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    Warum muss Deutschland sein Energiesystem verändern?

    Autor:
    politfacts
    Veröffentlicht:
    28. Juli 2026
    Letzte Aktualisierung:
    29. Juli 2026
    Lesedauer:
    ca. 11 Minuten
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    Worum geht es hier?

    Deutschland baut sein Energiesystem um, weil es sich das Ziel gesetzt hat, bis 2045 unter dem Strich keine Treibhausgase mehr auszustoßen. Diese Seite erklärt in einfacher Sprache, woher die Emissionen heute kommen, welche Rolle Öl, Gas und Kohle spielen, warum Strom künftig wichtiger wird – und welche Fragen die vorliegenden Quellen offenlassen.

    • Was Klimaneutralität konkret bedeutet
    • Woher Deutschlands Treibhausgase heute stammen
    • Wie stark Deutschland von Energieimporten abhängt
    • Warum mehr Strom allein nicht ausreicht

    Kurz erklärt

    Deutschland hat gesetzlich festgelegt, bis 2045 netto keine Treibhausgase mehr auszustoßen – das nennt man Treibhausgasneutralität oder Klimaneutralität.

    Der größte Teil der heutigen Emissionen entsteht dort, wo Energie erzeugt und verbraucht wird: in Kraftwerken, in der Industrie, im Verkehr und beim Heizen von Gebäuden.

    2025 stieß Deutschland rund 648,9 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente aus; allein die Energiewirtschaft verursachte davon etwa 29 Prozent.

    Gleichzeitig kommen Öl und Gas fast vollständig aus dem Ausland – 99 Prozent des Mineralöls und 94 Prozent der Gase wurden 2025 importiert.

    Der Umbau bedeutet deshalb: weniger fossile Brennstoffe, mehr Strom aus erneuerbaren Quellen – und zusätzlich Netze, Speicher, steuerbare Kraftwerke und ein flexiblerer Verbrauch.

    Das Wichtigste auf einen Blick

    • 2025 lagen die Treibhausgasemissionen bei rund 648,9 Mio. t CO₂-Äquivalenten – nur 0,1 Prozent weniger als 2024 (Umweltbundesamt).

    • Die Energiewirtschaft ist mit rund 29 Prozent weiterhin der Sektor mit den höchsten Emissionen (Umweltbundesamt).

    • Der Primärenergieverbrauch lag 2025 bei 2.931 TWh und damit 29 Prozent unter dem Wert von 1990 (Agora Energiewende nach AGEB).

    • Erneuerbare Energien deckten 2025 erstmals über 20 Prozent des Primärenergieverbrauchs und 55,3 Prozent des Bruttostromverbrauchs.

    • Mineralöl (99 %) und fossile Gase (94 %) stammen fast vollständig aus Importen; erneuerbare Energien werden im Inland erzeugt.

    • Ziel ist Netto-Treibhausgasneutralität 2045; mit den bisher umgesetzten Maßnahmen verblieben 2045 laut Projektion noch 212,5 Mio. t CO₂-Äq.

    Zahlen & Fakten

    Die Datenlage

    Treibhausgasemissionen Deutschlands 2025 (CO₂-Äquivalente)
    648,9 Mio. t

    Umweltbundesamt, Emissionsdaten 2025

    Anteil der Energiewirtschaft an den Gesamtemissionen 2025
    29 %

    189,1 Mio. t CO₂-Äq. – der größte Einzelsektor

    Primärenergieverbrauch 2025
    2.931 TWh

    1990: 4.140 TWh – ein Rückgang um 29 Prozent

    Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch 2025
    55,3 %

    Rekordwert, +0,7 Prozentpunkte gegenüber 2024

    Importquote bei Mineralöl und fossilen Gasen 2025
    99 % / 94 %

    Kohlen 49 Prozent, Strom 4 Prozent, erneuerbare Energien 0 Prozent

    Zieljahr der Netto-Treibhausgasneutralität
    2045

    Gesetzlich verankert; Zwischenziele 2030 (−65 %) und 2040 (−88 %) gegenüber 1990

    Treibhausgasemissionen 2025 nach Sektoren

    In Millionen Tonnen CO₂-Äquivalenten

    Mio. t CO₂-Äq.

    Der LULUCF-Sektor (Landnutzung und Wälder) geht nicht in die Gesamtemissionen ein.

    Quelle: Umweltbundesamt, Emissionsdaten 2025 & Projektionsdaten 2026 (Stand: März 2026)

    Veränderung der Emissionen 2024 zu 2025

    Rückgänge in der Industrie wurden durch Anstiege in Gebäuden und Verkehr fast ausgeglichen

    Mio. t CO₂-Äq.

    • 2024
    • 2025

    Insgesamt sanken die Emissionen 2025 nur um rund 0,9 Mio. t CO₂-Äq. (−0,1 Prozent).

    Quelle: Umweltbundesamt, Emissionsdaten 2025 & Projektionsdaten 2026

    Primärenergieverbrauch 2019 bis 2025

    Gesamtverbrauch inklusive Stromimportsaldo

    TWh

    2025 lag der Verbrauch knapp auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung.

    Quelle: Agora Energiewende (2026) nach AGEB 2025c; 2025 vorläufige Daten

    Woher die Energie 2025 kam

    Anteile am Primärenergieverbrauch, Werte für 2024 in Klammern in der Quelle

    Prozent

    Der exakte Anteil der erneuerbaren Energien lag 2025 bei 20,6 Prozent (603 TWh).

    Quelle: Agora Energiewende (2026) nach AGEB 2025c; gerundete vorläufige Werte

    Wie stark Deutschland auf Importe angewiesen ist

    Importquote nach Energieträger, 2025

    Prozent Import

    Strom: physischer Nettoimport geteilt durch den Bruttostromverbrauch.

    Quelle: Agora Energiewende (2026) nach AGEB 2025a/b; 2025 vorläufig geschätzt

    Nettostromerzeugung 2025 nach Quellen

    Wind war 2025 die stärkste Stromquelle, Solar rückte auf Platz zwei

    TWh

    Erdgas: 49,5 TWh öffentliche Versorgung plus 29,8 TWh industrieller Eigenverbrauch.

    Quelle: Fraunhofer ISE, Stromerzeugung in Deutschland im Jahr 2025 (Stand: 28.03.2026)

    Anteil erneuerbarer Energien 2025 nach Bereichen

    Strom liegt deutlich vor Wärme und Verkehr

    Prozent

    Wärme und Verkehr sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen (Wärme von 17,8 %, Verkehr von 7,3 %).

    Quelle: Agora Energiewende (2026) nach AGEB 2025c sowie AGEE-Stat & UBA 2025

    Szenario: Endenergieverbrauch nach Energieträgern

    Modellrechnung KN100 der dena-Leitstudie – keine Vorhersage

    TWh

    • 2018
    • 2030 (Szenario)
    • 2045 (Szenario)

    Im Szenario sinkt der Endenergieverbrauch von 2.489 TWh (2018) auf 1.477 TWh (2045); Strom deckt dann 49 Prozent.

    Quelle: dena-Leitstudie „Aufbruch Klimaneutralität“, Szenario Klimaneutralität 2045 (KN100)

    Primärenergieverbrauch 2025 nach Energieträgern

    Amtliche Energiebilanz, vorläufige Werte

    Petajoule

    Insgesamt 10.530 PJ. Auf Mineralöle entfallen 36,0 Prozent, auf Gase 26,6 Prozent, auf erneuerbare Energien 20,8 Prozent, auf Braun- und Steinkohle zusammen 13,9 Prozent. Kernenergie trägt seit 2023 nicht mehr bei.

    Quelle: AG Energiebilanzen, Auswertungstabellen zur Energiebilanz Deutschland 1990–2025 (Tab. 2.1), Werte für 2025 vorläufig.

    Was bedeuten diese Zahlen?

    Fast alles, was in Deutschland Energie braucht – Kraftwerke, Fabriken, Autos, Heizungen – setzt bislang überwiegend fossile Energieträger ein. Genau dort entstehen auch die meisten Treibhausgase. Die Zahlen des Umweltbundesamts zeigen das deutlich: Von rund 648,9 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalenten im Jahr 2025 entfielen 189,1 Millionen Tonnen auf die Energiewirtschaft, 146,3 auf den Verkehr, 144,1 auf die Industrie und 103,4 auf Gebäude.

    Klimaneutralität heißt: Unter dem Strich sollen keine zusätzlichen Treibhausgase mehr in die Atmosphäre gelangen. Deutschland hat dafür das Jahr 2045 als Ziel festgelegt, mit Zwischenzielen von 65 Prozent Minderung bis 2030 und 88 Prozent bis 2040 – jeweils gegenüber 1990. Weil ein so großer Teil der Emissionen aus der Energieerzeugung und -nutzung stammt, lässt sich dieses Ziel ohne einen Umbau des Energiesystems rechnerisch nicht erreichen.

    Ein zweiter Grund ist die Herkunft der Energie. Mineralöl wurde 2025 zu 99 Prozent importiert, fossile Gase zu 94 Prozent, Kohlen zu 49 Prozent. Erneuerbare Energien entstehen dagegen im Inland. Agora Energiewende beschreibt Deutschland weiterhin als abhängig von fossilen Energieimporten; nach der Energiepreiskrise infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine wurden die Gasimporte stark diversifiziert.

    Warum wird Strom wichtiger? Weil viele Anwendungen, die heute Öl oder Gas verbrennen, elektrisch betrieben werden können – Wärmepumpen statt Gaskessel, Elektroautos statt Verbrenner. Das nennt man Elektrifizierung. Agora Energiewende hält fest, dass die fortschreitende Elektrifizierung in Wärme und Verkehr die Stromnachfrage erhöht und hohe Anteile erneuerbarer Energien dort nur erreichbar sind, wenn der zusätzliche Strombedarf zunehmend erneuerbar gedeckt wird.

    Fortschritte gibt es vor allem beim Strom: 55,3 Prozent des Bruttostromverbrauchs stammten 2025 aus erneuerbaren Quellen. Im Wärmemarkt waren es 19 Prozent, im Verkehr 7,9 Prozent. Gleichzeitig zeigen die Daten, wie stark das Wetter wirkt: 2025 erzeugten Photovoltaikanlagen rund 21 Prozent mehr Strom, Wind und Wasserkraft dagegen weniger – unterm Strich stieg die erneuerbare Erzeugung nur um 0,7 Prozent.

    Der Umbau ist damit kein Selbstläufer. Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass das 2030-Ziel zwar erreichbar bleibt, die Projektionen aber nur eine Minderung von 62,6 Prozent zeigen und der rechnerische Puffer nahezu verbraucht ist. Für 2040 und 2045 sind laut UBA substanzielle zusätzliche Fortschritte nötig.

    Was wir sicher wissen

    • Die Treibhausgasemissionen Deutschlands lagen 2025 bei rund 648,9 Mio. t CO₂-Äquivalenten (Umweltbundesamt).
    • Die Energiewirtschaft ist mit rund 29 Prozent der Emissionen der größte Einzelsektor (Umweltbundesamt).
    • Der Primärenergieverbrauch lag 2025 bei 2.931 TWh, 29 Prozent unter dem Wert von 1990 (Agora Energiewende nach AGEB).
    • Mineralöl und fossile Gase wurden 2025 zu 99 bzw. 94 Prozent importiert (Agora Energiewende nach AGEB).
    • Erneuerbare Energien deckten 2025 55,3 Prozent des Bruttostromverbrauchs – ein Rekordwert.
    • Die Bundesnetzagentur kommt zu dem Ergebnis, dass Versorgungssicherheit in ihren Szenarien gewährleistet werden kann, wenn bis 2035 zusätzliche steuerbare Kapazitäten von bis zu 22,4 GW entstehen.

    Was wir nicht sicher wissen

    • Ob die Klimaziele 2030, 2040 und 2045 erreicht werden: Die Projektionsdaten 2026 zeigen bis 2030 eine Minderung von 62,6 Prozent gegenüber dem Ziel von 65 Prozent; das UBA bezeichnet die knappe Zielerreichung als „nicht richtungssicher“.
    • Wie viel Strom Deutschland künftig genau braucht: Die verwendeten Zahlen für 2030 und 2045 stammen aus Szenarien. Szenarien sind Modellrechnungen unter bestimmten Annahmen – sie sind keine Vorhersagen und treten nicht zwangsläufig so ein.
    • Wie sich das Wetter auswirkt: 2025 lieferte die Photovoltaik rund 21 Prozent mehr Strom, Wind und Wasserkraft dagegen weniger. Einzelne Jahre lassen deshalb keinen Rückschluss auf langfristige Trends zu.
    • Wie schnell Elektromobilität, Wärmepumpen und Wasserstoff hochlaufen: Das UBA führt Abweichungen unter anderem auf geänderte Preisannahmen, Förderbudgets und einen verlangsamten Hochlauf der Elektromobilität zurück.
    • Ob ausreichend steuerbare Kraftwerke gebaut werden: Die Bundesnetzagentur stellt fest, dass die Investitionen der Kraftwerksbetreiber in der Realität bislang nicht ausreichen.
    • Konkrete Kosten für Verbraucherinnen und Verbraucher lassen sich aus den hier verwendeten Quellen nicht belastbar ableiten und werden deshalb auf dieser Seite nicht beziffert.

    Warum diese Antwort nicht ganz einfach ist

    Mehr Strom aus Wind und Sonne allein genügt nicht. Strom muss dort ankommen, wo er gebraucht wird, und auch dann verfügbar sein, wenn wenig Wind weht oder die Sonne nicht scheint. Die Quellen benennen dafür mehrere Bausteine, die zusammenwirken müssen.

    1. 01

      Stromnetze

      Die Bundesnetzagentur hält fest, dass die netzseitigen Voraussetzungen für Versorgungssicherheit im Zielszenario nur gewährleistet sind, wenn der Netzausbau wie geplant verwirklicht wird und genügend Redispatchleistung zur Verfügung steht. Verzögerungen beim Netzausbau wirken sich unmittelbar aus.

    2. 02

      Speicher

      Speicher nehmen laut Bundesnetzagentur eine immer wichtigere Funktion ein: Sie können sich schnell anpassen, am Strommarkt optimieren und in Knappheitszeiten zur Versorgungssicherheit beitragen – vor allem über kurze Zeiträume. In bestimmten Marktsituationen können sie den Bedarf an zusätzlichen Kraftwerken verringern.

    3. 03

      Steuerbare Kraftwerke

      Die Modellrechnungen der Bundesnetzagentur zeigen, dass regelbare Kraftwerke weiterhin notwendiger Bestandteil eines versorgungssicheren Systems sind. Bis 2035 ergibt sich ein Zubaubedarf von bis zu 22,4 GW im Zielszenario und bis zu 35,5 GW im Szenario „Verzögerte Energiewende“.

    4. 04

      Flexibler Verbrauch (Lastmanagement)

      Preissensitive Verbraucher wie Elektroautos, Wärmepumpen, Elektrolyseure und Industriebetriebe können ihren Strombezug zeitlich verschieben. Bleibt diese Flexibilisierung aus, wäre die Versorgungssicherheit laut Bundesnetzagentur nicht gewährleistet und es bräuchte zusätzliche Kraftwerke.

    5. 05

      Energieeffizienz

      Im Szenario KN100 der dena-Leitstudie sinkt der Endenergieverbrauch von 2.489 TWh (2018) auf 1.477 TWh (2045) – ein Minus von 41 Prozent. Als wichtige Faktoren nennt die Studie hohe Effizienzgewinne in den Sektoren und die Elektrifizierung.

    6. 06

      Zeitliche Abhängigkeiten

      Die Bausteine hängen voneinander ab: Das UBA führt die vergrößerte Emissionslücke unter anderem auf den verzögerten Ausbau der Windenergie auf See zurück, weil dadurch mehr fossile Kraftwerke zur Stromerzeugung beitragen.

    Häufige Missverständnisse

    Klimaneutralität bedeutet, dass Deutschland keine Energie mehr verbraucht.

    Klimaneutralität bedeutet, dass unter dem Strich keine zusätzlichen Treibhausgase mehr ausgestoßen werden. Auch im Szenario KN100 der dena-Leitstudie verbraucht Deutschland 2045 noch 1.477 TWh Endenergie – sie stammt dann überwiegend aus Strom, Wasserstoff und klimaneutralen Energieträgern.

    Mehr Windräder allein lösen alle Probleme.

    Die Bundesnetzagentur benennt neben dem Ausbau von Wind und Photovoltaik ausdrücklich Netzausbau, Speicher, steuerbare Kraftwerke und die Flexibilisierung des Stromverbrauchs als Voraussetzungen für Versorgungssicherheit.

    Deutschland kann den Klimawandel alleine stoppen.

    Die vorliegenden Quellen beschreiben ausschließlich nationale Emissionen und Ziele sowie europäische Vorgaben – etwa die EU-Klimaschutzverordnung (ESR), bei der sich für 2021 bis 2030 eine absehbare Zielverfehlung von 255 Mio. t CO₂-Äq. abzeichnet. Eine Aussage darüber, welchen Anteil Deutschland an den weltweiten Emissionen hat, lässt sich aus den hochgeladenen Quellen nicht belegen.

    Der Umbau ist beim Strom schon fast geschafft.

    Beim Strom lag der Anteil erneuerbarer Energien 2025 bei 55,3 Prozent – im Wärmemarkt aber nur bei 19 Prozent und im Verkehr bei 7,9 Prozent. Zudem verfehlte die erneuerbare Nettostromerzeugung mit 282,7 TWh den für 2025 angestrebten EEG-Wert von 346 TWh deutlich.

    Wenn erneuerbare Anlagen zugebaut werden, steigt die Erzeugung automatisch entsprechend.

    2025 stieg die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien insgesamt nur um 0,7 Prozent, weil ein Plus bei Photovoltaik (+21 Prozent) durch weniger Wind- und Wasserkraft ausgeglichen wurde. Wetterjahre beeinflussen das Ergebnis erheblich.

    Szenarien für 2030 oder 2045 sagen, wie die Zukunft aussehen wird.

    Szenarien sind Modellrechnungen unter festgelegten Annahmen. Die Bundesnetzagentur rechnet deshalb bewusst ein Zielszenario und ein Szenario „Verzögerte Energiewende“; das UBA weist darauf hin, dass schon leichte Änderungen bei Annahmen die Ergebnisse verschieben.

    Deutschland ist beim Strom stark vom Ausland abhängig.

    Die Importquote lag beim Strom 2025 bei 4 Prozent des Bruttostromverbrauchs. Deutlich höher ist die Abhängigkeit bei Mineralöl (99 Prozent) und fossilen Gasen (94 Prozent).

    Auf einen Blick

    Deutschland baut sein Energiesystem um, weil ein Großteil seiner Treibhausgase bei der Erzeugung und Nutzung von Energie entsteht und weil fossile Energieträger fast vollständig importiert werden. Das Ziel der Netto-Treibhausgasneutralität 2045 erfordert nach den vorliegenden Quellen mehr erneuerbaren Strom – zusammen mit Netzen, Speichern, steuerbaren Kraftwerken, flexiblerem Verbrauch und höherer Energieeffizienz.

    Evidenzgrad
    Gut belegt

    Die Kernaussagen stützen sich auf amtliche und wissenschaftliche Primärquellen (Umweltbundesamt, Bundesnetzagentur, Fraunhofer ISE, Agora Energiewende nach AGEB). Aussagen über die Zukunft beruhen auf Szenarien und sind entsprechend gekennzeichnet. Zu Kosten, weltweiten Emissionsanteilen und einzelnen Technologiebewertungen enthalten die verwendeten Quellen keine belastbaren Angaben; diese Fragen bleiben hier offen.

    Datenstand
    Emissions- und Energiedaten für das Jahr 2025 (teils vorläufig), historische Reihen ab 1990, Szenarien bis 2035 (Bundesnetzagentur) bzw. 2045 (dena, UBA-Projektionen 2026).
    Letzte Aktualisierung
    29. Juli 2026

    Quellen

    1. 1

      Auswertungstabellen zur Energiebilanz Deutschland 1990–2025

      AG Energiebilanzen e. V. (AGEB) · 2026

      Primärenergieverbrauch nach Energieträgern 1990–2025; Werte für 2025 vorläufig.

      Quelle öffnen
    2. 2

      Emissionsdaten 2025 & Projektionsdaten 2026 – Pressehintergrundinformation

      Umweltbundesamt · 2026

      Stand: 14. März 2026; Emissionen nach Sektoren, Projektionen bis 2045.

    3. 3

      Die Energiewende in Deutschland: Stand der Dinge 2025

      Agora Energiewende · 2026

      Primärenergieverbrauch, Energieträgermix, Importquoten, Anteile erneuerbarer Energien.

    4. 4

      Stromerzeugung in Deutschland im Jahr 2025

      Fraunhofer ISE · 2026

      Prof. Dr. Bruno Burger, Dipl.-Ing. Leonhard Gandhi; Aktualisierung 28.03.2026.

    5. 5

      Bericht zum Stand und zur Entwicklung der Versorgungssicherheit im Bereich der Versorgung mit Elektrizität

      Bundesnetzagentur · 2025

      Monitoring nach §§ 51 Abs. 3, 63 Abs. 2 Nr. 2 EnWG; Szenarien bis 2035.

    6. 6

      Abschlussbericht dena-Leitstudie „Aufbruch Klimaneutralität“

      Deutsche Energie-Agentur (dena) · 2021

      Szenario Klimaneutralität 2045 (KN100); Endenergie- und Strombedarf.

    Weiterlesen

    Wo verbraucht Deutschland eigentlich Energie?

    Endenergie nach Sektoren – Gebäude, Industrie und Verkehr im Vergleich.

    Warum wird Deutschland künftig deutlich mehr Strom benötigen?

    Elektrifizierung von Wärme, Verkehr und Industrie und ihre Folgen für die Stromnachfrage.

    Welche Rolle spielen erneuerbare Energien?

    Wind, Sonne, Wasser, Biomasse und Geothermie: Beitrag heute, Aufgaben künftig und technische Grenzen.

    Wie kann Deutschland langfristig bezahlbaren Strom bereitstellen?

    Kosten, Marktdesign und Versorgungssicherheit – Seite in Vorbereitung.

    Kein Bullshit. Nur Fakten. Einfach erklärt.

    Alle Angaben auf dieser Seite stammen aus offen zugänglichen Quellen und sind nachvollziehbar belegt. Wie wir arbeiten, steht in unserer Methodik.