Wo verbraucht Deutschland eigentlich Energie?
- Autor:
- politfacts
- Veröffentlicht:
- 28. Juli 2026
- Letzte Aktualisierung:
- 29. Juli 2026
- Lesedauer:
- ca. 10 Minuten
Worum geht es hier?
Wenn über Energie gesprochen wird, ist meist von Strom die Rede. Tatsächlich ist Strom nur ein Teil des Energieverbrauchs: Der größte Teil wird zum Heizen und für den Verkehr eingesetzt. Diese Seite erklärt in einfacher Sprache, wie sich der Energieverbrauch auf Gebäude, Industrie und Verkehr verteilt – und warum der Strombedarf künftig steigen dürfte.
- Was Primärenergie und Endenergie unterscheidet
- Welche Sektoren wie viel Energie verbrauchen
- Warum Wärme und Verkehr so stark ins Gewicht fallen
- Weshalb Elektrifizierung den Strombedarf erhöht
Kurz erklärt
Deutschland verbrauchte 2023 rund 7.500 Petajoule Endenergie – das ist die Energie, die am Ende bei Haushalten, Betrieben und im Verkehr tatsächlich ankommt.
Den größten Anteil hatten laut Internationaler Energieagentur die Gebäude mit 42 Prozent, gefolgt von der Industrie mit 30 Prozent und dem Verkehr mit 28 Prozent.
Strom ist dabei nur ein Teil des Ganzen: Der Bruttostromverbrauch lag 2025 bei 528 Terawattstunden, während ein großer Teil der Energie weiterhin als Brennstoff für Heizungen, Öfen und Motoren genutzt wird.
In Wohngebäuden entfallen 63 Prozent der Energie auf die Raumwärme, die noch überwiegend aus Erdgas und Öl stammt.
Weil Verkehr, Wärme und Teile der Industrie zunehmend auf Strom umgestellt werden, wird der Gesamtstrombedarf nach Einschätzung der Quellen künftig erheblich steigen.
Das Wichtigste auf einen Blick
Der Endenergieverbrauch lag 2023 bei rund 7.500 Petajoule – 5 Prozent weniger als im Vorjahr und 14 Prozent weniger als 2008 (IEA).
Gebäude sind mit 42 Prozent der größte Verbrauchsbereich, Industrie 30 Prozent, Verkehr 28 Prozent (IEA, Daten für 2023).
Wohngebäude verursachten 75 Prozent des Energieverbrauchs im Gebäudebereich; 63 Prozent davon entfallen auf Raumwärme (IEA).
Der Primärenergieverbrauch sank von 4.137 TWh (1990) auf 2.931 TWh (2025); Mineralöl und Erdgas machen zusammen rund 63 Prozent aus (Agora Energiewende nach AGEB).
Der Bruttostromverbrauch stagnierte 2025 bei 528 TWh – die erwartete Zunahme blieb aus, weil die Elektrifizierung langsam voranschreitet (Agora Energiewende).
In Szenarien für 2045 liegt allein die Stromnachfrage der Verbrauchssektoren bei 751 bis 919 TWh (Langfristszenarien, Orientierungsszenarien O45).
Zahlen & Fakten
Die Datenlage
- Endenergieverbrauch 2023
- 7.500 PJ
- Anteil Gebäude
- 42 %
- Anteil Industrie
- 30 %
- Anteil Verkehr
- 28 %
- Raumwärme in Wohngebäuden
- 63 %
- Bruttostromverbrauch 2025
- 528 TWh
Rund 2.083 Terawattstunden; −5 % gegenüber 2022, −14 % gegenüber 2008 (IEA).
Größter Verbrauchsbereich; enthält Haushalte sowie Gewerbe, Handel und Dienstleistungen (IEA, 2023).
Verarbeitendes Gewerbe sowie Landwirtschaft, Bau und Bergbau (IEA, 2023).
70 % davon entfallen auf den Personenverkehr (IEA).
Anteil der Energie, der in Wohngebäuden zum Heizen genutzt wird – überwiegend Erdgas und Öl (IEA, 2022).
Inklusive Pumpspeicher; auf Vorjahresniveau (Agora Energiewende nach AGEB).
Endenergieverbrauch nach Sektoren
Anteile der Verbrauchsbereiche am gesamten Endenergieverbrauch in Deutschland, 2023
Anteil in Prozent
Die Quelle fasst Haushalte sowie Gewerbe, Handel und Dienstleistungen zum Sektor „Gebäude“ zusammen. Eine getrennte Angabe für Haushalte und Gewerbe enthalten die verwendeten Quellen nicht.
Quelle: IEA, Energy Policy Review – Germany 2025 (Daten für 2023).
Wofür Energie in Gebäuden genutzt wird
Anteil der Wohngebäude am Energieverbrauch des Gebäudesektors und Anteil der Raumwärme darin
Anteil in Prozent
Die Raumwärme beruht laut Quelle weiterhin stark auf fossilen Energieträgern, vor allem Erdgas und Öl.
Quelle: IEA, Energy Policy Review – Germany 2025 (Daten für 2022).
Primärenergieverbrauch nach Energieträgern
Eingesetzte Energie in Deutschland im Jahr 2025 (teilweise vorläufige Angaben)
Terawattstunden (TWh)
Mineralöl und Erdgas zusammen machen rund 63 Prozent des Primärenergieverbrauchs aus.
Quelle: Agora Energiewende, Die Energiewende in Deutschland: Stand der Dinge 2025 (nach AGEB).
Entwicklung des Primärenergieverbrauchs
Gesamter Primärenergieverbrauch Deutschlands im Zeitvergleich
Terawattstunden (TWh)
Die Quelle weist für die Jahre zwischen 1990 und 2023 keine Einzelwerte in Tabellenform aus; dargestellt sind daher nur die dort genannten Stützjahre.
Quelle: Agora Energiewende, Die Energiewende in Deutschland: Stand der Dinge 2025 (nach AGEB).
Entwicklung des Endenergieverbrauchs
Endenergieverbrauch 2008 und 2023 sowie das gesetzliche Effizienzziel für 2030
Petajoule (PJ)
Die IEA nennt für 2023 einen Wert von 7.500 PJ (−14 % gegenüber 2008) sowie das deutsche Ziel einer Minderung um 26,5 Prozent gegenüber 2008 bis 2030. Die Werte für 2008 und 2030 sind aus diesen Prozentangaben umgerechnet; die Quelle nennt sie nicht als absolute Zahlen. Laut IEA besteht zum Erreichen des Ziels 2030 weiterhin eine Lücke.
Quelle: IEA, Energy Policy Review – Germany 2025.
Entwicklung des Stromverbrauchs
Bruttostromverbrauch in Deutschland (inklusive Pumpspeicher)
Terawattstunden (TWh)
Der Stromverbrauch stagnierte 2025, weil die Elektrifizierung langsamer verlief als erwartet und die energieintensive Industrie ihre Produktion zurückfuhr.
Quelle: Agora Energiewende, Die Energiewende in Deutschland: Stand der Dinge 2025 (nach AGEB).
Strom, Wärme und Verkehr im Vergleich
Anteil erneuerbarer Energien in den drei Verbrauchsbereichen, 2024 und 2025
Anteil in Prozent
- 2024
- 2025
Strom: Anteil am Bruttostromverbrauch (2025 vorläufig 55,3 Prozent, in der Jahrestabelle gerundet auf 56 Prozent ohne Pumpspeicher). Wärme und Verkehr: Anteil am jeweiligen Endenergieverbrauch.
Quelle: Agora Energiewende, Die Energiewende in Deutschland: Stand der Dinge 2025 (nach AGEB, AGEE-Stat & UBA).
Künftige Stromnachfrage in Szenarien
Von den Verbrauchssektoren nachgefragte Strommenge im Jahr 2045 – Vergleich zweier Szenarien mit dem heutigen Verbrauch
Terawattstunden (TWh)
Die Szenariowerte beschreiben die Strommenge, die die Verbrauchssektoren nachfragen. Sie sind Modellrechnungen unter festgelegten Annahmen und keine Prognose. Der Vergleich mit 2025 stammt aus einer anderen Quelle; die Abgrenzungen sind nicht vollständig identisch.
Quelle: Langfristszenarien, Orientierungsszenarien O45 – Bericht Energieangebot; Vergleichswert 2025: Agora Energiewende (nach AGEB).
Endenergieverbrauch nach Sektoren 2025
Amtliche Energiebilanz, vorläufige Werte für 2025
Petajoule
Der gesamte Endenergieverbrauch lag 2025 bei 8.252 PJ. Die AG Energiebilanzen weist private Haushalte und den Bereich Gewerbe, Handel, Dienstleistungen getrennt aus – anders als die IEA, die beide zum Sektor „Gebäude“ zusammenfasst. Die Abgrenzungen der beiden Quellen sind daher nicht identisch.
Quelle: AG Energiebilanzen, Auswertungstabellen zur Energiebilanz Deutschland 1990–2025 (Tab. 6.2–6.6), Werte für 2025 vorläufig.
Primärenergieverbrauch Deutschlands seit 1990
Gesamter Primärenergieverbrauch nach amtlicher Energiebilanz
Petajoule
Der Primärenergieverbrauch ist 2025 gegenüber 1990 um rund 29 Prozent gesunken. Er umfasst auch die Verluste bei Umwandlung und Transport und liegt deshalb deutlich über dem Endenergieverbrauch.
Quelle: AG Energiebilanzen, Auswertungstabellen zur Energiebilanz Deutschland 1990–2025 (Tab. 2.1), Wert für 2025 vorläufig.
Was bedeuten diese Zahlen?
Energieverbrauch wird in zwei Stufen gemessen. Die Primärenergie umfasst alles, was insgesamt an Energie in das System hineingeht – also Rohöl, Erdgas, Kohle sowie Wind, Sonne und Biomasse. Ein Teil davon geht bei der Umwandlung in Kraftwerken und Raffinerien sowie beim Transport verloren. Was am Ende bei Haushalten, Betrieben und Fahrzeugen ankommt, heißt Endenergie.
Für die Frage „Wo verbraucht Deutschland Energie?“ ist vor allem die Endenergie interessant. Sie lag laut Internationaler Energieagentur 2023 bei rund 7.500 Petajoule. Davon entfielen 42 Prozent auf Gebäude, 30 Prozent auf die Industrie und 28 Prozent auf den Verkehr. Der Rückgang des Energieverbrauchs im letzten Jahrzehnt kam laut derselben Quelle vor allem aus dem Gebäudebereich.
Innerhalb der Gebäude sind Wohnhäuser der größte Posten: Sie verursachten 75 Prozent des Energieverbrauchs in diesem Sektor, und 63 Prozent dieser Energie werden zum Heizen der Räume gebraucht. Geheizt wird dabei nach Angaben der Quelle weiterhin überwiegend mit fossilen Brennstoffen, vor allem Erdgas und Öl. Im Verkehr entfallen 70 Prozent des Energieverbrauchs auf den Personenverkehr.
Der Blick auf die Energieträger zeigt dasselbe Bild aus einer anderen Richtung: 2025 war Mineralöl mit 1.046 TWh der mit Abstand größte Energieträger im Primärenergieverbrauch, gefolgt von Erdgas mit 789 TWh und den erneuerbaren Energien mit 603 TWh. Öl und Gas werden weit überwiegend nicht verstromt, sondern direkt als Kraftstoff und als Heizenergie eingesetzt.
Strom ist deshalb nur ein Ausschnitt: Der Bruttostromverbrauch lag 2025 bei 528 TWh und damit auf dem Niveau des Vorjahres. Zum Vergleich: Der gesamte Primärenergieverbrauch betrug im selben Jahr 2.931 TWh. Wie hoch der Anteil von Strom am Endenergieverbrauch genau ist, geben die hier verwendeten Quellen nicht als eigene Kennzahl an.
Auch die erneuerbaren Energien sind in den drei Bereichen unterschiedlich weit: 2025 lag ihr Anteil beim Strom bei 55,3 Prozent, im Wärmebereich bei 19 Prozent und im Verkehr bei 7,9 Prozent. Der Umbau ist also dort am weitesten fortgeschritten, wo bereits heute Strom genutzt wird.
Was wir sicher wissen
- Der Endenergieverbrauch Deutschlands lag 2023 bei rund 7.500 Petajoule – 5 Prozent weniger als 2022 und 14 Prozent weniger als 2008 (IEA).
- Gebäude sind mit 42 Prozent der größte Verbrauchsbereich, vor Industrie (30 Prozent) und Verkehr (28 Prozent) (IEA, 2023).
- 75 Prozent des Energieverbrauchs im Gebäudesektor entfallen auf Wohngebäude, 63 Prozent davon auf Raumwärme (IEA, 2022).
- Der Primärenergieverbrauch betrug 2025 rund 2.931 TWh; Mineralöl (1.046 TWh) und Erdgas (789 TWh) sind die größten Energieträger (Agora Energiewende nach AGEB).
- Der Bruttostromverbrauch lag 2025 bei 528 TWh und damit auf Vorjahresniveau (Agora Energiewende nach AGEB).
- Der Anteil erneuerbarer Energien war 2025 im Stromsektor mit 55,3 Prozent deutlich höher als in der Wärme (19 Prozent) und im Verkehr (7,9 Prozent) (Agora Energiewende).
- Mit dem Umstieg von fossilen Energieträgern auf Strom in Industrie, Verkehr und Gebäuden wird der Gesamtstrombedarf laut Agora Energiewende künftig erheblich steigen.
Was wir nicht sicher wissen
- Wie hoch der Anteil von Strom am gesamten Endenergieverbrauch genau ist, wird in den verwendeten Quellen nicht als eigene Kennzahl ausgewiesen.
- Die Quellen trennen Haushalte und Gewerbe/Handel/Dienstleistungen nicht getrennt aus; beide sind im Sektor „Gebäude“ zusammengefasst. Getrennte Anteile lassen sich hier nicht belegen.
- Ein durchgängiger Energiefluss vom Energieträger bis zur Anwendung (Sankey-Darstellung) lässt sich aus den vorliegenden Quellen nicht erstellen, weil Primärenergie und Endenergie dort aus unterschiedlichen Datensätzen und Jahren stammen.
- Wie schnell der Stromverbrauch steigt, hängt laut Agora Energiewende vom Tempo der Elektrifizierung und von der Entwicklung der energieintensiven Industrie ab – 2025 blieb der erwartete Anstieg aus.
- Die Werte für 2045 stammen aus Szenarien. Je nach Annahmen liegt die Stromnachfrage der Verbrauchssektoren zwischen 751 und 919 TWh; solche Modellrechnungen sind keine Vorhersage.
- Laut IEA besteht zum Effizienzziel 2030 (−26,5 Prozent Endenergie gegenüber 2008) weiterhin eine Lücke; ob und wie sie geschlossen wird, beantworten die Quellen nicht.
Warum diese Antwort nicht ganz einfach ist
Die Frage klingt einfach, doch schon die Begriffe entscheiden über das Ergebnis: Je nachdem, ob man Primärenergie oder Endenergie betrachtet, ob Strom getrennt oder als Teil des Ganzen gezählt wird und welches Jahr man wählt, entstehen unterschiedliche Zahlenbilder.
- 01
Primärenergie ist nicht Endenergie
Die Primärenergie enthält auch die Verluste bei Umwandlung und Transport. Deshalb liegt sie deutlich höher als die Endenergie, die tatsächlich bei den Verbrauchern ankommt. Beide Größen dürfen nicht direkt verglichen werden.
- 02
Unterschiedliche Sektorabgrenzungen
Die IEA rechnet Landwirtschaft, Bau und Bergbau zur Industrie und fasst Haushalte mit Gewerbe und Dienstleistungen zu „Gebäuden“ zusammen. Andere Statistiken schneiden die Sektoren anders zu – die Anteile sind daher nur innerhalb einer Quelle vergleichbar.
- 03
Verschiedene Bezugsjahre
Die Sektoranteile beziehen sich auf 2023, die Energieträger und der Stromverbrauch auf 2025, die Angaben zu Wohngebäuden auf 2022. Ein einheitliches Gesamtbild für ein einziges Jahr geben die vorliegenden Quellen nicht her.
- 04
Witterung und Konjunktur
Der Verbrauch schwankt mit dem Wetter und der wirtschaftlichen Lage. 2025 stieg der Wärmeverbrauch witterungsbedingt, während der Strombedarf der energieintensiven Industrie wegen der Produktionsschwäche zurückging.
- 05
Effizienz verändert die Rechnung
Wenn fossile Anwendungen durch elektrische ersetzt werden, sinkt der gesamte Energieverbrauch oft, während der Strombedarf gleichzeitig steigt. Beide Entwicklungen treten laut den Quellen zusammen auf.
- 06
Zukunft nur in Szenarien
Aussagen über 2030 oder 2045 beruhen auf Modellrechnungen mit festgelegten Annahmen zu Bevölkerung, Wirtschaftsleistung, Preisen und Politik. Sie zeigen mögliche Entwicklungen, keine Gewissheiten.
Häufige Missverständnisse
„Energieverbrauch ist dasselbe wie Stromverbrauch.“
Strom ist nur ein Teil des Energieverbrauchs. Dem Bruttostromverbrauch von 528 TWh (2025) stand ein Primärenergieverbrauch von 2.931 TWh gegenüber; ein großer Teil der Energie wird direkt als Kraftstoff oder Heizenergie genutzt.
„Haushalte verbrauchen Energie vor allem für Strom.“
In Wohngebäuden entfallen laut IEA 63 Prozent der Energie auf die Raumwärme, die noch überwiegend mit Erdgas und Öl erzeugt wird. Wohngebäude verursachen 75 Prozent des Energieverbrauchs im Gebäudesektor.
„Die Industrie ist der mit Abstand größte Energieverbraucher.“
Nach der IEA-Abgrenzung ist der Gebäudesektor mit 42 Prozent der größte Verbrauchsbereich. Die Industrie folgt mit 30 Prozent, der Verkehr mit 28 Prozent.
„Wenn Autos elektrisch fahren, sinkt automatisch der Energiebedarf.“
Der Umstieg verschiebt den Verbrauch: Fossile Kraftstoffe werden ersetzt, gleichzeitig steigt der Strombedarf. Agora Energiewende erwartet durch den Umstieg in Industrie, Verkehr und Gebäuden einen erheblich höheren Gesamtstrombedarf.
„Der Energieverbrauch in Deutschland steigt immer weiter.“
Der Endenergieverbrauch lag 2023 rund 14 Prozent unter dem Wert von 2008, der Primärenergieverbrauch 2025 rund 29 Prozent unter dem Wert von 1990. Der Rückgang kam laut IEA vor allem aus dem Gebäudebereich.
„Weil der Stromverbrauch 2025 nicht gestiegen ist, wird künftig auch nicht mehr Strom gebraucht.“
Der Anstieg blieb 2025 aus, weil die Elektrifizierung langsam voranschritt und die energieintensive Industrie weniger produzierte. Für die Zukunft erwarten die Quellen dennoch einen erheblich höheren Strombedarf; Szenarien für 2045 nennen 751 bis 919 TWh Stromnachfrage der Verbrauchssektoren.
„Die erneuerbaren Energien sind in allen Bereichen gleich weit.“
2025 lag ihr Anteil beim Strom bei 55,3 Prozent, in der Wärme bei 19 Prozent und im Verkehr bei 7,9 Prozent.
Auf einen Blick
Deutschland verbraucht den größten Teil seiner Energie nicht als Strom, sondern als Wärme und Kraftstoff: 2023 entfielen 42 Prozent des Endenergieverbrauchs auf Gebäude, 30 Prozent auf die Industrie und 28 Prozent auf den Verkehr. Weil Wärme, Verkehr und Teile der Industrie zunehmend auf Strom umgestellt werden, wird der Strombedarf nach Einschätzung der Quellen künftig deutlich steigen.
- Evidenzgrad
- Gut belegt
Die Sektoranteile, der End- und Primärenergieverbrauch sowie die Energieträgerdaten stammen durchgängig aus amtlichen bzw. etablierten Primärquellen (AGEB-Auswertungstabellen 1990–2025, IEA, Agora Energiewende). Die lange AGEB-Zeitreihe deckt die Entwicklung seit 1990 vollständig ab. Einschränkend gilt: Die Werte für 2025 sind vorläufig, und einzelne Detailangaben (etwa getrennte Werte für Haushalte und Gewerbe in allen Jahren) sind nicht in allen Quellen einheitlich ausgewiesen.
- Datenstand
- Endenergie und Sektoranteile: 2023 (IEA, Zeitreihe ab 2008, Ziel 2030); Wohngebäude: 2022; Primärenergie, Energieträger und Stromverbrauch: 2025, teilweise vorläufig (Agora Energiewende nach AGEB, Zeitreihe ab 1990); Szenarien: 2045.
- Letzte Aktualisierung
- 29. Juli 2026
Quellen
- 1
Auswertungstabellen zur Energiebilanz Deutschland 1990–2025
AG Energiebilanzen e. V. (AGEB) · 2026
Primärenergieverbrauch nach Energieträgern und Endenergieverbrauch nach Sektoren; Werte für 2025 vorläufig.
Quelle öffnen - 2
Energy Policy Review – Germany 2025
Internationale Energieagentur (IEA) · 2025
Endenergieverbrauch nach Sektoren, Zeitreihe 2008–2030, Angaben zu Gebäuden und Verkehr.
- 3
Die Energiewende in Deutschland: Stand der Dinge 2025
Agora Energiewende · 2026
Primärenergieverbrauch nach Energieträgern, Bruttostromverbrauch, Anteile erneuerbarer Energien in Strom, Wärme und Verkehr (nach AGEB, AGEE-Stat & UBA).
- 4
Orientierungsszenarien O45 – Bericht Energieangebot
Langfristszenarien für die Transformation des Energiesystems in Deutschland · 2025
Endenergie- und Stromnachfrage im Szenarienvergleich für das Jahr 2045.
- 5
Monitoringbericht Energie 2025
Bundesnetzagentur · 2025
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