-Erhebung vom 11. September bleibt als ältere Messung im Zeitreihenmodell enthalten und wird durch die bestehende Zeitgewichtung schwächer gewichtet.
    • CDU (7,1 Prozent), Grüne (5,1 Prozent) und BSW (4,0 Prozent) liegen in oder nahe der Fünf-Prozent-Zone. Kleine Abweichungen können die Sitzarithmetik stark verändern.
    • Die Methodik bleibt unverändert: kein Schwesig-Bonus, kein Holm-Bonus, kein Sachsen-Anhalt-Effekt und kein zusätzlicher Momentum-Faktor.

    Kurz erklärt

    Was hat sich verändert?

    Die wichtigste Veränderung seit V2.2 betrifft die SPD. Ihr modellierter Wert steigt um 0,9 Prozentpunkte auf 33,2 Prozent. Die AfD verändert sich dagegen nur geringfügig von 36,7 auf 36,5 Prozent. Damit verkleinert sich der modellierte Abstand um mehr als einen Prozentpunkt. Bemerkenswert ist die Entwicklung der Einzelumfragen: Anfang September maß Forsa die SPD noch bei 28 Prozent. Infratest dimap folgte mit 32 beziehungsweise 33 Prozent, die Forschungsgruppe Wahlen am 11. September mit 34 Prozent, INSA am 16. September mit 35 Prozent und die jüngste Forschungsgruppe-Wahlen-Erhebung mit 37 Prozent. Das Modell übernimmt diesen jüngsten Wert bewusst nicht eins zu eins. Ältere und andere aktuelle Messungen bleiben entsprechend ihrer Aktualität und Stichprobengröße Bestandteil der Schätzung. Dadurch reagiert das Modell auf neue Informationen, ohne jede einzelne Umfrage unmittelbar zur neuen Prognose zu erklären.

    • Modellwert SPD: 32,3 → 33,2 Prozent
    • Modellwert AfD: 36,7 → 36,5 Prozent
    • Abstand AfD–SPD: ca. 4,4 → ca. 3,3 Prozentpunkte
    • Neue FGW/ZDF-Erhebung: SPD 37, AfD 36 Prozent

    Drei Ebenen, die nicht vermischt werden dürfen

    Umfrage
    Die gemessene Parteipräferenz einer Stichprobe zu einem bestimmten Zeitpunkt – erhoben von einem einzelnen Institut, mit eigener Feldzeit, eigener Methodik und eigenem Stichprobenfehler.
    Umfrageaggregat
    Die gewichtete Zusammenfassung mehrerer veröffentlichter Erhebungen. Bei politfacts ist das der zeitgewichtete Umfragekern mit einer Halbwertszeit von 14 Tagen und Berücksichtigung der Stichprobengröße.
    Prognose
    Das Ergebnis des politfacts-Modells: Umfrageaggregat plus historische, strukturelle und Unsicherheitskomponenten, ausgewertet in 1.000.000 Simulationen. Prognosewerte sind keine Umfragewerte.

    Auf dieser Seite ist jede Zahl einer dieser drei Ebenen zugeordnet und entsprechend beschriftet.

    Prognose der Zweitstimmen

    politfacts-Prognosemodell · Modellstand 17. September 2026 · V2.3

    Keine Umfrage – statistische Prognose

    Simulationslauf V2.3 · 17.09.2026

    Balken: Prognosewert · Fehlerbalken: 80-%-Prognosekorridor. Die gestrichelte Linie markiert die Fünfprozenthürde.

    Wichtige Einordnung: Die Punktwerte und 80-Prozent-Korridore dieses Abschnitts stammen aus dem politfacts-Modellstand V2.3 vom 17.09.2026. Die Modellmethodik wurde gegenüber V2.2 nicht verändert; aktualisiert wurde ausschließlich die Datenbasis durch die neue Forschungsgruppe-Wahlen/ZDF-Erhebung vom 17.09.2026. Ein-Punkt-Abstände in Einzelumfragen werden nicht als gesicherter Vorsprung interpretiert.

    010203040%5-%-HürdeAfD Prognose: 36,5 % 80-%-Korridor: 34,3–38,8 % Fünfprozenthürde: deutlich über 5 %36,5 %AfDSPD Prognose: 33,2 % 80-%-Korridor: 30,9–35,5 % Fünfprozenthürde: deutlich über 5 %33,2 %SPDLinke Prognose: 10,2 % 80-%-Korridor: 8,6–11,8 % Fünfprozenthürde: über 5 %10,2 %LinkeCDU Prognose: 7,1 % 80-%-Korridor: 5,7–8,4 % Fünfprozenthürde: über 5 %, aber in relevanter Nähe zur Hürde7,1 %CDUGrüne Prognose: 5,1 % 80-%-Korridor: 4,0–6,2 % Fünfprozenthürde: praktisch auf der Fünf-Prozent-Schwelle5,1 %GrüneBSW Prognose: 4,0 % 80-%-Korridor: 2,9–5,1 % Fünfprozenthürde: knapp unter 5 %, Einzug offen4,0 %BSWSonstige Prognose: 3,9 % 80-%-Korridor: kein separater Korridor Fünfprozenthürde: FDP enthalten; keine separate Ausweisung3,9 %Sonstige
    Quelle: politfacts-Modell V2.3, Datenbasis veröffentlichte Landesumfragen bis 17.09.2026.
    Prognose aus dem Simulationslauf V2.3 vom 17.09.2026: Prognosewert, 80-Prozent-Korridor und Lage zur Fünfprozenthürde je Partei
    ParteiPrognose80-%-Korridor5-%-Hürde
    AfD36,5 %34,3–38,8 %deutlich über 5 %
    SPD33,2 %30,9–35,5 %deutlich über 5 %
    Linke10,2 %8,6–11,8 %über 5 %
    CDU7,1 %5,7–8,4 %über 5 %, aber in relevanter Nähe zur Hürde
    Grüne5,1 %4,0–6,2 %praktisch auf der Fünf-Prozent-Schwelle
    BSW4,0 %2,9–5,1 %knapp unter 5 %, Einzug offen
    Sonstige3,9 %kein separater KorridorFDP enthalten; keine separate Ausweisung

    Die Modellwerte ergeben in der Summe 100,0 Prozent und werden mit einer Nachkommastelle dargestellt. Der Sammelwert der Sonstigen enthält die FDP. Die 80-%-Korridore beschreiben die Unsicherheit des geschätzten aktuellen Unterstützungsniveaus. Sie sind keine Garantie und keine Aussage darüber, welche Partei die Wahl gewinnen wird. Für den Sammelwert der Sonstigen weist das Modell keinen separaten Korridor aus.

    Zeitgewichteter Poll-Kern: V2.2 gegen V2.3

    Umfrageaggregat – keine Prognose

    Vergleich des zeitgewichteten Poll-Kerns vom 16.09.2026 (V2.2) mit dem Stand vom 17.09.2026 (V2.3). Neu in der Datenbasis ist die Forschungsgruppe-Wahlen/ZDF-Erhebung vom 17.09.2026.

    Abstand AfD–SPD im zeitgewichteten Modell

    V2.2 · 16.09.2026

    ca. 4,4 pp

    V2.3 · 17.09.2026

    ca. 3,3 pp

    Die neue FGW/ZDF-Erhebung erhöht vor allem den SPD-Wert im Modell. Die AfD bleibt nahezu stabil; der Abstand wird kleiner, aber im Modell liegt die AfD weiter vor der SPD.

    Der Abstand bezieht sich auf den Modellwert. Er ist keine Garantie für den Abstand am Wahltag und keine Aussage darüber, wer die Wahl gewinnt.

    Zeitgewichteter Poll-Kern vorher und nachher sowie Veränderung in Prozentpunkten
    ParteibisherneuVeränderung
    AfD36,7 %36,5 %−0,2
    SPD32,3 %33,2 %+0,9deutliche Zunahme
    Linke10,5 %10,2 %−0,3
    CDU7,3 %7,1 %−0,2
    Grüne5,2 %5,1 %−0,1
    BSW4,0 %4,0 %±0,0
    Sonstige4,1 %3,9 %−0,2

    Diese Tabelle zeigt den zeitgewichteten Poll-Kern, nicht eine Einzelumfrage und nicht das amtliche Wahlergebnis: Verglichen wird V2.2 vom 16.09.2026 mit V2.3 vom 17.09.2026. Die Gewichtung ist unverändert – exponentielle Zeitgewichtung mit 14 Tagen Halbwertszeit, zusätzliche Berücksichtigung der Stichprobengröße, keine Momentum-Zuschläge, kein Schwesig- oder Holm-Bonus, kein Sachsen-Anhalt-Effekt und keine nachträgliche Anpassung mit dem Ziel, eine bestimmte Partei vorn zu sehen. Veränderungen sind Bewegungen im Modell, keine gemessenen Wählerwanderungen. Der Sammelwert der Sonstigen enthält die FDP.

    Der SPD-Endspurt in den Umfragen

    Einzelumfragen – keine Prognose

    Seit Anfang September liegen mehrere aktuelle Einzelumfragen vor. Sie zeigen bei der SPD einen deutlichen Anstieg der gemessenen Werte, während die AfD in den Erhebungen insgesamt weitgehend stabil im mittleren bis oberen Dreißigerbereich liegt.

    SPD holt auf – AfD bleibt weitgehend stabil

    Einzelumfragen seit Anfang September 2026. Die Linien verbinden Messungen verschiedener Institute und zeigen keine kontinuierliche Messreihe eines einzelnen Instituts.

    25303540Forsa / Ostsee-Zeitung Veröffentlicht: 02.09.2026 Feldzeit: n. a. n: 1.047 AfD: 37 %37Infratest dimap / NDR Veröffentlicht: 03.09.2026 Feldzeit: n. a. n: 1.215 AfD: 35 %35pollytix / Campact Veröffentlicht: 10.09.2026 Feldzeit: n. a. n: n. a. AfD: 36 %36INSA / Nordkurier Veröffentlicht: 10.09.2026 Feldzeit: n. a. n: n. a. AfD: 36 %36Infratest dimap / ARD Veröffentlicht: 10.09.2026 Feldzeit: n. a. n: n. a. AfD: 38 %38Forschungsgruppe Wahlen / ZDF (Politbarometer MV) Veröffentlicht: 11.09.2026 Feldzeit: n. a. n: n. a. AfD: 37 %37INSA / INSA Consulere Veröffentlicht: 16.09.2026 Feldzeit: 08.–15.09.2026 n: 1.000 AfD: 37 %37Forschungsgruppe Wahlen / ZDF (Politbarometer Extra) Veröffentlicht: 17.09.2026 Feldzeit: 14.–17.09.2026 n: 1.395 AfD: 36 %36Forsa / Ostsee-Zeitung Veröffentlicht: 02.09.2026 Feldzeit: n. a. n: 1.047 SPD: 28 %28Infratest dimap / NDR Veröffentlicht: 03.09.2026 Feldzeit: n. a. n: 1.215 SPD: 32 %32pollytix / Campact Veröffentlicht: 10.09.2026 Feldzeit: n. a. n: n. a. SPD: 30 %30INSA / Nordkurier Veröffentlicht: 10.09.2026 Feldzeit: n. a. n: n. a. SPD: 33 %33Infratest dimap / ARD Veröffentlicht: 10.09.2026 Feldzeit: n. a. n: n. a. SPD: 33 %33Forschungsgruppe Wahlen / ZDF (Politbarometer MV) Veröffentlicht: 11.09.2026 Feldzeit: n. a. n: n. a. SPD: 34 %34INSA / INSA Consulere Veröffentlicht: 16.09.2026 Feldzeit: 08.–15.09.2026 n: 1.000 SPD: 35 %35Forschungsgruppe Wahlen / ZDF (Politbarometer Extra) Veröffentlicht: 17.09.2026 Feldzeit: 14.–17.09.2026 n: 1.395 SPD: 37 %3702.09.Forsa03.09.dimap10.09.pollytix10.09.INSA10.09.dimap11.09.FGW16.09.INSA17.09.FGWAfDSPD
    Quellen: Forsa/Ostsee-Zeitung, Infratest dimap/NDR und ARD, INSA/Nordkurier und BILD, pollytix/Campact, Forschungsgruppe Wahlen/ZDF; siehe Quellenverzeichnis.
    Die jüngsten Erhebungen chronologisch: Institut, Veröffentlichung, Feldzeit, Stichprobe sowie AfD- und SPD-Werte
    InstitutVeröffentlichungFeldzeitnAfDSPD
    Forschungsgruppe Wahlenneu17.09.202614.–17.09.20261.39536 %37 %
    INSA16.09.202608.–15.09.20261.00037 %35 %
    Forschungsgruppe Wahlen11.09.2026n. a.n. a.37 %34 %
    Infratest dimap10.09.2026n. a.n. a.38 %33 %
    INSA10.09.2026n. a.n. a.36 %33 %
    pollytix10.09.2026n. a.n. a.36 %30 %
    Infratest dimap03.09.2026n. a.1.21535 %32 %
    Forsa02.09.2026n. a.1.04737 %28 %

    Alle Werte sind Einzelumfragen verschiedener Institute mit unterschiedlichen Feldzeiten, Stichproben und Methoden. Die Punkte sind Messungen, keine Prognose; die Linien verbinden ausschließlich vorhandene Messpunkte und werden nicht in die Zukunft verlängert. Die Grafik enthält keine zusätzliche Trendlinie.

    Rennen um Platz eins: enger, aber nicht entschieden

    • Forschungsgruppe Wahlen vom 17. September (ZDF, Feldzeit 14. bis 17. September, 1.395 Befragte) sieht die SPD bei 37 und die AfD bei 36 Prozent.
    • INSA vom 16. September sieht die AfD bei 37 und die SPD bei 35 Prozent.
    • Die beiden unmittelbar aufeinanderfolgenden Erhebungen zeigen damit unterschiedliche Reihenfolgen bei SPD und AfD. Das ist angesichts üblicher Stichprobenfehler kein Widerspruch: Kleine Abstände innerhalb weniger Prozentpunkte können statistisch nicht eindeutig voneinander getrennt werden.
    • Das Modell übernimmt die jüngste FGW-Erhebung nicht eins zu eins. Ältere und andere aktuelle Messungen bleiben entsprechend ihrer Aktualität und Stichprobengröße Bestandteil der Schätzung.

    SPD holt auf – AfD bleibt weitgehend stabil

    010203040INSA / INSA Consulere Veröffentlicht: 16.09.2026 Feldzeit: 08.–15.09.2026 n: 1.000 AfD: 37 %37INSA / INSA Consulere Veröffentlicht: 16.09.2026 Feldzeit: 08.–15.09.2026 n: 1.000 SPD: 35 %35INSA16.09.Forschungsgruppe Wahlen / ZDF (Politbarometer Extra) Veröffentlicht: 17.09.2026 Feldzeit: 14.–17.09.2026 n: 1.395 AfD: 36 %36Forschungsgruppe Wahlen / ZDF (Politbarometer Extra) Veröffentlicht: 17.09.2026 Feldzeit: 14.–17.09.2026 n: 1.395 SPD: 37 %37Forschungsgruppe Wahlen17.09.AfDSPD
    Quellen: INSA/BILD vom 16.09.2026 und Forschungsgruppe Wahlen/ZDF vom 17.09.2026.
    Die beiden jüngsten Umfragen: AfD- und SPD-Werte
    InstitutDatumAfDSPD
    INSA16.09.37 %35 %
    Forschungsgruppe Wahlen17.09.36 %37 %

    Vergleich der beiden jüngsten Umfragen

    INSA – 16.09.2026

    • AfD37 %
    • SPD35 %
    • Linke10 %
    • CDU7 %
    • Grüne5 %
    • BSW3 %

    Forschungsgruppe Wahlen – 17.09.2026

    • SPD37 %
    • AfD36 %
    • Linke9 %
    • CDU6 %
    • Grüne5 %
    • BSW4 %

    Die beiden unmittelbar aufeinanderfolgenden Erhebungen zeigen unterschiedliche Reihenfolgen bei SPD und AfD. Das ist angesichts üblicher Stichprobenfehler kein Widerspruch: Kleine Abstände innerhalb weniger Prozentpunkte können statistisch nicht eindeutig voneinander getrennt werden.

    politfacts behauptet ausdrücklich nicht, dass eines der Institute falsch liegt. Unterschiedliche Erhebungsverfahren und Gewichtungen führen regelmäßig zu abweichenden Werten. Umfragen sind Momentaufnahmen einzelner Institute, die Prognose ist ein Modellergebnis.

    Wer wird stärkste Kraft?

    Für V2.3 wird aus dem engeren Modellstand keine neue Wahlsieg-Wahrscheinlichkeit ausgewiesen. Der Modellwert zeigt AfD 36,5 und SPD 33,2 Prozent; das ist keine Garantie für die Reihenfolge am Wahltag.

    AfD
    nicht neu ausgewiesen
    SPD
    nicht neu ausgewiesen

    Einzelumfragen mit einem Abstand von einem Prozentpunkt liefern keinen statistisch gesicherten Vorsprung. politfacts vermeidet deshalb scheinpräzise neue Wahlsieg-Wahrscheinlichkeiten, solange dafür keine gesondert freigegebene Auswertung vorliegt.

    Warum kein Sachsen-Anhalt-Effekt?

    Das V2.3-Update entsteht ausschließlich aus den neuen Umfragedaten. Ein pauschaler Sachsen-Anhalt-Zu- oder Abschlag würde eine zusätzliche Annahme einführen, die nicht eigenständig empirisch kalibriert ist.

    Auch ein beobachteter kurzfristiger Stimmungswechsel wird nicht doppelt berücksichtigt: Wenn er in aktuellen Umfragen enthalten ist, wirkt er bereits über die normale Zeit- und Stichprobengewichtung.

    Ein engeres Rennen ist kein gesicherter Vorsprung

    Die neue Forschungsgruppe-Wahlen-Erhebung verändert vor allem die SPD-Schätzung. Im Modell steigt sie auf 33,2 Prozent, während die AfD mit 36,5 Prozent nahezu stabil bleibt.

    Die Reihenfolge einzelner Umfragen unterscheidet sich: INSA sah die AfD am 16. September noch vor der SPD, Forschungsgruppe Wahlen misst am 17. September die SPD knapp vor der AfD. Solche kleinen Abstände sind statistisch nicht eindeutig trennbar.

    Für das Prognosemodell ist deshalb nicht eine einzelne Erhebung entscheidend, sondern die Kombination verschiedener Institute, deren Aktualität, Stichprobengröße und historische Fehlerstruktur.

    Auffällig bleibt zudem die Fünf-Prozent-Zone: CDU, Grüne und BSW liegen nahe an der Schwelle. Schon geringe Abweichungen können die parlamentarische Arithmetik verändern.

    Die Fünf-Prozent-Zone kann die Sitzarithmetik drehen

    CDU, Grüne und BSW liegen im oder nahe am Bereich, in dem kleine Abweichungen die Sitzverteilung stark verändern können. Besonders die Grünen und das BSW befinden sich unmittelbar an der Sperrklausel.

    CDU

    7,1 %

    über 5 %, aber in relevanter Nähe zur Hürde

    Die CDU liegt im Modell über der Sperrklausel. Angesichts niedriger Werte in den jüngsten Erhebungen bleibt sie für die Sitzarithmetik dennoch relevant.

    Grüne

    5,1 %

    praktisch auf der Schwelle

    Die Grünen liegen im Modell praktisch auf der Fünf-Prozent-Schwelle. Schon geringe Abweichungen können darüber entscheiden, ob sie in der proportionalen Sitzverteilung berücksichtigt werden.

    BSW

    4,0 %

    knapp unter 5 %, Einzug offen

    Das BSW liegt im Modell knapp unter der Sperrklausel. Daraus folgt keine definitive Aussage, dass die Partei scheitert; der Korridor reicht bis in den Bereich oberhalb von fünf Prozent.

    Für die Zusammensetzung des nächsten Landtags ist nicht nur der Abstand zwischen SPD und AfD relevant. Besonders große Hebelwirkung besitzt die Fünf-Prozent-Hürde. Die Grünen liegen im Modell praktisch auf der Schwelle, das BSW knapp darunter. Schon geringe Abweichungen können deshalb die parlamentarische Arithmetik verändern. Keine dieser Angaben ist eine definitive Aussage „zieht ein“ oder „scheitert“.

    Wie wahrscheinlich ist eine absolute AfD-Sitzmehrheit?

    nicht neu ausgewiesen

    Keine neue Wahrscheinlichkeitsaussage aus dem Ein-Poll-Update

    Aus dem V2.3-Datenupdate werden keine neuen Mehrheitswahrscheinlichkeiten abgeleitet. Der aktualisierte Modellwert beschreibt das geschätzte Unterstützungsniveau; daraus folgt keine sichere Sitzmehrheit und keine gesicherte Reihenfolge am Wahltag.

    Für Sitz- und Mehrheitsfragen ist die Fünf-Prozent-Hürde besonders wichtig. Diese Seite zeigt deshalb ein separates mechanisches Sitzszenario, aber keine neue politische Koalitions- oder Mehrheitsprognose.

    Eine absolute Sitzmehrheit ist nicht gleichbedeutend mit mehr als 50 Prozent der Stimmen. Beide Größen können deutlich auseinanderfallen.

    Was würde der aktuelle Modellwert rechnerisch für die Sitzverteilung bedeuten?

    Separates mechanisches Szenario, keine Wahlprognose: Wenn die Punktwerte exakt dem Wahlergebnis entsprächen und ausschließlich Parteien ab fünf Prozent bei der proportionalen Verteilung berücksichtigt würden, ergäbe sich bei 71 regulären Sitzen ungefähr die folgende Verteilung.

    BSW und Sonstige wären in diesem Szenario nicht an der proportionalen Sitzverteilung beteiligt.

    Mechanisches Szenario auf Basis der V2.3-Punktwerte

    Mechanisches Szenario – keine Wahlprognose

    Quelle: mechanisches Szenario auf Basis der politfacts-V2.3-Punktwerte vom 17.09.2026.

    • AfD28 Sitze
    • SPD26 Sitze
    • Linke8 Sitze
    • CDU5 Sitze
    • Grüne4 Sitze

    Summe: 71 Sitze · Mehrheit ab 36 Sitzen

    Dies ist keine Vorhersage der tatsächlichen Sitzverteilung. Bereits geringe Veränderungen – insbesondere bei Parteien nahe der Fünf-Prozent-Hürde – können die Sitzverteilung deutlich verändern. Hinzu kommen die konkreten wahlrechtlichen Auswirkungen von Direktmandaten und möglichen zusätzlichen Sitzen.

    Welche Mehrheiten wären rechnerisch möglich?

    Aus dem V2.3-Datenupdate werden keine neuen Koalitions- oder Mehrheitswahrscheinlichkeiten abgeleitet. Das mechanische Sitzszenario ist keine Koalitionsprognose und unterstellt keine politische Bereitschaft zur Zusammenarbeit.

    Die parlamentarische Arithmetik hängt besonders an den Parteien nahe fünf Prozent. Deshalb können kleine Abweichungen bei Grünen oder BSW größere Auswirkungen haben als ein Prozentpunkt Unterschied zwischen SPD und AfD in einer Einzelumfrage.

    Externer Plausibilitätscheck: zweitstimme.org

    zweitstimme.org ist ein gemeinsames wissenschaftliches Projekt von Universität Mannheim/MZES, Hertie School und Universität Witten/Herdecke.

    Das Modell kombiniert ebenfalls Umfragen mit einem eigenen Fundamentalmodell. Würde politfacts diese Prognose zusätzlich stark gewichten und zugleich die zugrunde liegenden Einzelumfragen verwenden, könnten dieselben Daten doppelt berücksichtigt werden.

    Zweitstimme.org dient politfacts daher vor allem als externer Plausibilitätscheck und nicht als zusätzlicher Poll.

    Die öffentlich verfügbare Prognose von zweitstimme.org für Mecklenburg-Vorpommern trägt derzeit den Stand 22. August 2026; die letzte dort berücksichtigte Umfrage stammt vom 12. August 2026. Der dort verfügbare Stand ist damit älter als die jüngsten September-Umfragen und kann deshalb nicht als unmittelbarer Vergleich für die aktuelle Schlussphase genutzt werden.

    Modelle externer Forschungsprojekte dienen weiterhin als methodischer Benchmark. Bei direkten Zahlenvergleichen muss jedoch der jeweilige Aktualisierungsstand berücksichtigt werden.

    Zweitstimme.org hat nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt selbst auf mögliche Umfragefehler und die Bedeutung taktischen Wählens rund um die Fünf-Prozent-Hürde hingewiesen. Diese Hinweise fließen in die Unsicherheitsannahmen des politfacts-Modells ein, nicht aber als Zahlenwerte.

    010203040AfD politfacts V2.3: 36,5 % zweitstimme.org: 35* %36,535*AfDSPD politfacts V2.3: 33,2 % zweitstimme.org: 29* %33,229*SPDLinke politfacts V2.3: 10,2 % zweitstimme.org: 11* %10,211*LinkeCDU politfacts V2.3: 7,1 % zweitstimme.org: 10* %7,110*CDUGrüne politfacts V2.3: 5,1 % zweitstimme.org: 5* %5,15*GrüneBSW politfacts V2.3: 4,0 % zweitstimme.org: 4* %4,04*BSWFDP politfacts V2.3: – % zweitstimme.org: 3* %–3*FDPSonstige politfacts V2.3: 3,9 % zweitstimme.org: 3* %3,93*Sonstigepolitfacts V2.3zweitstimme.org, Stand 22.08.2026 (kein aktueller Vergleich)
    Quellen: politfacts-Modell V2.3 und zweitstimme.org, öffentlicher Stand 22. August 2026 (letzte berücksichtigte Umfrage: 12. August 2026) – kein aktueller Zahlenvergleich.
    Vergleich der Parteiwerte: politfacts-Simulationslauf V2.3 vom 17.09.2026 und zweitstimme.org mit älterem Datenstand
    Parteipolitfacts V2.3zweitstimme.org
    AfD36,5 %35* %
    SPD33,2 %29* %
    Linke10,2 %11* %
    CDU7,1 %10* %
    Grüne5,1 %5* %
    BSW4,0 %4* %
    FDP– %3* %
    Sonstige3,9 %3* %

    Szenarien von zweitstimme.org zum Abrufzeitpunkt

    75 %*
    AfD stärkste Kraft
    97 %*
    Mehrheit ohne AfD
    94 %*
    Mehrheit ohne AfD und BSW
    55 %*
    Grüne über fünf Prozent

    politfacts behauptet nicht, dass eines der beiden Modelle überlegen ist. Der Vergleich dient der Einordnung, nicht der Berechnung. Wegen des älteren Datenstands von zweitstimme.org wird derzeit kein direkter Zahlenvergleich gezeigt; die mit * markierten Werte sind ausdrücklich nicht auf dem Stand vom 17. September 2026.

    Neue Umfragen im Modell

    Grundlage der aktuellen Analyse sind die veröffentlichten MV-Sonntagsfragen des Jahres 2026.

    Veröffentlichte Sonntagsfragen zur Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026
    VeröffentlichungInstitutAuftraggeberFeldzeitnCDUSPDGrüneFDPLinkeAfDBSWSonstige
    17.09.neuForschungsgruppe WahlenZDF (Politbarometer Extra)14.–17.09.20261.3956 %37 %5 %n. a.9 %36 %4 %3 %
    16.09.INSAINSA Consulere08.–15.09.20261.0007 %35 %5 %n. a.10 %37 %3 %3 %
    11.09.Forschungsgruppe WahlenZDF (Politbarometer MV)n. a.n. a.7 %34 %5 %n. a.10 %37 %4 %n. a.
    10.09.Infratest dimapARDn. a.n. a.7 %33 %5 %n. a.9 %38 %4 %n. a.
    10.09.INSANordkuriern. a.n. a.7 %33 %5 %n. a.11 %36 %4 %n. a.
    10.09.pollytixCampactn. a.n. a.6 %30 %6 %2 %12 %36 %5 %n. a.
    03.09.Infratest dimapNDRn. a.1.2158 %32 %5 %n. a.11 %35 %4 %5 %
    02.09.ForsaOstsee-Zeitungn. a.1.04710 %28 %5 %n. a.11 %37 %4 %5 %
    13.08.INSANordkuriern. a.1.00010 %29 %5 %3 %11 %36 %4 %2 %
    09.07.Infratest dimapNDRn. a.1.1679 %29 %5 %n. a.12 %36 %4 %5 %
    22.06.INSANordkuriern. a.1.00010 %28 %4 %3 %11 %35 %6 %3 %
    13.05.Infratest dimapNDRn. a.1.15310 %27 %4 %n. a.13 %36 %5 %5 %
    17.03.INSANordkuriern. a.1.00012 %26 %5 %3 %10 %34 %5 %5 %
    19.02.ForsaOstsee-Zeitungn. a.1.00313 %23 %4 %2 %11 %37 %5 %5 %
    27.01.Infratest dimapNDRn. a.1.14513 %25 %4 %n. a.12 %35 %6 %5 %

    „n. a.“ steht für nicht separat ausgewiesen. Ein Strich beziehungsweise „n. a.“ bedeutet: Der Wert wurde in dieser Erhebung nicht separat ausgewiesen oder lag politfacts bei Redaktionsschluss nicht aus einer belastbaren Quelle vor. Fehlende Werte werden im Modell nicht als null Prozent behandelt. Die Forschungsgruppe-Wahlen/ZDF-Erhebung vom 17.09.2026 (Feldzeit 14.–17.09.2026, n = 1.395) ist neu in der Datenbasis und wird dort nur einmal geführt. Die vorherige FGW-Erhebung vom 11.09.2026 bleibt als ältere Messung im Zeitreihenmodell enthalten und wird durch die bestehende exponentielle Zeitgewichtung automatisch schwächer gewichtet.

    So funktioniert das Modell

    V2.3 – 17.09.2026

    Die neue Forschungsgruppe-Wahlen/ZDF-Umfrage vom 17. September wurde in die Datenbasis aufgenommen. Die Modellmethodik wurde nicht verändert. Durch die zeitliche Gewichtung und die größere Stichprobe erhält die neue Erhebung ein hohes Gewicht, ersetzt die übrigen September-Erhebungen aber nicht.

    15 veröffentlichte Landesumfragen 2026

    Die Umfragen werden exponentiell nach Aktualität gewichtet. Die Halbwertszeit beträgt 14 Tage: Eine 14 Tage alte Erhebung erhält – vor Berücksichtigung der Stichprobengröße – nur noch die Hälfte des Gewichts einer aktuellen Erhebung. Größere Stichproben erhalten zusätzlich höheres Gewicht. Vergangene Wahlen und historische Prognosefehler bestimmen vor allem die Unsicherheitsbreite. Sie werden nicht genutzt, um aktuelle Umfragewerte willkürlich in Richtung früherer Wahlergebnisse zu ziehen.

    Warum liegt das Modell nicht bei 37 % SPD?

    Eine einzelne neue Umfrage ersetzt nicht alle vorherigen Messungen. Die Forschungsgruppe Wahlen misst am 17. September 37 Prozent für die SPD. INSA maß einen Tag zuvor 35 Prozent, FGW am 11. September 34 Prozent, Infratest dimap 33 Prozent und pollytix 30 Prozent. Das Modell kombiniert diese Informationen nach Aktualität und Stichprobengröße. Deshalb steigt die SPD deutlich, aber nicht unmittelbar auf den Wert der jüngsten Einzelumfrage.

    Warum kein zusätzlicher Momentum-Faktor?

    Der beobachtete kurzfristige Anstieg ist bereits in den aktuellen Umfragen enthalten. Ein zusätzlicher Momentum-Zuschlag würde denselben Effekt doppelt berücksichtigen und wäre ohne eigenständige empirische Kalibrierung methodisch nicht gerechtfertigt.

    1. 1

      Landesumfragen sammeln

      Verwendet werden veröffentlichte MV-Sonntagsfragen der vergangenen Monate. Aktuelle Analysebasis sind 15 veröffentlichte Landesumfragen aus 2026, die Langzeitreihe umfasst zusätzlich Erhebungen seit 2024.

    2. 2

      Zeit gewichten

      Das im Backtest ausgewählte Modell verwendet eine Halbwertszeit von 14 Tagen. Eine 14 Tage ältere Erhebung erhält damit die Hälfte des zeitlichen Gewichts. Zusätzlich fließen Stichprobengröße und Institutseffekte ein.

    3. 3

      Historische und strukturelle Informationen einbinden

      Frühere Landtagswahlergebnisse, längerfristige politische Trends sowie Fundamental- und Strukturinformationen stabilisieren die Prognose. Je näher der Wahltag rückt, desto stärker dominieren aktuelle Umfragen das Modell. Historische und strukturelle Faktoren wirken weiterhin stabilisierend, ihr relatives Gewicht nimmt jedoch ab.

    4. 4

      Keine freien Zusatzboni

      Regierungszufriedenheit, Kandidatenpräferenz, Wirtschaftsdaten, Bundeswerte, taktische Aufrufe und Medienereignisse werden beobachtet, verändern die Prognosewerte aber nicht ohne chronologisch nachgewiesenen Zusatznutzen. Es gibt keinen manuell gesetzten Momentum-Faktor, keinen Schwesig-Bonus, keinen Holm-Bonus, keinen Sachsen-Anhalt-Effekt und keine zusätzliche Gewichtung wegen medialer Berichterstattung.

    5. 5

      Unsicherheit simulieren

      1.000.000 Monte-Carlo-Wahlverläufe. Historische Umfragefehler bilden die Untergrenze; ein zusätzlicher gemeinsamer SPD-AfD-Kontrastschock bildet die aktuell beobachtete Unsicherheit im Rennen um Platz eins ab. Dieser verändert die Streuung, nicht den Punktwert.

    6. 6

      Keine reine Mittelwertbildung

      Das Modell bildet weder den einfachen Durchschnitt aller Umfragen noch übernimmt es den jüngsten Poll isoliert. Die Modellvariante wurde in Backtests früherer Landtagswahlen ausgewählt.

    7. 7

      Sitze berechnen

      Je Simulation werden Parteien unter fünf Prozent ausgeschlossen und 71 Basissitze nach Hare/Niemeyer verteilt.

    Taktisches Wählen

    Es wird kein taktischer Wahlbonus ohne empirische Messgrundlage addiert. Beobachtbare Effekte rund um die Fünf-Prozent-Hürde werden nur über veröffentlichte Umfragen und die historisch kalibrierte Unsicherheit sichtbar; konkrete taktische Wahlaufrufe fließen nicht als fester Bonus ein.

    Eine Prognose ist keine Vorhersage eines sicheren Wahlergebnisses. Sie beschreibt auf Grundlage der verfügbaren Daten die derzeit plausibelsten Wahlausgänge und deren Unsicherheit.

    Wie wurde das Modell geprüft?

    5
    historische Landtagswahlen: 2002, 2006, 2011, 2016, 2021
    8
    vorab definierte Modellvarianten
    40
    historische Modellläufe
    5
    Leave-one-election-out-Prüfungen
    1,44 Prozentpunkte
    MAE der ausgewählten Variante
    1,83 Prozentpunkte
    RMSE
    1,46 Prozentpunkte
    MAE bei Leave-one-election-out-Modellwahl
    Vergleich der acht vorab definierten Modellvarianten nach MAE und RMSE
    VarianteMAERMSE
    Neueste Umfrage1,622,03
    Einfacher Mittelwert1,451,85
    Zeitgewichtet, 14 Tageausgewählt1,441,83
    Zeitgewichtet, 30 Tage1,451,84
    Zeitgewichtet, 60 Tage1,451,84
    Institutsausgewogen, 14 Tage1,451,80
    Institutsausgewogen, 30 Tage1,451,81
    Institutsausgewogen, 60 Tage1,461,81

    Für jede Testwahl wurden ausschließlich Umfragen verwendet, die vor dem damaligen Wahltag veröffentlicht waren. Die bekannte Wahl wurde nicht als Eingabe benutzt. Im Leave-one-election-out-Test wurde die Modellvariante jeweils nur anhand der vier anderen Wahlen ausgewählt und anschließend an der zurückgehaltenen Wahl geprüft.

    Fünf MV-Wahlen sind eine kleine Stichprobe. Die Backtests prüfen insbesondere die Schlussphasenprognose, rechtfertigen aber keine beliebig komplexen Kandidaten-, Wirtschafts- oder Taktikkoeffizienten. Die Unsicherheitskalibrierung wird deshalb konservativer angesetzt als der reine lokale MAE.

    Historische Wahlergebnisse

    Ergebnisse der Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern 2011, 2016 und 2021
    LandtagswahlCDUSPDGrüneFDPLinkeAfDNPDSonstige
    201123,0 %35,6 %8,7 %2,8 %18,4 %n. a.6,0 %5,6 %
    201619,0 %30,6 %4,8 %3,0 %13,2 %20,8 %3,0 %5,6 %
    202113,3 %39,6 %6,3 %5,8 %9,9 %16,7 %0,8 %7,6 %

    Strukturanker aus anderen Wahlen

    Europawahl 2024

    • CDU21,5 %
    • SPD10,3 %
    • Grüne4,8 %
    • FDP2,6 %
    • Linke4,9 %
    • AfD28,3 %
    • BSW16,4 %
    • Sonstige10,2 %

    Bundestagswahl 2025

    • CDU17,8 %
    • SPD12,4 %
    • Grüne5,4 %
    • FDP3,2 %
    • Linke12,0 %
    • AfD35,0 %
    • BSW10,6 %
    • Sonstige3,6 %

    Europawahl und Bundestagswahl folgen anderen Wahlarten, anderen Beteiligungsmustern und anderem Personalangebot. Sie sind nicht direkt auf die Landtagswahl übertragbar. Insbesondere ist die Landesstärke der SPD nicht aus dem Bundestagswahlergebnis ableitbar.

    Grenzen der Prognose

    • Umfragen enthalten Stichproben-, Gewichtungs- und Messfehler.
    • Bis zum 20. September können sich Wahlentscheidungen verändern.
    • Die parallelen Schlussumfragen weisen bei der SPD eine erhebliche Institutsspanne auf.
    • BSW besitzt nur eine kurze Wahlhistorie.
    • Bei nicht separat ausgewiesener FDP muss deren Anteil innerhalb des Sammelwerts modelliert werden.
    • Das landesweite Sitzmodell bildet Direktmandate, Überhang- und Ausgleichsmandate noch nicht vollständig wahlkreisscharf ab.
    • Fünf lokale Backtestwahlen sind keine große Trainingsstichprobe.
    • Kandidaten- und Amtsinhabereffekte werden nicht als frei geschätzter Bonus addiert.
    • Das Modell gibt keine Wahlempfehlung.

    Änderungslog

    1. 17.09.2026 – V2.3

      • neue Forschungsgruppe-Wahlen/ZDF-Erhebung vom 17.09. integriert
      • Stichprobe n = 1.395
      • SPD-Modellwert 32,3 → 33,2 %
      • AfD 36,7 → 36,5 %
      • Abstand AfD–SPD 4,4 → 3,3 Prozentpunkte
      • Unsicherheitskorridore aktualisiert
      • neuer Vergleich der beiden jüngsten Umfragen
      • neue Zeitreihengrafik zum kurzfristigen SPD-Anstieg
      • Modellmethodik unverändert
    2. 16.09.2026 – V2.2

      • INSA-Erhebung vom 16.09. integriert
      • zeitgewichteten Umfragekern aktualisiert
      • Abstand zwischen AfD und SPD im Umfragekern aktualisiert (ca. 4,8 → ca. 4,4 Prozentpunkte)
      • neuer Abschnitt „Die jüngsten Umfragen“ mit Zeitreihe AfD und SPD
      • Grafiken und Umfragetabelle aktualisiert
      • Hinweis zum Aktualisierungsstand von zweitstimme.org geschärft
      • Methodik unverändert
    3. 11.09.2026 – V2.1

      • vier neue Erhebungen berücksichtigt (Forschungsgruppe Wahlen/ZDF, Infratest dimap/ARD, INSA/Nordkurier, pollytix/Campact)
      • SPD-Prognose weiter angehoben, CDU-Prognose weiter reduziert
      • Prognosekorridore neu berechnet
      • Wahrscheinlichkeiten für Platz eins aktualisiert (AfD ca. 92 %, SPD ca. 8 %)
      • Einzugswahrscheinlichkeiten für Grüne (ca. 59 %) und BSW (ca. 17 %) ausgewiesen
      • FDP nicht mehr separat ausgewiesen, fließt in die Sonstigen ein
      • zweitstimme.org-Hinweis aktualisiert: kein direkter Zahlenvergleich wegen älteren Datenstands
      • keine Änderung der Modellmethodik
    4. 10.09.2026 – V2.0

      • zwei neue Umfragen berücksichtigt
      • SPD-Prognose deutlich angehoben
      • CDU-Prognose reduziert
      • AfD leicht angehoben
      • Prognosekorridore neu berechnet
      • Mehrheitswahrscheinlichkeiten aktualisiert
      • Bedeutung der 5-%-Hürde stärker berücksichtigt
    5. 03.09.2026 – MV 1.0

      • Erstveröffentlichung des Prognosemodells zur Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026